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Kims Kriegstreiberei: Wie gefährlich ist die Lage in Korea?

Täglich werden die Töne zwischen Nord- und Südkorea schärfer. Ist ein Krieg nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Konflikt.

Von Niels Kruse

Will Nordkorea Krieg?

Das Verhalten Nordkoreas ist auf den ersten Blick rätselhaft wie immer, aber das Regime in Pjöngjang legt es kaum auf einen Krieg an – kleinere Scharmützel nicht ausgeschlossen. Zwar verfügt das Land mit rund einer Million Soldaten über eine der größten Armeen der Welt, ihr Zustand gilt jedoch als marode. Das waffenstarrende Getöse der Nordkoreaner folgt einer langen Tradition von Aktion und Reaktion, sowie aus einem innenpolitischen Grund: Wie jedes Jahr im Frühling, halten Südkorea und die USA ein großes Manöver ab, durch das sich der Norden seit Jahren schon provoziert fühlt. Daneben folgte auf den nordkoreanischen Raketentest im Dezember die üblichen UN-Sanktionen, auf die die stalinistische Diktatur wiederum mit weiteren und üblichen Provokationen reagierte. Zu dieser "Routine" kommt nun noch eine geplante Wirtschaftsreform, die an den an den Grundfesten des Staates rüttelt. Um sich die Rückendeckung für die Umgestaltung nach Vorbild Vietnams in der Bevölkerung und vor allem im einflussreichen Militär zu holen, markiert Diktator Kim Jong Un nach außen den starken Mann, um nach innen freie Hand zu haben. Dafür spricht die Ernennung des neuen Ministerpräsidenten Pak Pong Ju, der als Reformer und Wirtschaftsfachmann gilt. Auch ein jetzt neu verfasstes Programm der Delegierten der Arbeiterpartei liest sich gerade nicht wie unmittelbare Vorbereitung auf einen Krieg.

Wie ernst ist das Atomwaffenprogramm?

Experten hatten es schon lange vermutet, nun hat Kim Jong Un den Grund der Wiederaufnahme des Atomwaffenprogramms selbst genannt: er lautet schlicht Abschreckung. In einer Rede vor dem Zentralkomitee der Arbeiterpartei sagte der Jungdespot, dass Atomwaffen Garant für die Souveränität des Landes und Grundlage für Wohlstand seien. In der modernen Geschichte sei kein Land angegriffen worden, das über Atomwaffen verfüge. Der CDU-Außenexperte Ruprecht Polenz vermutet zudem, dass das Land sich auf sein Atomprogramm konzentriere, weil ihm das Geld fehlt, die konventionellen Streitkräfte weiterhin zu unterhalten. Zwar verfügt Nordkorea schon über eine Reihe von nuklearen Sprengköpfen, über deren Einsatzfähigkeit bestehen allerdings Zweifel. Aus diesem Grund hatte das Land im Februar eine weitere Atombombe getestet und fährt nun den 2007 stillgelegten Reaktor in Yongbyon wieder an. Ein Sprecher in Pjöngjang sagte, die Maßnahme sei Teil einer Politik der "qualitativen und quantitativen Stärkung der atomaren Streitkraft". Außerdem diene sie dazu, die "akute" Energielücke, die zu Stromausfällen führe, zu schließen.

Welche Rolle spielen die USA?

Hauptadressat der nordkoreanischen Provokationen ist nicht in erster Linie das Brudervolk im Süden, sondern vor allem die verhasste Großmacht USA. Schon Kim Jong Uns Vater legte bei den Atomgesprächen Wert darauf, mit den Vereinigten Staaten auf Augenhöhe zu verhandeln, was Washington aber bis heute ablehnt. Pjöngjang glaubt, dass es erst als "echte" Atommacht ernstgenommen wird. Die USA stehen Südkorea als engster Verbündeter zudem militärisch bei, demonstrativ verlegt Washington eindrucksvolles Kriegsgerät wie Tarnkappenbomber und Zerstörer in die Region. Gleichzeitig aber betonen Vertreter der US-Regierung, es gebe keine Hinweise darauf, dass Nordkorea seiner Kriegsrhetorik Taten folgen lasse.

Was bedeuten die Kriegserklärungen?

Rein formal betrachtet befinden sich Nord- und Südkorea schon seit 60 Jahren im Krieg. Ein Friedensvertrag nach Ende der Kämpfe im Koreakrieg 1953 wurde nie geschlossen, offiziell herrscht Waffenstillstand. So gesehen wird die Erklärung Pjöngjangs, man befinde sich ab sofort im "Kriegszustand" mit dem Süden eher als Machtdemonstration nach innen verstanden statt als echte Kriegserklärung. Nichtsdestotrotz drohte Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye mit den Worten, dass ihr Land für den Fall eines Angriffs oder irgendeiner Provokation "mit einer starken und sofortigen Vergeltung" reagieren werde. Vor einigen Tagen hatte Nordkorea bereits gegenüber den USA Militärschläge angekündigt. Die Verbände könnten US-Truppenstützpunkte auf dem Festland, auf Hawaii und Guam ausführen, hieß es. Ähnliche Drohgebärden aus Pjöngjang waren auch in den vergangenen Jahren immer wieder zu hören.

Gibt es Hinweise auf bevorstehende Militäreinsätze?

Bislang nicht. Weder die USA noch Experten aus Südkorea beobachten derzeit Truppenbewegungen oder andere Hinweise darauf, dass Nordkorea die militärische Konfrontation sucht. Im Gegenteil. Die gewöhnlich gut informierte Website "Daily NK" zitiert nordkoreanische Informanten, nach denen eine erste Welle der Mobilmachung wieder beendet sei und Teile der Soldaten in die Stützpunkte zurückgekehrt seien. Auch die Arbeit im gemeinsam mit Südkorea betriebenen Industriepark in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong geht wie gewohnt weiter. Die Pendler aus dem Süden können nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul wie gewohnt ungehindert ein- und ausreisen.

Wie reagiert Nordkoreas Verbündeter China?

Der große Nachbar im Norden ist der wichtigste wirtschaftliche Partner Nordkoreas und der letzte Verbündete des Regimes. Allerdings kühlt das Verhältnis der beiden seit einiger Zeit ab. Beim letzten Beschluss des UN-Sicherheitsrates über Sanktionen gegen Nordkorea hatte sich die Pekinger Regierung auf die Seite der USA gestellt. Die Nachricht vom Wiederanfahren des Reaktors in Yongbyon hat China nach eigenen Worten mit "Bedauern zur Kenntnis" genommen. "Wir rufen alle beteiligten Seiten auf, Ruhe zu bewahren und Zurückhaltung zu üben", sagte ein Sprecher des Außenministeriums. China hat ein großes Interesse am Erhalt des nordkoreanischen Staates. Zum einen fürchtet das Land im Fall eines Zusammenbruchs eine gigantische Flüchtlingswelle, zum anderen missfällt der Regierung in Peking der Gedanke, dass ganz Korea nach einem möglichen Kollaps des Nordens unter den Einfluss der USA gerät. Ob und was aber China gegenüber Nordkorea noch ausrichten kann, ist unklar: "Der Einfluss der USA auf Südkorea ist heute mit Sicherheit größer als Chinas Einfluss auf Nordkorea", sagte der Berliner Korea-Experte Werner Pfennig der Nachrichtenagentur DPA.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.