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Griechenland: Neuwahlen verbreiten in Europa Angst und Schrecken

Die Abstimmung in Griechenland ist eine Schicksalswahl für den gesamten Kontinent. Sie wird das Haus Europa nicht zum Einsturz, aber ins Wanken bringen.

Eine Analyse von Thomas Schmoll

Wer Vassilis Korkidis ärgern oder gar böse mitspielen möchte, könnte ihn einen Krisenprofiteur nennen. Seine Branche macht derzeit - gemessen am Zustand des Landes - ordentliche Geschäfte. Zumindest die Inhaber von Lebensmittelläden. Grund zum Jubeln hat der Chef des griechischen Einzelhandelsverbandes trotzdem nicht. Die hübschen Umsätze sind eine temporäre Erscheinung, hinter der nicht pure Kauflaune steht, sondern reine Angst.

Das Land am Rande des Finanzkollapses erlebt gerade flächendeckende Hamsterkäufe. Korkidis hält das für einen zum Scheitern verurteilten Versuch, die Augen vor der Realität zu verschließen: "Wenn man den Schrank mit Lebensmitteln füllt, entgeht man der Krise dennoch nicht."

Wer sein Geld nicht in Brot und Butter steckt, legt es in den Safe oder unters Kopfkissen. Allein von den Sparkonten der größten Banken Griechenlands wurden nach Aussagen von Managern der Geldhäuser jüngst pro Tag 500 bis 800 Millionen Euro abgezogen. Laut Zentralbank schrumpften die Bankeneinlagen der Griechen im vergangenen Jahr um 17 Prozent. Korkidis hat eine einleuchtende Erklärung für das Verhalten seiner Landsleute: "Die Menschen schreckt die Aussicht auf eine Rückkehr der Drachme."

Stimmt. Das Paradoxe dabei: Die Mehrheit der Hellenen möchte den Euro behalten, lehnt aber den von den internationalen Geldgebern aufgezwungenen, harten Sparkurs ab, obwohl genau der den Verbleib im Währungsverbund ermöglichen soll. Die Folge: Die Parteien, die die internationalen Verpflichtungen als überzogen kritisieren, liegen in Umfragen vorn. Siegen sie am Sonntag bei der Wahl, droht dem Land endgültig die Pleite - und damit tatsächlich die Rückkehr zur ungeliebten Drachme.

Bedingungen für die Milliardenkredite

Anführer der Reformgegner ist der charismatische Anführer der radikalen Linken, Alexis Tsipras. Viele seiner Landsleute hören es gern, wenn er den Geldgebern, ohne die Hellas längst am Ende wäre, "Erpressungsversuche" vorwirft. Tsipras möchte die Bedingungen für die Milliardenkredite nachverhandeln. Er spekuliert darauf, dass die Regierungen der Eurostaaten Zugeständnisse machen, weil sie Griechenland - im wahrsten Sinne des Wortes - um jeden Preis in der Währungsunion halten wollen. Das Ganze nennen Tsipras und seine Anhänger "Nein zum Memorandum des Bankrotts".

Mit seiner Haltung kann der Ultralinke das Haus Europa nicht zum Einsturz bringen, sehr wohl aber ins Wanken. Einen Austritt aus der Eurozone Griechenlands würde die Wirtschaft des Kontinents verkraften. Sollte es aber zu den viel zitierten Kettenreaktionen an den Märkten kommen, das griechische Feuer also zum Flächenbrand werden und sich die Lage Spaniens und Italiens weiter verschlechtern, würde die Eurozone zusammenbrechen.

Aus Brüssel kam jüngst die Nachricht, dass die EU-Kommission sehr wohl bereit ist, die Fesseln für Hellas zu lockern. Das ist in der Europäischen Union umstritten. Die Slowakei droht der Regierung in Athen offen mit Rauswurf aus dem Euro, falls die Nein-Sager "zum Memorandum des Bankrotts" ihre Aussagen in die Tat umsetzen. "Wenn die Griechen ihre Verpflichtungen nicht einhalten und Kredite nicht zurückzahlen, wird die Slowakei den Austritt Griechenlands verlangen", sagt Regierungschef Robert Fico.

Verschiedene Krisenszenarien

Die Euroländer bereiten sich mehr oder weniger heimlich auf verschiedene Krisenszenarien vor - auch auf die ganz harten Varianten. Sollten in Panik geratene Privatleute Banken in Griechenland und anderen Eurostaaten stürmen, würden die Institute vorübergehend kein Bargeld auszahlen. Wahrscheinlich kommen dann auch Grenzkontrollen zum Aufstöbern von Euro-Moneten. Kapitalflucht ist seit Monaten ein Problem in Griechenland. Dutzende Milliarden sind schon ins Ausland geflossen.

Die Geduld mit den Hellenen, die von den Spar- und Reformzielen bisher immer weit entfernt blieben, scheint erschöpft zu sein. Stimmen mehren sich, die den Geldhahn zudrehen wollen - und zwar dauerhaft und fest. Das wird manchen krisenmüden Bürger freuen. Nur birgt ein abruptes Ende der Milliardenzahlungen das Risiko, dass ein nicht länger vor allem auf Griechenland beschränktes Eurodesaster am Ende viel mehr kostet, als Griechenland weiter zu unterstützen - vom politischen Schaden ganz zu schweigen. "Die Nachteile wären erheblich", gibt Finanzminister Wolfgang Schäuble im stern zu bedenken.

Griechenland wird noch viele Jahre finanziell angeschlagen sein und keinen Zugang zum Kapitalmarkt finden. Wenn das Land mit allen Mitteln in der Währungsunion gehalten werden soll, wird das weitere Rettungsprogramme kosten. Als Mitglied der EU hätte es auch im Falle eines Euro-Austritts Anspruch auf Geld aus Brüsseler Töpfen, da seine Wirtschaft am Boden liegt. Das heißt: Teuer wird es - so oder so.

Hypovereinsbank-Chef Theodor Weimer berichtete jüngst über einen Vorstandsbeschluss, der besagt, "dass wir uns am Sonntag treffen für den Fall der Fälle". Dabei gehe es vor allem um Vorsorge für den Zahlungsverkehr. Schließlich will sein Unternehmen nicht das Letzte sein, "der noch Euro in das Land überweist".

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
  • Thomas Schmoll