Die USA und Israel greifen weiter den Iran an, Teheran schlägt zurück. In Frankfurt kommt der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung an. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen weiter den Iran an.
- Ali Chamenei, der getötete Oberste Führer des Irans, sollte eigentlich am Mittwochabend beigesetzt werden. Das Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben.
- Berichten zufolge soll sein Sohn Modschtaba die Nachfolge antreten, Israel droht bereits mit Tötung.
- Der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus dem Nahen Osten ist in Frankfurt gelandet.
- Die Türkei hat eine Rakete aus dem Iran abgefangen – will sich aber nicht in den Krieg einmischen.
- Israel greift wiederholt die Hisbollah in Beirut an. Die libanesische Regierung hat Hisbollah-Mitglieder festgenommen.
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Jacqueline Haddadian

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Solange es die militärischen Fähigkeiten des Irans zuließen, werde er weiter versuchen, den Schiffsverkehr durch die für den Welthandel wichtige Meerenge zu stören, schreibt das US-Institut für Kriegsstudien in seiner neuesten Lage-Analyse. Das Vorgehen in der Straße von Hormus sei Teil der iranischen Strategie, auch den Golfstaaten Kosten für den Krieg aufzuerlegen.
Die Straße von Hormus ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, wie der Iran, Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Die Straße von Hormus ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, wie der Iran, Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.
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Thomas Krause
Raffinerie in Bahrain brennt nach Raketenangriff
In Bahrain ist örtlichen Behördenangaben zufolge nach einem iranischen Raketenangriff ein Feuer in einer Raffinerie ausgebrochen. Der Brand in der Anlage von Bapco Energies sei jedoch unter Kontrolle, teilt das Nationale Kommunikationszentrum mit. Der Betrieb der Raffinerie laufe weiter, es gebe keine Verletzten.
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Thomas Krause
Trump will nächstes Staatsoberhaupt des Iran mitbestimmen
US-Präsident Donald Trump besteht dem Nachrichtenportal Axios zufolge darauf, persönlich an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. „Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela“, sagt Trump mit Verweis auf die Nachfolge des gestürzten Präsidenten Nicolas Maduro. Trump habe bestätigt, dass Modschtaba Chamenei der wahrscheinlichste Nachfolger seines getöteten Vaters sei, dieses Ergebnis jedoch als inakzeptabel bezeichnet. Der 56-jährige Sohn des am Samstag bei einem Luftangriff getöteten Ajatollah Ali Chamenei gilt als Hardliner mit engen Verbindungen zu den Revolutionsgarden.
Mehr über Modschtaba Chamenei lesen Sie hier:
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Thomas Krause
In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Zeugen zufolge an verschiedenen Orten Explosionen und Sirenen zu hören. In Abu Dhabi gibt es mehrere Explosionsgeräusche, in Dubai ertönen Sirenen, wie mehrere Personen vor Ort Reuters sagen. Auch in einigen Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran sind laut staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen Explosionen zu hören.
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Thomas Krause
Bei den amerikanischen und israelischen Bombardierungen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 4000 zivile Gebäude zerstört worden. Betroffen seien 3646 Wohngebäude sowie 528 Geschäftseinheiten, berichtet die iranische Halbmondgesellschaft auf Telegram.
Auch 14 Einrichtungen des Gesundheitswesens seien betroffen, darunter Krankenhäuser sowie Rehabilitationszentren, so die humanitäre Organisation weiter. Drei Kliniken mussten den Angaben zufolge ihren Betrieb infolge der Angriffe einstellen.
Auch 14 Einrichtungen des Gesundheitswesens seien betroffen, darunter Krankenhäuser sowie Rehabilitationszentren, so die humanitäre Organisation weiter. Drei Kliniken mussten den Angaben zufolge ihren Betrieb infolge der Angriffe einstellen.
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Thomas Krause
Libanon meldet mehr als 100 Todesopfer
Im Libanon sind nach dortigen Behördenangaben seit Montag mehr als hundert Menschen durch israelische Angriffe ums Leben gekommen. Neben den insgesamt 102 Toten gebe es weitere 638 Verletzte, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit.
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Thomas Krause
Unter dem Druck Israels geht die Führung im Libanon weiter auf Distanz zum Iran. Die Regierung in Beirut hat die zuständigen Behörden angewiesen, „jegliche Sicherheits- und Militäraktivitäten“ der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) zu unterbinden. Informationsminister Paul Morcos erklärt, die Entscheidung sei in einer Kabinettssitzung unter Vorsitz von Ministerpräsident Nauaf Salam gefallen.
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Thomas Krause
Großbritannien verstärkt angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten seine Luftstreitkräfte in der Region. Premierminister Keir Starmer kündigt die Entsendung von vier zusätzlichen Typhoon-Kampfjets nach Katar an. Damit sollen die dortige Staffel ergänzt und „die Verteidigungsoperationen in Katar sowie in der gesamten Region gestärkt“ werden, sagt Starmer auf einer Pressekonferenz.
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Fabian Huber

Nach über 24 Stunden Anreise bin ich angekommen in Tel Aviv – und sofort dröhnen die Sirenen. Der Schutzraum meines Hotels liegt praktischerweise im Fitnessraum. Die Menschen sind den Drill inzwischen gewohnt, kommen zügig, aber nicht hektisch in den Keller. Dort sind Matratzen ausgelegt, auf dem Flachbildschirm läuft ein Nachrichtensender. Eine junge Amerikanerin, die neben mir sitzt und gerade im Gym auf der Straße gegenüber trainierte, sagt: “Das Interessante gerade ist: Wenn du viel draußen bist, lernst du immer neue Schutzräume in der Stadt kennen.” Der Kriegszustand ist hier längst Routine.
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Thomas Krause
In den Gewässern des Persischen Golfs sitzen infolge des Irankrieges 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen fest. Das teilt die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen mit. Generalsekretär Arsenio Dominguez erklärte, die IMO sei bereit, „mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um zur Sicherheit und zum Wohlergehen der Seeleute beizutragen“.
Seit Kriegsbeginn am Samstag hat die UN-Organisation demnach sieben Vorfälle gezählt, in die Schiffe in der Straße von Hormus verwickelt gewesen seien. Dabei seien zwei Menschen gestorben und sechs verletzt worden. „Abgesehen von den wirtschaftlichen Auswirkungen dieser alarmierenden Angriffe handelt es sich hierbei um eine humanitäre Frage“, erklärte Dominguez. „Kein Angriff auf unschuldige Seeleute ist jemals gerechtfertigt.“
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Thomas Krause
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Iran-Kriegs den Zugang zu einem ihrer größten Logistikzentren und Materiallager für weltweite Noteinsätze verloren. Die Einrichtung liegt in Dubai. Dort seien alle Aktivitäten aufgrund der Sicherheitslage vorerst eingestellt worden, sagt die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy bei einer Pressekonferenz. Material im Wert von 18 Millionen Dollar (15,5 Millionen Euro) sei dort nun blockiert, und Nachschub im Wert von acht Millionen Dollar, der per Schiff angeliefert werden sollte, könne das Zentrum nicht erreichen.
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Thomas Krause
Der Iran streitet ab, die Türkei beschossen zu haben. Was über die von der Nato abgefangene Rakete bekannt ist:
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Thomas Krause
Die israelische Armee gibt einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele aus. Die Armee richtete auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels.
Betroffen seien die Viertel Burdsch al-Baradschne, Hadath, Haret Hreik und Schijah. Bewohner sollten sich entweder in Richtung Osten oder Norden in Sicherheit bringen. Es sei verboten, sich nach Süden zu begeben, heißt es. Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete.
Betroffen seien die Viertel Burdsch al-Baradschne, Hadath, Haret Hreik und Schijah. Bewohner sollten sich entweder in Richtung Osten oder Norden in Sicherheit bringen. Es sei verboten, sich nach Süden zu begeben, heißt es. Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete.
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Thomas Krause
Das iranische Militär greift einem Medienbericht zufolge das Hauptquartier des US-Militärs im irakischen Erbil mit Drohnen an. Das meldet das staatliche iranische Fernsehen.
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DPA · AFP · Reuters
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