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Islamischer Staat: Deutsche Dschihadisten sollen Kriegsverbrechen begangen haben

Deutsche IS-Kämpfer werden der Kriegsverbrechen verdächtigt. In zwei Fällen sollen Ermittlungen der Bundesanwaltschaft laufen. Bei Verurteilung droht den Männern eine lebenslängliche Haftstrafe.

Der frühere Berliner Rapper und Radikalislamist Denis Cuspert ist einer der beiden Männer, gegen die ermittelt wird

Der frühere Berliner Rapper und Radikalislamist Denis Cuspert ist einer der beiden Männer, gegen die ermittelt wird

Die Bundesanwaltschaft ermittelt nach einem Zeitungsbericht in mindestens zwei Fällen gegen mutmaßliche IS-Terroristen auch wegen Kriegsverbrechen. Dabei handele es sich um den Berliner Denis Cuspert und den Deutsch-Algerier Fared S. aus Bonn, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Justizkreise. Dem Bundeskriminalamt (BKA) liegen demnach Erkenntnisse vor, wonach beide Dschihadisten im vergangenen Jahr an der Ermordung syrischer Soldaten und Zivilisten beteiligt gewesen sein könnten.

Die Ermittlungen beträfen daher nicht nur die Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe sowie die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, sondern auch Paragraf 8 des Völkerstrafgesetzbuchs zu Kriegsverbrechen gegen Personen. Bei einer Verurteilung drohe lebenslange Haft.

Eine Sprecherin des Generalbundesanwalts wollte sich nicht konkret äußern und sagte der Zeitung lediglich: "Die Bundesanwaltschaft hat den Konflikt in Syrien und im Irak unter allen in ihre Zuständigkeit fallenden rechtlichen Gesichtspunkten im Blick."

yps/DPA / DPA