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Jim McGrath Sprecher von Bush Senior kondoliert zum "Tod" Mandelas


Schnelle Reaktionen sind für einen PR-Profi wichtig. Der Sprecher von George Bush reagierte aber zu flott: Er las in einer Pressemitteilung den Namen "Mandela" und schlussfolgerte, Mandela sei tot.

Der Sprecher des ehemaligen US-Präsidenten George Bush hat sich wegen der voreiligen Verschickung eines Kondolenzschreibens zum "Tod" von Nelson Mandela entschuldigen müssen. "Dummer Fehler von mir", schrieb Jim McGrath am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Er habe die Überschrift einer Eilmeldung auf einem Nachrichtenportal zum Gesundheitszustand des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten falsch gelesen und das vorbereitete Schreiben im Namen Bushs versandt. "Der Fehler lag bei mir und nicht bei der Bush-Familie", betonte McGrath.

Mandela war am Sonntag nach fast drei Monaten im Krankenhaus in sein Haus in Johannesburg gebracht worden. Der Gesundheitszustand des 95-Jährigen Friedensnobelpreisträgers ist laut südafrikanischem Präsidialamt weiterhin "kritisch und manchmal instabil". Mandela war seit dem 8. Juni wegen einer Lungenentzündung behandelt worden. George Bush war von 1989 bis 1993 US-Präsident, sein Sohn George W. Bush zwischen 2001 und 2009.

Die Pfleger kamen mit

Mandela werde nun in seinem Haus in Johannesburg weiterbehandelt, teilte das Präsidialamt am Sonntag mit. Ein Konvoi mit 14 Autos und zwei Krankenwagen hatte den früheren Präsidenten Südafrikas mit seinen Pflegern nach Johannesburg gebracht. Mandelas Haus im Stadtteil Houghton wurde laut Präsidialamt entsprechend eingerichtet. Für seine Betreuung werde dasselbe Pflegepersonal wie im Krankenhaus zuständig sein, hieß es.

Vor dem von der Polizei abgesicherten Haus Mandelas versammelten sich Medienvertreter. Sie hatten zuvor auch wochenlang gemeinsam mit Anhängern Madibas - das ist der Clanname Mandelas - vor dem Hospital in Pretoria auf Nachrichten gewartet.

Sein 95. Geburtstag am 18. Juli wurde in Südafrika und in vielen anderen Staaten mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen zu Ehren des großen Freiheitskämpfers, Demokraten und Versöhners begangen. US-Präsident Barack Obama, der in dieser Zeit in Afrika war, konnte sein schwer krankes Vorbild aber nicht besuchen.

Mandelas Tochter Zindzi sprach im Juli in einem Radiointerview aber von "dramatischen Fortschritten". "Wie hatten nicht geglaubt, dass Madiba uns noch einmal anschauen und lächeln würde", sagte auch Südafrikas Verteidigungsministerin Nosiviwe Mapisa-Nqakula.

Wochenlang hatten die Südafrikaner um das Leben ihres Helden gebangt. Familie und Regierung hätten längst Vorbereitungen für seinen Tod getroffen haben, hieß es.

anb/AFP/DPA DPA

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