Kairo Polizei nimmt 200 Verdächtige fest

Die ägyptische Polizei hat nach den Terroranschlägen auf Touristen in Kairo rund 200 Verdächtige festgenommen und prüft deren mögliche Verbindungen zu örtlichen Terrorgruppen.

Wie aus Sicherheitskreisen bekannt wurde, durchkämmten die Beamten unter anderem Esbet al-Gabalawi, den Wohnbezirk des Attentäters, der sich am Samstag mit einem Sprengsatz von einer Brücke hinter dem Ägyptischen Museum geworfen hatte.

Auch die Verlobte des Attentäters, dessen kopflose Leiche am Sonntag von mehreren Kairoer Tageszeitungen abgebildet wurde, hatte in dem Viertel gelebt. Die junge Frau hatte am Samstag nach Polizeiangaben zusammen mit dessen Schwester den zweiten Anschlag auf einen Touristenbus verübt. Die Touristen waren dabei unverletzt geblieben. Nach offizieller Darstellung tötete die Schwester nach den Schüssen auf den Bus erst ihre Komplizin und dann sich selbst. Es war das erste Mal, dass Frauen an einem Terroranschlag in Ägypten beteiligt waren. "Terror nach Art der tschetschenischen Schwarzen Witwen", titelte die arabische Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" am Sonntag.

Der Gesundheitszustand der elf Menschen, die der Attentäter am Samstag verletzt hatte, als er mit seiner Nagelbombe von einer Brücke auf einen belebten Platz sprang, ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen stabil. Ein schwedischer Tourist sei operiert worden, hieß es. Außer ihm waren noch zwei Italiener, ein israelisches Ehepaar, zwei Kanadier und vier Ägypter verletzt worden.

DPA/AP AP DPA

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