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Jemen: Zwei deutsche Entwicklungshelfer sterben bei Selbstmordanschlag

Im Jemen haben Terroristen bei einem Selbstmordanschlag auf das Verteidigungsministerium Dutzende Menschen getötet. Unter den etwa 50 Toten sind auch zwei deutsche Entwicklungshelfer.

Bei einem Anschlag auf das Verteidigungsministerium im Jemen sind auch zwei Deutsche getötet worden. "Die beiden deutschen Staatsbürger waren für die 'Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit' in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Jemen tätig", erklärte Außenminister Guido Westerwelle am Donnerstagabend in Berlin. Auch ein jemenitischer Mitarbeiter der GIZ sei bei dem Angriff auf das Ministerium in Sanaa getötet worden.

"Die Bundesregierung verurteilt die feigen Anschläge in Sanaa auf das Schärfste", erklärte Westerwelle weiter. Die Bundesregierung stehe in engem und ständigem Kontakt mit den jemenitischen Behörden sowie den europäischen und internationalen Partnern. "Jemen darf kein Hort des Terrors werden. Dafür wird Deutschland sich weiter mit Nachdruck einsetzen." Die Behörden müssten den Anschlag schnell aufklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Angreifer liefern sich Gefechte mit Soldaten

Ein Selbstmordattentäter war am Morgen in einem mit Sprengstoff beladenen Auto in eine Zufahrt des Ministeriums gerast. Danach drangen mit Armeeuniformen bekleidete Angreifer in den Komplex ein und lieferten sich Gefechte mit Soldaten. Nach jementischen Angaben wurden insgesamt 52 Ärzte und Krankenschwestern bei dem Angriff getötet.

kng/DPA / DPA