Gaza Urlauberziel am Roten Meer angegriffen


Auf die benachbarten Küstenstädte Eilat und Aqaba im Süden Israels und Jordaniens sind am Montag fünf Raketen abgefeuert worden. In Aqaba wurden nach Angaben aus jordanischen Sicherheitskreisen mindestens vier Menschen verletzt.

Aus Ägypten sind nach Polizeiangaben mehrere Raketen auf die israelische Touristenmetropole Eilat abgefeuert worden. Zu Schaden sei niemand gekommen, teilte die israelische Polizei am Montag mit. Insgesamt wurden demnach fünf Explosionen gehört. Derzeit werde geprüft, ob alle von Raketen stammten. Der örtliche Polizei-Chef Mosche Cohen sagte im Rundfunk, zwei Geschosse seien wohl im Meer gelandet. Eine weitere sei nahe der jordanischen Hafenstadt Akaba niedergegangen. Aus dem dortigen Innenministerium verlautete, die Rakete sei in einer Hotel-Gegend eingeschlagen. Vier Zivilisten seien verletzt worden, einer von ihnen schwer. Abgeschossen worden sei die Rakete außerhalb Jordaniens. Eilat und Akaba liegen in direkter Nachbarschaft am Roten Meer.

Es sei anzunehmen, dass die Raketen von Süden aus abgefeuert worden seien, sagte Cohen weiter. Damit meinte er das angrenzende Ägypten. Aus der dortigen Sinai-Wüste haben Extremisten wiederholt Angriffe verübt - zuletzt israelischen Medienberichten zufolge Mitte April. Damals feuerten Extremisten zwei Raketen auf Eilat ab. Sie schlugen aber noch vorher in Akaba ein. Verletzt wurde niemand.

Nach Monaten relativer Ruhe haben die Spannungen in der Region in den vergangenen Tagen wieder stark zugenommen. Die israelische Luftwaffe griff am Wochenende mehrere Ziele im Gazastreifen an und reagierte damit auf Raketenbeschuss aus dem palästinensischen Küstengebiet. Radikale Palästinenser hatten erstmals seit knapp einem Jahr wieder eine israelische Großstadt angegriffen.

Reuters/DPA DPA Reuters

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