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News von heute Hubschrauber stürzt am Autobahndreieck Nuthetal ab: zwei Verletzte

Ein roter Hubschrauber liegt seitlich auf dem Standstreifen einer Autobahn. Die Rotorblätter sind verbogen
Bei der missglückten Notlandung eines Hubschraubers am Autobahndreieck Nuthetal wurden beide Insassen verletzt
© Julian Stähle/dpa-Zentralbild / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

22.27 Uhr: Mehrere Tote nach Vorfall mit Schüssen in Plymouth

Bei einem mutmaßlich gewaltsamen Angriff in der südenglischen Stadt Plymouth sind der Polizei zufolge mehrere Menschen ums Leben gekommen. "Es hat einige Todesopfer gegeben und mehrere andere Verletzte werden vor Ort behandelt", schrieb die Devon and Cornwall Police am Donnerstagabend in einem Statement. Man sei am frühen Abend zu einem "ernsthaften Vorfall mit Schusswaffen" gerufen worden, hieß es weiter. Die Polizei nahm jedoch an, die Situation mittlerweile unter Kontrolle zu haben. Das betroffene Gebiet im Stadtteil Keyham sei abgesperrt worden und solle gemieden werden.

Dem Sender Sky News zufolge soll ein beteiligter Angreifer erschossen worden sein. Über die genaue Anzahl der Opfer oder die Hintergründe der Taten waren zunächst keine Details bekannt. Polizei und Rettungshelfer waren am frühen Abend mit einem Großaufgebot an Kräften im Einsatz. Ein BBC-Reporter vor Ort berichtete von unzähligen Einsatzwagen und Hubschraubern.

19.37 Uhr: RBB macht 2020 fast 80 Millionen Euro Verlust

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat das Jahr 2020 mit einem Minus von fast 80 Millionen Euro und damit besser als erwartet abgeschlossen. Ursprünglich hatte der öffentlich-rechtliche Sender mit einem Fehlbetrag von rund 100 Millionen Euro gerechnet. "Zur Ergebnisverbesserung gegenüber dem Wirtschaftsplan trugen höhere Gesamterträge und sparsames Haushalten in den einzelnen Unternehmensbereichen bei", teilte der RBB am Donnerstag anlässlich der Rundfunkratssitzung mit.

Als eine wesentliche Ursache für den Fehlbetrag von 79,3 Millionen Euro im vergangenen Jahr gab der Sender Rückstellungen für die Altersversorgung angesichts der andauernden Niedrigzinsphase an. Das Minus könne man zugleich mit Rücklagen ausgleichen.

18.48 Uhr: Hubschrauber am Autobahndreieck Nuthetal abgestürzt

Nach technischen Problemen kurz nach dem Start ist am Autobahndreieck Nuthetal bei Michendorf südlich von Potsdam ein Tragschrauber abgestürzt. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag wurden die beiden Insassen bei der geplanten Notlandung verletzt. Sie mussten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Das offene Fluggerät mit zwei Sitzen hintereinander war auf dem kleinen Flugplatz Saarmund gestartet, der sich in unmittelbarer Nähe der Autobahn befindet. Bei Tragschraubern haben die Rotoren kein Triebwerk. Sie tragen das per Propeller angetriebene Fluggerät durch den Fahrtwind.

Nach dem Start wurden laut Polizei technische Probleme festgestellt. Der Tragschrauber versuchte, auf einer Tangente des Autobahndreiecks notzulanden und stürzte dabei ab. Straßenfahrzeuge waren nicht in den Unfall verwickelt, allerdings bildete sich in der Folge ein Stau. Das Dreieck Nuthetal verbindet die Autobahn A115 nach Berlin mit der A10, dem Autobahnring um die Bundeshauptstadt.

18.10 Uhr: Ukraine schickt Litauen Stacheldraht zur Grenzsicherung als "humanitäre Hilfe"

Die Ukraine will Litauen im Kampf gegen von Belarus über die Grenze kommende illegale Migranten unterstützen. Die Regierung in Kiew kündigte am Donnerstag an, 38 Tonnen Stacheldraht als "humanitäre Hilfe" nach Litauen zu schicken. Die EU wirft den belarussischen Behörden vor, Flüchtlinge - zumeist aus dem Irak - an die Grenze zu Litauen und Lettland zu bringen und zur illegalen Einreise in die EU zu ermutigen.

"Die Hilfe wird dazu beitragen, den Schutz der litauischen Grenze gegen illegale Migranten zu verstärken", erklärte das ukrainische Katastrophenschutzministerium und veröffentlichte Fotos von Stacheldrahtrollen, die auf einen Lastwagen geladen wurden. Es handele sich um die erste Lieferung nach Litauen, weitere sollen im September folgen. Belarus ist ein enger Partner Russlands - und liegt damit über Kreuz mit der Ukraine. 

17.58 Uhr: Taliban erobern drittgrößte afghanische Stadt Herat

Die radikalislamischen Taliban haben die drittgrößte Stadt Afghanistans erobert. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen der Regierung fiel die Stadt Herat nahe der Grenze zum Iran am Donnerstag in die Hände der Extremisten. "Wir mussten die Stadt verlassen, um weitere Zerstörung zu verhindern", hieß es aus den Sicherheitskreisen, die damit entsprechende Angaben der Islamisten bestätigten.

17.52 Uhr: Wartelisten von englischen Krankenhäusern so lang wie noch nie

Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen haben in England so viele Menschen auf eine Behandlung im Krankenhaus gewartet wie in diesem Jahr. Ende Juni warteten 5,45 Millionen auf eine Routinebehandlung im Krankenhaus, wie aus aktuellen Zahlen des Gesundheitsdienstes NHS England hervorgeht. Seit Beginn der Aufzeichnungen 2007 lag diese Zahl noch nie auf so hohem Niveau. England hat rund 56 Millionen Einwohner. Der NHS hat sich in dieser furchtbaren Pandemie richtigerweise auf Covid-19 konzentriert, und das hat bedeutet, dass die Wartelisten länger geworden sind", sagte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid.

17.51 Uhr: Adidas verkauft Reebok für 2,1 Milliarden Euro

Der Sportartikelkonzern Adidas verkauft das US-Unternehmen Reebok für 2,1 Milliarden Euro an die Authentic Brands Group (ABG). Das teilte Adidas an seinem Hauptsitz in Herzogenaurach mit. Der Großteil des Kaufpreises werde bei Vollzug der Transaktion in bar gezahlt, der Rest setzte sich aus aufgeschobenen und bedingten Gegenleistungen zusammen, hieß es weiter. Der Abschluss der Transaktion wird laut Adidas für das erste Quartal 2022 erwartet. 

17.32 Uhr: Bohr-Problem bei Mars-Rover – "Der Stein hat nicht kooperiert"

Nicht ausreichend robustes Gestein hat der US-Raumfahrtbehörde Nasa zufolge wohl die erste Entnahme einer Bodenprobe durch den Rover "Perseverance" auf dem Mars scheitern lassen. "Die Instrumente haben funktioniert wie von uns vorgegeben, aber der Stein hat nicht kooperiert", sagte Nasa-Forscherin Louise Jandura laut Mitteilung nach einer umfassenden Untersuchung des gescheiterten Bohrversuchs in einem ausgetrockneten Mars-See namens "Jezero Crater". "Perseverance" (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) war Ende Februar mit einem riskanten Manöver auf dem Mars gelandet. 

17.25 Uhr: Dutzende Migranten in dramatischer Aktion aus Ärmelkanal gerettet

Aus dem Ärmelkanal bei Calais sind den zweiten Tag in Folge Dutzende Migranten aus Seenot gerettet worden. Zuvor war ein Boot gesunken. Ein Schiff der französischen Marine, ein Hubschrauber der belgischen Luftwaffe und weitere Rettungsschiffe bemühten sich um die Menschen, die mit ihren kleinen Booten eigentlich über die Meerenge nach Großbritannien gelangen wollten, teilte die maritime Präfektur mit.

Der erste Hinweis auf die 24 Kilometer vor der Küste in Not befindlichen rund 40 Migranten kam von einem Frachtschiff, das mit seinem eigenen Rettungsboot zur Hilfe eilte. Ein bewusstlos aus dem Wasser gezogener Mensch wurde per Hubschrauber zum Krankenhaus nach Calais geflogen. Auch zwei alarmierte Fischerboote nahmen Schiffbrüchige auf. 

17.20 Uhr: In Griechenland mittlerweile mehr als 100.000 Hektar verbrannt

Innerhalb der vergangenen zwei Wochen haben die Waldbrände in Griechenland mehr 100.000 Hektar Fläche in Schutt und Asche gelegt. Mehr als die Hälfte davon verbrannte auf der zweitgrößten griechischen Insel Euböa. Von 2008 bis 2021 betrug der Durchschnitt im selben Zeitraum 2750 Hektar, schrieb die griechische Tageszeitung "Kathimerini" unter Berufung auf Copernicus, das Informationssystem zu Waldbränden der EU. Der griechische Negativ-Rekord ist mit diesen Zahlen jedoch nicht gebrochen: Im Jahr 2007, als riesige Flächen der Halbinsel Peloponnes brannten, sollen die Feuer den Angaben zufolge 250.000 Hektar Fläche vernichtet haben. 

16.55 Uhr: "Cygnus"-Frachter an Internationalen Raumstation angekommen

Der private Raumfrachter "Cygnus" hat fast 4000 Kilogramm Lebensmittel, Materialien für wissenschaftliche Experimente und Ersatzteile zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht. Der Frachter habe erfolgreich an der ISS angedockt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Am Dienstag war der unbemannte "Cygnus" mit einer "Antares"-Rakete von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia abgehoben. Bis November soll die vom amerikanischen Luft- und Raumfahrtunternehmen Northrop Grumman gebaute Kapsel an der ISS bleiben.

16.18 Uhr: Militär – Albanien hat Waldbrände unter Kontrolle, zweites Todesopfer

Im Adrialand Albanien haben Militär und Feuerwehren die seit zwei Wochen lodernden Waldbrände unter Kontrolle gebracht. Im ganzen Land gebe es noch einige Feuer, doch die entscheidenden Schlachten gegen die Flammen seien gewonnen, teilte das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Tirana mit. Derweil starb ein zweites Opfer der Brände: Die 57-jährige Frau aus dem Dorf Asim Zeneli bei Gjirokastra erlag den Verbrennungen, die sie am 3. August erlitten hatte, berichtete der Fernsehsender TV Klan. Ihr 64-jähriger Mann war bereits an diesem Tag in den Flammen ums Leben gekommen. Die beiden hatten entgegen behördlicher Anordnung versucht, ihr brennendes Haus selbst zu löschen.

15.57 Uhr: Friesland – Doch Spritzen mit Impfstoff gespritzt?

Nach möglichen Impfungen mit Kochsalzlösungen im Landkreis Friesland hat der Anwalt der beschuldigten Krankenschwester früheren Angaben der Polizei und des Kreises widersprochen. Unzutreffend sei, dass seine Mandantin bei dem Vorfall im April sechs Spritzen allein mit einer Kochsalzlösung aufgezogen habe. Vielmehr habe die Frau bereits bei einer ersten Aussage nach der Tat angegeben, Impfstoffreste aus übrigen Ampullen genutzt zu haben, sagte ihr Wilhelmshavener Anwalt Christoph Klatt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Auf diese Weise habe sie den Verlust des Impfstoffes aus einem zuvor zerbrochenen Fläschchen zumindest teilweise auffangen wollen. Zuvor hatten die "Ostfriesen-Zeitung" und weitere Medien berichtet.

15.20 Uhr: Zahl der bei Flutkatastrophe im Ahrtal Gestorbenen beträgt 133

Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal sind nach neuen Erkenntnissen der Polizei 133 Menschen ums Leben gekommen. Von den 141 geborgenen Toten seien 8 keine Flutopfer gewesen, sagte Polizeirat Florian Stadtfeld in Bad Neuenahr-Ahrweiler – rund vier Wochen nach dem verheerenden Hochwasser. Diese acht Toten seien vor der Flut bereits aufgebahrt oder schon beerdigt gewesen, erklärte eine Sprecherin der Polizei in Koblenz. Zwei weitere Menschen hätten sich nach der Katastrophe das Leben genommen, sagte Stadtfeld.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

15.17 Uhr: Russland meldet Tagesrekord an Corona-Toten

In Russland hat es mit täglich mehr als 800 Corona-Todesfällen einen Höchststand seit Beginn der Pandemie gegeben. 808 Menschen seien innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, teilten die Behörden mit. Seit Wochen melden sie an vielen Tagen hohe Todeszahlen - trotz gesunkener Zahl an Neuinfektionen. Am Donnerstag wurden landesweit fast 22 000 neue Fälle gemeldet. Im Juli waren es zeitweise fast 7000 Neuinfektionen mehr.

15.08 Uhr: 14 Tote und viele Vermisste nach Erdrutsch in Indien

Die Zahl der Toten nach einem Erdrutsch in Indien ist auf 14 angestiegen. 16 weitere Menschen würden noch vermisst, sagte der Regierungschef des betroffenen Bundesstaates Himachal Pradesh, Jai Ram Thakur. Der Erdrutsch hatte nach Polizeiangaben am Mittwoch auf einer Autobahn einen Bus und mehrere Autos getroffen. Menschen seien eingeklemmt worden. In den vergangenen Wochen hatte heftiger Regen in Himachal Pradesh schon mehrere Erdrutsche ausgelöst, wie indische Medien berichteten. Die Monsunzeit dauert gewöhnlich von Juni bis September. Dabei sind starker Regen, Überflutungen und Erdrutsche normal.

14.40 Uhr: Untersuchungen nach Hitlergruß bei Saarlouiser Feuerwehr

Mehrere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis sollen im Rahmen einer dienstlichen Veranstaltung den Hitlergruß gezeigt haben. Stadt und Feuerwehr seien derzeit dabei, die Vorgänge, die offensichtlich mehrere Jahre zurücklägen, zu untersuchen, teilte ein Sprecher der Stadt Saarlouis mit. Zudem sei der polizeiliche Staatsschutz eingeschaltet worden. Die Stadt habe von den Vorgängen vor rund vier Wochen erfahren, da sie entsprechende Fotos erhalten habe.

Die betroffenen Feuerwehrleute würden beurlaubt, sagte der Sprecher weiter. "Wir nehmen die Situation sehr ernst." Es werde eine Untersuchungskommission eingerichtet, die einen Blick darauf werfen solle, ob es Hinweise für rechtsextreme Tendenzen geben könnte. "Wir gehen explizit nicht davon aus, aber wir wollen sicher sein", sagte er. Stadt und Feuerwehr distanzierten "sich ausdrücklich von jeder Form rechtsextremistischer und antisemitischer Haltungen, Äußerungen und Tätigkeiten", hieß es.

14.38 Uhr: Nach Tod eines jungem Türken: Angriffe auf Syrer in Ankara

In der türkischen Hauptstadt Ankara haben dutzende Menschen Geschäfte und Autos angegriffen, die Syrern gehören sollen. Fast 80 Menschen wurden am Donnerstag im Zusammenhang mit den Attacken vom Vortag festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Auslöser soll eine Auseinandersetzung zwischen Türken und Migranten am Mittwochabend gewesen sein, bei der ein junger türkischer Mann getötet wurde. In Online-Netzwerken wurde ein Syrer für die Tat verantwortlich gemacht. 

Die türkischen Behörden nahmen am Donnerstag 76 Menschen fest, die an den Attacken beteiligt gewesen sein oder diese unterstützt haben sollen. Aufnahmen in Online-Netzwerken zeigten dutzende Männer, die Autos und Geschäfte angriffen, von denen sie glaubten, dass sie Syrern gehörten. Sie schlugen mit Steinen und Brechstangen Fenster ein und rissen das Metallgitter eines Ladens herunter, bevor sie eindrangen und die Regale durchwühlten.

14.26 Uhr: Taliban rücken auf afghanische Hauptstadt vor

Bei ihrem Vormarsch in Afghanistan rücken die radikalislamischen Taliban immer näher an die Hauptstadt Kabul heran: Die Islamisten eroberten nun die Provinzhauptstadt Ghasni nur 150 Kilometer vor Kabul, wie das Innenministerium mitteilte. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) kündigte an, im Falle einer kompletten Eroberung Afghanistans durch die Taliban würden die deutschen Finanzhilfen für das Land gestoppt. 

Die Regierungstruppen haben mittlerweile die Kontrolle über den größten Teil des Nordens und Westens von Afghanistan verloren. Ghasni südlich von Kabul ist bereits die zehnte Provinzhauptstadt, die binnen einer Woche an die Islamisten fiel. Die Regierung in Kabul kontrolliert neben Kabul lediglich noch eine Handvoll Gebiete und vielerorts belagerte Städte. 

14.16 Uhr: Leichte Entspannung in den Waldbrandgebieten am Mittelmeer

Im Mittelmeerraum schöpfen Griechenland und die Türkei Hoffnung auf eine Besserung der Waldbrandlage, während Italien weiter im Dauereinsatz versucht, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. In der stark von Feuern betroffenen Region Kalabrien im äußersten Süden des italienischen Festlandes sprach die Feuerwehr von einer kritischeren Lage. Dorthin schickte Frankreich drei Löschflugzeuge zur Unterstützung, die zuvor in Griechenland im Einsatz waren, wie der französische Zivilschutz am Donnerstag auf Twitter schrieb.

14.11 Uhr: RKI: Weitere Umfragen sollen Erfassung des Impffortschritts ergänzen

Um den Fortgang der Impfkampagne in Deutschland besser beurteilen zu können, sind beim Robert Koch-Institut weitere Umfragen geplant. Unter anderem sollen im frühen Herbst etwa 3000 Menschen zu Impfbereitschaft und Akzeptanz befragt werden, teilte das Institut auf Anfrage mit. Die Ergebnisse der vorerst letzten vergleichbaren Umfrage mit rund 1000 Teilnehmern, deren Ergebnisse am Dienstag vorgestellt wurden, hatten darauf hingewiesen, dass womöglich schon mehr Menschen eine erste Impfung erhalten haben als im offiziellen Meldesystem, dem Digitalen Impfquotenmonitoring (DIM), verzeichnet sind.

Wichtig sei, dass die Untererfassung im Digitalen Impfquoten-Monitoring für die Erstimpfungen angenommen wird und nicht für die vollständigen Impfungen, so das RKI. Untererfassungen seien in Meldesystemen generell nicht unüblich. Das RKI gehe davon aus, dass die Impfquoten das Geschehen sehr zuverlässig abbilden.

News von heute: Hubschrauber stürzt am Autobahndreieck Nuthetal ab: zwei Verletzte

13.34 Uhr: Mindestens fünf Tote bei schweren Überschwemmungen in der Türkei

Bei den schweren Überschwemmungen in der türkischen Schwarzmeer-Region sind inzwischen mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Suche nach einem weiteren Vermissten in der Stadt Bartin dauere noch an, teilte das Katastrophenschutzministerium am Donnerstag mit. Rettungskräfte verteilten in den betroffenen nördlichen Regionen Lebensmittel und brachten tausende Menschen in Studentenwohnheimen unter.

Die heftigen Regenfälle im Norden der Türkei setzten unmittelbar nach verheerenden Bränden an der türkischen Mittelmeer- und Ägäisküste ein, bei denen seit Ende Juli acht Menschen ums Leben kamen.

13.26 Uhr: Kämpfende Hunde beißen Besitzer Finger ab

Im bayerischen Balderschwang hat ein Hund einem Hundebesitzer den Finger abgebissen. Wie die Polizei in Kempten am Donnerstag mitteilte, ging am Mittwochabend ein Ehepaar mit seinem Labrador auf einem Campingplatz spazieren, als sich ein Deutsch Kurzhaar von der Leine losriss und auf den Hund losging.

Beim Versuch, die beiden Tiere voneinander zu trennen, wurden der 51-jährige Besitzer des losgerissenen Hunds sowie der 65-jährige Halter des anderen Hunds von den Tieren gebissen. Der Besitzer des losgerissenen Hundes erlitt einen Durchbiss der rechten Hand, dem Ehemann des spazierenden Paars wurde der linke Ringfinger abgebissen. Welcher Vierbeiner wen biss, konnte nach Polizeiangaben vor Ort nicht mehr nachvollzogen worden.

12.53 Uhr: Achtjähriger soll zwei Brände in bayerischer Kirche gelegt haben

Ein Achtjähriger soll zweimal in einer Kirche im bayerischen Bad Endorf Brände gelegt haben. Ermittlungen der Kriminalpolizei hätten eindeutig ergeben, dass für zwei Kleinbrände im April ein acht Jahre altes Kind verantwortlich sei, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Donnerstag in Rosenheim mit.

Zum ersten Brand kam es den Angaben nach am 1. April, als die Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung in die katholische Kirche gerufen wurde. Vor Ort konnte festgestellt werden, dass Dekorationsmaterial in Brand geraten war. Der Kleinbrand konnte schnell gelöscht werden, verursachte aber trotzdem einen Sachschaden in Höhe von etwa tausend Euro.

Vier Wochen später, am 28. April, wurde nach Polizeiangaben in der Kirche ein Jungen ertappt, der eine Zeitschrift entzündet und auf den Boden gelegt hatte. Ein Sachschaden entstand dabei nicht. Der Achtjährige geriet so in Verdacht, auch für den Brand vom 1. April verantwortlich zu sein, stritt dies aber ab. Mit einer kriminaltechnischen Untersuchung wurde ihm dies aber nachgewiesen.

12.46 Uhr: Polen weist Kritik der USA an neuem Rundfunkgesetz zurück

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat die Kritik des US-Außenministeriums an einer Änderung des Rundfunkgesetzes zurückgewiesen. Er fordere die Experten in Washington dazu auf, genau zu analysieren, worum es gehe, sagte Morawiecki am Freitag. "Es gibt hier keine Absichten in bezug auf konkrete Fernsehsender." Vielmehr gehe es darum, die Regelungen so lückenlos zu machen, dass Firmen von außerhalb der EU sich nicht beliebige Medien in Polen kaufen könnten.

Die am Mittwoch vom Parlament gebilligte Änderung im Rundfunkgesetz sieht vor, dass künftig in Polen Rundfunklizenzen nur noch dann an Ausländer vergeben werden dürfen, wenn diese "ihre Zentrale oder ihren Wohnsitz im Bereich des Europäischen Wirtschaftsraums haben".

12.36 Uhr: ICE-Anschläge: Lebenslange Haft für verurteilten Iraker rechtskräftig

Die Verurteilung eines IS-Anhängers wegen einer Anschlagsserie auf eine ICE-Bahnstrecke in Bayern und eine S-Bahn-Trasse in Berlin zu lebenslanger Haft ist rechtskräftig. Die Berufung des Irakers gegen das Urteil blieb auch vor dem Oberlandesgericht Wien als letzter Instanz erfolglos, wie ein Sprecher des Gerichts am Donnerstag bestätigte.

Dem Mann war vorgeworfen worden, dass er 2018 mittels Stahlseil und Holzkeilen einen ICE bei Allersberg entgleisen lassen wollte. Bei den Ermittlungen wurden noch weitere ähnliche Versuche aufgespürt. Verletzt wurde bei den Anschlägen niemand. Der Mann wurde wegen versuchten Mordes, schwerer Sachbeschädigung und der Beteiligung an einer terroristischen und kriminellen Organisation verurteilt. Seine mitangeklagte Frau wurde freigesprochen.

12.27 Uhr: Schleuser liefert sich in Tschechien Verfolgungsjagd mit Polizei

Ein mutmaßlicher Schleuser hat sich in Tschechien eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Er ignorierte am Donnerstagmorgen Anhaltesignale eines Streifenwagens und fuhr den Beamten auf der Autobahn davon, wie ein Sprecher mitteilte. Der Kleintransporter kam erst im Stadtgebiet von Prag zum Stehen, nachdem er die Schranke einer Firmenzufahrt durchbrochen hatte. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben 29 Migranten in Gewahrsam, die in dem Fahrzeug auf engstem Raum zusammengepfercht waren. Sie sollen demnach überwiegend aus Syrien stammen. Der Fahrer und mehrere weitere Insassen flüchteten. An der Verfolgung waren mehrere Streifenwagen und ein Polizeihubschrauber beteiligt.

11.45 Uhr: 18 Menschen nach Bootsunglück in der Ägäis aus dem Meer gerettet

Eine Motorjacht mit 18 griechischen Passagieren an Bord ist 16 Seemeilen nordwestlich der Kykladeninsel Milos in Seenot geraten. Die Küstenwache und vorbeifahrende Schiffe konnten alle Menschen retten, berichtete das Staatsfernsehen (ERT) unter Berufung auf die Retter. Zuvor war eine umfangreiche Rettungsaktion eingeleitet worden, an der auch ein Hubschrauber teilnahm. Alle Passagiere, darunter auch drei Minderjährige, seien wohlauf, hieß es.

Zur Ursache des Unglücks gab es zunächst noch keine Informationen, auch nicht dazu, ob die 30 Meter lange Jacht tatsächlich bereits gesunken oder im Sinken begriffen war. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte in der Gegend Windstärke 4 bis 5 – eigentlich kein Grund für eine Jacht, in Gefahr zu geraten.

11.22 Uhr: Säugling in Baden-Württemberg stirbt nach mutmaßlichem Kontakt mit Schädlingsmittel

In Baden-Württemberg ist ein Säugling nach einem mutmaßlichen Kontakt mit Schädlingbekämpfungsmitteln gestorben. Es bestehe der Verdacht, dass es zwischen dem Zustand des Kinds bei Einlieferung in ein Krankenhaus und dem Einsatz eines Kammerjägers in der Wohnung der Familie einen Zusammenhang gebe, teilte die Polizei in Ravensburg mit. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt.

Das neun Monate alte Kind war am Donnerstag vergangener Woche in einem Krankenhaus im Landkreis Ravensburg gestorben. Bereits zwei Tage zuvor war es dort in komatösem Zustand eingeliefert worden. Es zeigte Symptome einer Vergiftung. Der Kammerjäger war bei der Familie ersten Ermittlungen zufolge am Montag vergangener Woche im Einsatz. Es bestehe der Verdacht, dass das Kind mit dem eingesetzten Mittel in Berührung gekommen sei.

11.16 Uhr: Drei Jahre Haft für ehemaligen K-Pop-Star Seungri in Südkorea

In Südkorea ist der ehemalige K-Pop-Star Seungri wegen Prostitutions- und Glücksspielvorwürfen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Militärgericht sprach den über einen Sex- und Drogenskandal gestürzten Sänger in allen neun Anklagepunkten schuldig, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte. Das Ex-Mitglied der erfolgreichen Boyband Bigbang muss zudem 1,15 Milliarden Won (rund 750.000 Euro) Strafe zahlen.

Der 30-jährige Seungri, der mit bürgerlichem Namen Lee Seung-hyun heißt, hatte mit Bigbang seit 2006 Erfolge gefeiert und sich auch zu einem erfolgreichen Geschäftsmann entwickelt. Als der Skandal ihn 2019 einholte, beendete er seine Musikkarriere und ging als Wehrdienstleistender zur Armee. Deshalb war ein Militärgericht für seinen Prozess zuständig. Das Gericht sah es nun als erwiesen an, dass Seungri Prostituierte an Geschäftspartner vermittelte und in Luxus-Casinos in Las Vegas illegal um Geld spielte. Weil es dabei um Geld in Fremdwährungen ging, wurden ihm auch illegale Devisengeschäfte zur Last gelegt.

10.57 Uhr: Polizei-Chefin kündigt Überprüfung der Vorwürfe gegen Prinz Andrew an

Die Chefin der Londoner Polizei, Cressida Dick, hat eine Überprüfung der Missbrauchsvorwürfe gegen den britischen Prinzen Andrew (61) angekündigt. Im Lichte der jüngsten Entwicklungen solle nochmal ein Blick auf das Material geworfen werden, sagte die Scotland-Yard-Chefin dem Radiosender LBC. "Niemand steht über dem Gesetz", fuhr Dick demnach fort. Offizielle Ermittlungen wurden aber noch nicht aufgenommen.

Eine Frau, die dem zweitältesten Sohn von Queen Elizabeth II. (95) vorwirft, sie als Minderjährige unter anderem in London missbraucht zu haben, hatte kürzlich in den USA Zivilklage eingereicht. Virginia Giuffre gibt an, von dem inzwischen gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein und seiner Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell als Jugendliche zur Sexsklavin gemacht worden zu sein. Prinz Andrew steht seit Jahren wegen seiner früheren Freundschaft zu Epstein in der Kritik und hat sich von seinen royalen Aufgaben zurückgezogen.

10.31 Uhr: Boot mit 17 Menschen an Bord in Seenot in der Ägäis

Ein Boot mit mindestens 17 Menschen an Bord ist in der griechischen Ägäis in Seenot geraten. Die Küstenwache startete eine umfangreiche Rettungsaktion in der Nähe der Kykladeninsel Milos. Es werde nach den Menschen gesucht, deren rund 30 Meter lange Yacht sinke, teilte der Sprecher der Küstenwache, Nikos Kokkalas im Nachrichtensender Skai. "Wir wissen nicht woher diese Menschen stammen", sagte der Sprecher der Küstenwache weiter. Vorbeifahrende Schiffe sowie Hubschrauber und Boote der Küstenwache nehmen an der Rettungsaktion teil.

10.14 Uhr: Nächtlicher Regen sorgt in Waldbrandgebieten in Griechenland für Entspannung

Nächtlicher Regen hat in den Waldbrandgebieten in Griechenland für etwas Entspannung gesorgt. Die Regenfälle auf der Insel Euböa, der Halbinsel Peloponnes und dem zentralgriechischen Festland hätten zu einer Verbesserung der Lage beigetragen, sagte der Bürgermeister der von einem Großbrand betroffenen Gemeinde Gortynia auf dem Peloponnes, Stathis Koulis. Nach einer tagelangen Hitzewelle mit Rekordtemperaturen über 40 Grad ließ auch die Hitze etwas nach: Für Donnerstag wurden in Griechenland nur noch maximal 33 Grad vorhergesagt.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte, kämpfen auf Euböa und auf dem Peloponnes aber immer noch hunderte Feuerwehrleute und Anwohner gegen mehrere aktive Brände, die immer wieder neu angefacht werden.

News von heute: Hubschrauber stürzt am Autobahndreieck Nuthetal ab: zwei Verletzte

9.25 Uhr: Insgesamt 47 Parteien nehmen mit Kandidaten an Bundestagswahl teil

Bei der Bundestagswahl am 26. September stellen sich insgesamt 47 Parteien den Bürgerinnen und Bürgern zur Wahl. Dies teilte Bundeswahlleiter Georg Thiel mit. Zugelassen zur Wahl sind sogar 54 Parteien – allerdings treten laut Thiel sieben von ihnen weder mit Landeslisten noch mit Wahlkreiskandidaten an, sie können deshalb nicht gewählt werden.

Insgesamt elf Parteien sind bei der Wahl in allen 16 Bundesländern mit Landeslisten vertreten: SPD, AfD, FDP, Linke, Freie Wähler, Die PARTEI, Tierschutzpartei, NPD, ÖDP, MLPD und Volt. Die CDU ist in allen Ländern außer Bayern vertreten, die GRÜNEN sind es in allen Ländern außer dem Saarland und die CSU nur in Bayern.

9.21 Uhr: Nach Hassbotschaften an Arzt: Polizei ermittelt in mehr als 40 Fällen

Wegen Hassbotschaften gegen einen Hausarzt im Kreis Osnabrück, der keine Corona-Impfgegner mehr in seiner Praxis behandeln will, ermittelt die Polizei bislang in mehr als 40 Fällen. Bei dem überwiegenden Teil gehe es um Beleidigungen, in weiteren Einzelfällen auch um Bedrohung und Volksverhetzung, sagte eine Polizeisprecherin. Einige Tatverdächtige konnten demnach auch bereits ermittelt werden, wohl da sie etwa Hassmails mit vollständigen Namen unterzeichneten. Noch sei dies aber nur ein Zwischenstand. Die Ermittlungen liefen weiter, betonte die Sprecherin. Zunächst hatte der NDR berichtet.

Nachdem der Mediziner einer nicht impfwilligen Patientin nahegelegt hatte, sich einen anderen Hausarzt zu suchen, bekommt der Arzt Gewaltdrohungen. Er steht unter Polizeischutz. Der Arzt hatte der Deutschen Presse-Agentur vergangene Woche gesagt, er bekomme mehrere Nachrichten per Telefon und E-Mail im Stundentakt. Demnach handele es sich dabei um verstörende Gewaltfantasien, die sich gegen ihn und sein Team richteten.

8.10 Uhr: Drogenrazzia in mehreren NRW-Städten – zwei Haftbefehle

In mehreren nordrhein-westfälischen Städten läuft seit dem frühen Morgen eine Drogenrazzia der Polizei. Einsätze gebe es in Düsseldorf, Meerbusch, Kaarst, Neuss, Hürth und Gelsenkirchen, teilte die Polizei mit. Durchsucht würden 21 Objekte. In Düsseldorf habe die Polizeiaktion das Ziel, zwei Haftbefehle sowie Vermögensarreste in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zu vollstrecken und Beweismittel zu sichern. Bei der Razzia seien Spezialeinheiten im Einsatz, teilten die Ermittler mit. Hintergrund des Großeinsatzes sei ein Verfahren der bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf angesiedelten Zentralstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln und weiterer Delikte.

8 Uhr: Mehrheit in einigen europäischen Ländern sieht Merkel positiv

Bundeskanzlerin Angela Merkel genießt nach 16 Amtsjahren einer Umfrage zufolge einen guten Ruf in mehreren anderen europäischen Ländern. Am häufigsten äußerten Spanier (78 Prozent) und Dänen (75 Prozent) eine positive Meinung über die deutsche Kanzlerin, wie aus einer YouGov-Umfrage in sieben Ländern hervorgeht. Unter Franzosen sagen dies zwei Drittel (67 Prozent), unter Schweden 64 Prozent. In Großbritannien sind es dagegen nur 46 Prozent. Dass die CDU-Politikerin einen positiven Einfluss auf Deutschlands Ansehen im Ausland hatte, sagt in fast allen befragten europäischen Ländern jeweils mehr als die Hälfte der Befragten, am häufigsten Spanier (79 Prozent) und Franzosen (66 Prozent). In Großbritannien sind es 45 Prozent.

7.22 Uhr: Havarierter Frachter vor Japan verliert Öl

Ein vor der Küste Japans auf Grund gelaufener Frachter ist auseinandergebrochen und hat Öl verloren. Wie die japanische Küstenwache bekanntgab, war der unter der Flagge Panamas fahrende 39.910-Tonnen-Frachter "Crimson Polaris" am Vortag vor der Küste der nordöstlichen Präfektur Aomori auf Grund gelaufen. Zunächst habe die Besatzung das Schiff wieder flott bekommen, musste aber bald darauf wegen Manövrierunfähigkeit rund vier Kilometer vor der Küste Anker werfen. Am Donnerstag sei dann das Heck abgebrochen, woraufhin aus dem Frachter Öl austrat, wie die japanische Küstenwache weiter mitteilte. Die 21 Besatzungsmitglieder an Bord des Schiffes, das Holzspäne aus Thailand geladen hatte, seien geborgen worden, hieß es.

6.56 Uhr: Bahnstreik sorgt erneut für starke Beeinträchtigungen im Zugverkehr

Streikende Lokführer sorgen den zweiten Tag in Folge für zahlreiche Zugausfälle im Nah- und Fernverkehr. Wie die Bahn am Morgen ankündigte fahren auch heute nur rund 25 Prozent der Züge auf Fernstrecken. Im Regionalverkehr sollen mehr Verbindungen bedient werden, jedoch mit starken regionalen Unterschieden. Die Bahn bat daher die Fahrgäste erneut, auf nicht zwingend notwendige Reisen zu verzichten.

Der Bahn zufolge gelten wegen des Streiks "besondere Kulanzregelungen". Bereits gebuchte Fahrkarten für betroffene Strecken behalten ihre Gültigkeit demnach bis zum 20. August, die Zugbindung entfällt. Auch eine kostenfreie Erstattung der Zugtickets ist möglich. Außerdem richtete sie eine kostenfreie Sonderhotline ein (08000/996633). 

6.06 Uhr: Japanische Olympionikin bekommt nach Bürgermeister-Biss neue Medaille

Weil der Bürgermeister auf ihre Gold-Medaille gebissen hat, bekommt eine japanische Olympionikin eine neue Medaille. Wie örtliche Medien berichteten, entschied das Organisationskomitee der am Sonntag in Tokio beendeten Spiele, die Gold-Medaille für die Softball-Athletin Miu Goto durch eine neue zu ersetzen. Sie hatte dem Bürgermeister ihrer Heimatstadt Nagoya, Takashi Kawamura, kürzlich bei einem Empfang im Rathaus ihre Medaille umgehängt, woraufhin der 72-Jährige vor laufenden Kameras die Trophäe in seine Hand nahm und dann plötzlich auf sie biss.

Die Bilder sorgen seitdem für einen Sturm der Entrüstung. Kawamura entschuldigte sich für den Vorfall. Auch andere japanische Olympioniken kritisierten sein Verhalten. "Erstens fehlt ihm der Respekt vor den Athleten, die sich im Rahmen der Anti-Infektions-Maßnahmen ihre Medaillen um den Hals legen oder ihre Teamkollegen dazu auffordern mussten. Und jetzt beißt er in die Medaille? Das ist für mich unfassbar", entrüstete sich Yuki Ota, Japans erster Olympia-Sieger im Fechten. Auch der japanische Autoriese Toyota, bei dessen Softballmanschaft Goto trainiert, beschwerte sich bei dem Bürgermeister.

5.51 Uhr: Erstmals seit einem Jahr Corona-Fall in Canberra: eine Woche Lockdown

Nach Melbourne und Sydney müssen auch die Bewohner der australischen Hauptstadt Canberra mindestens sieben Tage lang in einen Lockdown. Zuvor sei in der Stadt erstmals seit einem Jahr ein Corona-Fall bestätigt worden, teilten die Behörden mit. Es ist das erste Mal seit Beginn der Pandemie, dass in Canberra und der Region Australian Capital Territory (ACT) wieder strenge Maßnahmen verhängt werden, wie die Zeitung "The Age" berichtete. Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen.

5.24 Uhr: Neuseeland will Grenzen Anfang 2022 wieder öffnen

Neuseeland wird seine Grenzen für ausländische Reisende voraussichtlich Anfang 2022 erstmals wieder öffnen. Dies sei möglich, weil es schon ab September für alle Neuseeländer ein Impfangebot geben soll – drei Monate früher, als geplant, wie Ministerpräsidentin Jacinda Ardern ankündigte. Der Inselstaat im Südpazifik hatte sich im März 2020 weitgehend von der Außenwelt abgeschottet.

Nur noch neuseeländische Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz im Land durften einreisen. Im April hatte die Regierung einen Reisekorridor mit dem Nachbarland Australien eröffnet, der aber Ende Juli wegen einer Corona-Welle in Down Under wieder geschlossen wurde. Für Reisende sollen dabei je nach Herkunftsland und Impfstatus verschiedene Regeln gelten. Vollständig Geimpfte aus Staaten mit niedriger Inzidenz dürfen den Plänen zufolge wieder quarantänefrei nach Neuseeland. Ungeimpfte und Menschen aus Hochrisikogebieten müssen hingegen weiter 14 Tage in Isolation.

4. 06 Uhr: RKI registriert 5638 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 27,6

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie bei 27,6 – am Vortag hatte der Wert 25,1 betragen, vor einer Woche lag er bei 19,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5638 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.03 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3539 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 17 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 26 Todesfälle gewesen. 

Markus Söder zu Ungeimpften

4 Uhr: Impfstoff-Vernichtung hält sich in Grenzen

Trotz nachlassender Impfbereitschaft in Deutschland musste die Hälfte der Bundesländer bislang keine ungenutzten oder abgelaufenen Impfdosen in nennenswertem Umfang vernichten. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur gaben 7 der 16 Landesregierungen an, dass eine Entsorgung von Corona-Impfstoff weitgehend vermieden werden konnte. "Zu keinem Zeitpunkt musste Impfstoff vernichtet werden, weil er wegen ablaufender Haltbarkeit nicht genutzt werden konnte", versicherte etwa die Hamburger Gesundheitsbehörde.

Im Gegensatz dazu haben die Impfzentren in Bayern bereits rund 53.000 ungenutzte Impfdosen entsorgt – deutlich mehr als die anderen Bundesländer. So meldet Brandenburg lediglich rund 5500 verfallene Impfdosen, Baden-Württemberg hat bislang 4000 Dosen Astrazeneca entsorgt. In anderen Ländern war allenfalls von einigen hundert Fällen die Rede.

3.50 Uhr: Schwere Regenfälle suchen Japan heim – Warnung vor Überschwemmungen

Japan wird erneut von starken Regenfällen heimgesucht. Schwer betroffen ist die südwestliche Hauptinsel Kyushu. Zehntausende von Bewohnern wurden aufgerufen, sich vor der Gefahr durch Erdrutsche in Sicherheit zu bringen. Die nationale Meteorologische Behörde warnte vor weiteren starken Niederschlägen in den nächsten Tagen. Kyushu, die drittgrößte der japanischen Hauptinseln, weist ein warmes bis subtropisches Klima auf. Die Wetterbehörde rief die Bewohner weiterer Gebiete auch im Westen, Osten sowie im Nordosten des Inselreiches wegen der Gefahr durch Erdrutsche und Überschwemmung zu erhöhter Vorsicht auf. In Folge der globalen Klimaerwärmung wird Japan zunehmend von heftigen Regenfällen heimgesucht. Dadurch kommt es in dem bergigen Inselreich auch immer häufiger zu Erdrutschen.

3.38 Uhr: Shell muss 95 Millionen Euro wegen Umweltschäden in Nigeria zahlen

Der Ölkonzern Shell muss wegen Umweltverschmutzungen im Niger-Delta eine Millionen-Entschädigung an Gemeinden im Südosten Nigerias zahlen. Die nigerianische Tochter des britisch-niederländischen Unternehmens, SPDC, akzeptierte eine Strafzahlung in Höhe von knapp 95 Millionen Euro. In dem jahrelangen Rechtsstreit ging es um Umweltschäden durch Öl-Lecks in den 1970er Jahren. Shell war wegen der Ölverschmutzungen 2010 verurteilt worden. Seitdem hatte das Unternehmen das Urteil wiederholt ohne Erfolg angefochten. Die Ölreserven im Niger-Delta machen Nigeria zum größten Förderer in ganz Afrika. 

2.53 Uhr: Erdbeben erschüttert Süden der Philippinen

Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat den Süden der Philippinen erschüttert. Nach ersten Berichten hatte der Erdstoß viele Menschen aus dem Schlaf gerissen, aber wohl keine größeren Schäden angerichtet. Das Zentrum des Bebens lag in der Nähe der Ortschaft Governor Generoso auf der Insel Mindanao, wie das Philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie mitteilte. Die Region wurde anschließend von einer Reihe von Nachbeben erschüttert.

2.15 Uhr: Wetterkapriolen in Griechenland – Hoffnung auf Regen in Brandregionen

In Griechenland hat das Wetter am Mittwochabend verrückt gespielt: Während Feuerwehrleute auf der Halbinsel Peloponnes und der Insel Euböa bei über 30 Grad Hitze weiterhin gegen die Flammen kämpften, gingen im Nordosten Griechenlands Hagelschauer und Regen nieder. In Athen wurden Regenfälle im Laufe der Nacht zum Donnerstag erwartet. Ganz Griechenland hofft, dass die Regenwolken auch den brandgepeinigten Norden der zweitgrößten Insel Euböa sowie den Westen der Halbinsel Peloponnes abdecken und dort die Feuer etwas eindämmen. Auf Euböa kämpften noch in der Nacht zum Donnerstag fast 900 Feuerwehrleute mit 232 Löschzügen und anderen Fahrzeugen gegen die Flammen. Im Westen der Halbinsel Peloponnes waren laut griechischer Feuerwehr am Mittwochabend 578 Feuerwehrleute und 181 Fahrzeuge im Einsatz.

2.15 Uhr: Karliczek: Nächstes Semester muss Präsenzsemester werden

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek drängt nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie auf Präsenz an den Hochschulen. "Das nächste Semester muss ein Präsenzsemester werden", sagte die CDU-Politikerin der "Rheinischen Post" (Donnerstag). Darüber sei sie sich mit den Wissenschaftsministerien der Länder einig. "Die Ministerpräsidentenkonferenz hat das nicht im Beschluss aufgegriffen, weil es dafür viele unterschiedliche Konzepte braucht. Die Richtung ist aber klar: Im Wintersemester sollen die Studierenden wieder an ihre Uni-Orte zurückkehren und möglichst viele Veranstaltungen an den Hochschulen besuchen können."

1.54 Uhr: Mehrere Tote bei Hubschrauber-Absturz in Russland

Beim Absturz eines Hubschraubers auf der Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten Russlands sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine war am Morgen mit mehreren Urlaubern an Bord zu einem Rundflug über das Kronozki-Naturreservat im Osten der Halbinsel gestartet und aus bisher unbekannten Gründen in den Kronozki-See gestürzt, wie die Agentur Tass berichtete. Nach ersten ungenauen Angaben starben bei dem Absturz acht Menschen, acht weitere Insassen des Helikopters vom Typ Mi-8 seien von Rettungsmannschaften geborgen oder aus eigener Kraft ans Ufer geschwommen. Insgesamt seien drei Besatzungsmitglieder und 13 Touristen an Bord gewesen, hieß es.

1 Uhr: Staatsminister erwartet mehr Flüchtlinge aus Afghanistan

Wegen der Lage in Afghanistan erwartet der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen, eine steigende Zahl an Flüchtlingen aus der Region auch in Deutschland. "Es ist naiv zu glauben, dass der Vormarsch der Taliban und die Gewalt in der Kriegsregion keine migrationspolitischen Folgen hat. Menschen aus Afghanistan werden noch stärker fliehen müssen als in den vergangenen Jahren", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Die Auswirkungen werden wir auch in Deutschland spüren, wenn auch noch nicht in den kommenden Wochen." Deutschland sei für Afghanen "ein attraktives Zielland", hob der Staatsminister hervor.

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit der Entscheidung über den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan Mitte April dramatisch verschlechtert. Die militant-islamistischen Taliban haben inzwischen wieder große Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Deshalb schiebt Deutschland vorerst keine abgelehnten Asylbewerber mehr dorthin ab.

0.11 Uhr: 59-Jähriger stürzt am Watzmann in den Tod

Bei einem Sturz an der Ostwand des Watzmanns über etwa 200 Meter in die Tiefe ist ein 59 Jahre alter Wanderer am Mittwoch ums Leben gekommen. Der Mann aus dem Landkreis Traunstein sei mit zwei Begleitern auf dem Berchtesgadener Weg unterwegs gewesen, als er aus bislang ungeklärter Ursache an der Biwakschachtel im oberen Teil der Ostwand abstürzte, teilte die Polizei mit. Die drei Bergsteiger waren seilfrei in den Berchtesgadener Alpen unterwegs. Sie waren der Tour sowohl vom Können als auch von der Ausrüstung her gewachsen, hieß es. Nachdem der Mann in die Tiefe gestürzt war, wurde sofort ein Notruf abgesetzt, einer der Begleiter stieg zu ihm hinunter. Für den 59-Jährigen, der sich bei dem Absturz tödlich am Kopf verletzte, kam jedoch jede Hilfe zu spät.

tkr / rw / fs DPA AFP

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