Die USA haben eine Teilblockade der Straße von Hormus begonnen. Vizepräsident Vance blickt überraschend positiv auf die Gespräche mit dem Iran. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Moritz Dickentmann
Katar weist Berichte über angebliche Zahlungen an den Iran zur Abwehr von Angriffen als falsch zurück. „Es gab absolut keine Gespräche zwischen Katar und dem Iran über die Zahlung von Geld, um iranische Angriffe auf Katar zu beenden“, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Madschid al-Ansari. Behauptungen, es habe solche Gespräche gegeben, seien unwahr.
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Moritz Dickentmann
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer laden für Freitag zu einer Videokonferenz ein, um einen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu planen. Teilnehmen sollten Staaten, „die sich an unserer Seite an einer multilateralen und rein defensiven Mission beteiligen wollen“, erklärt das französische Präsidialamt. Ziel sei es, die freie Schifffahrt durch die Meerenge wiederherzustellen, „sobald die Sicherheitsbedingungen dies erlauben“.
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Moritz Dickentmann
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat eigenen Angaben zufolge mehr als 171 Tonnen Hilfsgüter in den Iran geschickt. Gestern seien die ersten fünf von insgesamt 14 entsandten IKRK-Lieferungen seit Kriegsbeginn angekommen, teilt die Hilfsorganisation mit.
Sie sollen ausreichen, um den Bedarf von rund 25.000 Menschen zu decken. Zu den Lieferungen gehören unter anderem Decken, Küchensets, Hygienepakete und Solarlampen. Die erste Lieferung von fünf Lastwagen wurde in Teheran an die IRCS zur Weiterverteilung übergeben.
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Moritz Dickentmann
Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagt Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview.
Um das gesamte Ausmaß bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern.
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Moritz Dickentmann
Von USA sanktionierter Tanker passiert Straße von Hormus
Trotz einer vom US-Militär verkündeten Seeblockade hat ein von den USA sanktionierter Tanker die Straße von Hormus durchfahren. Das Schiff „Rich Starry“ habe die Meerenge heute Früh durchfahren und verlassen, berichtet die auf Schifffahrt spezialisierte Website Lloyd's List. Auch laut der Website Marine Traffic war der Öl- und Chemikalientanker heute im Golf von Oman unterwegs. Ob der Tanker iranisches Öl geladen hat, ist unklar.
Der etwa 190 Meter lange Tanker fährt laut Lloyd's List unter falscher Flagge, aktuell unter der Flagge Malawis. Er war zuvor als „Full Star“ bekannt und unterliegt US-Sanktionen wegen seiner Beteiligung an iranischen Exporten.
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Moritz Dickentmann
Pakistan arbeitet an einer neuen Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. Islamabad wolle die Gespräche so bald wie möglich, erfuhr die Deutschen Presse-Agentur aus pakistanischen Diplomatenkreisen.
Auch China, Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei seien mit beiden Kriegsparteien im Gespräch. Die Länder hätten einen Vorschlag eingebracht, noch in dieser Woche in Islamabad weiterzuverhandeln, heißt es.
Den Angaben zufolge hat China dem Iran geraten, weitere Gespräche einzugehen. Eine offizielle Bestätigung über weitere Verhandlungen liegt bisher nicht vor.
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Moritz Dickentmann
Die USA sollen bei den Verhandlungen mit dem Iran gefordert haben, dass das iranische Programm zur Urananreicherung für 20 Jahre pausiert wird. Dies berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit den US-iranischen Verhandlungen am Wochenende vertraute Kreise. Im Gegenzug sah der US-Vorschlag demnach eine Lockerung der Sanktionen vor.
Wie die „New York Times“ schreibt, schlug der Iran daraufhin vor, seine nuklearen Aktivitäten fünf Jahre lang auszusetzen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gefordert, dass der Iran sein Atomprogramm vollständig einstellt.
Wie die „New York Times“ schreibt, schlug der Iran daraufhin vor, seine nuklearen Aktivitäten fünf Jahre lang auszusetzen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gefordert, dass der Iran sein Atomprogramm vollständig einstellt.
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Moritz Dickentmann
Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran lässt die Ölpreise sinken. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligen sich jeweils um bis zu rund drei Prozent auf 96,50 beziehungsweise 95,69 Dollar je Barrel.
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Moritz Dickentmann
Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist zu Gesprächen in Peking eingetroffen, um unter anderem vor dem Hintergrund des Krieges in der Golfregion die Zusammenarbeit mit China zu intensivieren. Bei seiner Ankunft in der chinesischen Hauptstadt wurde zu seinem Empfang der rote Teppich ausgerollt, wie auf Bildern des russischen Außenministeriums zu sehen war.
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Moritz Dickentmann
Die US-Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus stellt nach den Worten des iranischen Botschafters an die Vereinten Nationen eine „schwere Verletzung“ der „Souveränität und territorialen Integrität“ des Iran dar. Die „rechtswidrige“ Blockade sei außerdem „eine schwerwiegende Verletzung der grundlegenden Prinzipien des internationalen Seerechts“, schrieb Irans UN-Botschafter Amir Saeid Iravani in einem an UN-Generalsekretär António Guterres adressierten Brief, der der Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit) vorlag.
Iravani schrieb weiter, die US-Teilblockade „stellt eine ernste Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit dar und verschärft offensichtlich das Eskalationsrisiko in einer bereits hochgradig instabilen Region.“ In einem zweiten Brief rief er zudem die Länder der Region, die US-Militärstützpunkte beherbergen, dazu auf, „ihre völkerrechtswidrigen Handlungen einzustellen“.
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Alexandra Kraft

Der Iran habe in den Verhandlungen mit den USA angeboten, für fünf Jahre auf die Anreicherung von Uran zu verzichten – das berichtet die New York Times unter Berufung auf US-Regierungskreise. Die Verhandlungsführer der USA hätten aber auf einen Verzicht für 20 Jahre bestanden.
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Alexandra Kraft

Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach Darstellung von US-Vizepräsident J. D. Vance zu echten Fortschritten geführt – jetzt liege der Ball aber bei den Iranern. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagt Vance dem Sender Fox News. „Wir haben große Fortschritte gemacht.“ Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen – nämlich deren Atomprogramm.
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Rune Weichert
Die USA fordern den Iran Medienberichten zufolge dazu auf, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal „Axios“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben – ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.
Der Iran schlägt nach Informationen der US-Medien seinerseits vor, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran aus dem Land entfernt werden solle, lehnen die Iraner den Berichten zufolge ab.
Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben – ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.
Der Iran schlägt nach Informationen der US-Medien seinerseits vor, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran aus dem Land entfernt werden solle, lehnen die Iraner den Berichten zufolge ab.
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Rune Weichert
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) telefoniert kurz vor einem historischen Treffen israelischer und libanesischer Vertreter mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. „Der Bundeskanzler ermutigte Premierminister Netanjahu zur Aufnahme direkter Friedensgespräche mit der libanesischen Regierung. Er sprach sich dafür aus, die Kampfhandlungen im Süden des Libanon zu beenden“, teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin mit. Die Hisbollah müsse die Waffen niederlegen.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) telefoniert derweil mit seinem libanesischen Amtskollegen Jussef Radschi. Direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon „können ein wichtiger erster Schritt in eine Zukunft sein, in der beides geachtet wird: Israels legitime Sicherheitsinteressen & Libanons Recht auf territoriale Integrität & Souveränität“, heißt es in einem Posting auf X. Die Angriffe der Hisbollah auf Israel müssten aufhören. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wollen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen direkte Gespräche auf politischer Ebene aufnehmen.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) telefoniert derweil mit seinem libanesischen Amtskollegen Jussef Radschi. Direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon „können ein wichtiger erster Schritt in eine Zukunft sein, in der beides geachtet wird: Israels legitime Sicherheitsinteressen & Libanons Recht auf territoriale Integrität & Souveränität“, heißt es in einem Posting auf X. Die Angriffe der Hisbollah auf Israel müssten aufhören. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wollen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen direkte Gespräche auf politischer Ebene aufnehmen.
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Rune Weichert
Hisbollah-Chef Naim Kassim ruft kurz vor einem historischen Treffen israelischer und libanesischer Vertreter zum Abbruch der anstehenden Gespräche zwischen dem Libanon und Israel auf. Kassim ruft die Regierung in Beirut in einer im Fernsehen übertragenen Rede dazu auf, eine „historischen Haltung“ einzunehmen. Sie solle das Treffen absagen.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten nehmen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen direkte Gespräche auf politischer Ebene auf. Israel strebt ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon und eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah im Libanon an. Die libanesische Regierung will zunächst vor allem eine Waffenruhe im derzeitigen Krieg und einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanons erreichen. Die Hisbollah hat sich bisher gegen die Forderungen Israels gestellt.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten nehmen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen direkte Gespräche auf politischer Ebene auf. Israel strebt ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon und eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah im Libanon an. Die libanesische Regierung will zunächst vor allem eine Waffenruhe im derzeitigen Krieg und einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanons erreichen. Die Hisbollah hat sich bisher gegen die Forderungen Israels gestellt.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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