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Kampf gegen den IS: Peschmerga im syrischen Kobane eingetroffen

Die Kämpfe um die syrische Grenzstadt Kobane dauern an. Im Kampf gegen den IS sind Peschmerga-Kämpfer aus dem Irak eingetroffen. Sie sollen helfen, die Dschihadisten zurückzudrängen.

Auf ihrem Zwischenstopp im türkischen Südosten werden die Peschmerga von der örtlichen Bevölkerung bejubelt. Sie sollen helfen, die Stadt Kobane aus den Händen des IS zu befreien.

Auf ihrem Zwischenstopp im türkischen Südosten werden die Peschmerga von der örtlichen Bevölkerung bejubelt. Sie sollen helfen, die Stadt Kobane aus den Händen des IS zu befreien.

Die ersten Peschmerga aus dem Nordirak sind zur Verstärkung in der nordsyrischen Stadt Kobane eingetroffen. Zehn Kämpfer kamen nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am späten Donnerstagvormittag in der umkämpften Enklave an. Der Rest der Peschmerga-Einheit werde in den kommenden Stunden erwartet. Die Kämpfer aus dem Nordirak haben schwere Waffen dabei und sollen den Kurden in Kobane helfen, die Stadt gegen Angreifer der Terrormiliz Islamischer Staat zu verteidigen. Die türkische Regierung hatte den Einheiten die Passage nach Nordsyrien ermöglicht.

Rund 150 Peschmerga-Kämpfer waren zuletzt aus dem Irak bis zur türkischen Grenze gelangt. Sie warteten bei der türkischen Stadt Suruc darauf, nach Kobane weiterzugelangen. Sie wurden von türkischen Sicherheitskräften bewacht, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Die Türkei hatte sich erst nach langem Zögern und intensivem Druck der USA bereiterklärt, die Peschmerga über ihre Grenze zu lassen, damit sie die syrischen Kurden in Kobane beim Kampf gegen den IS unterstützen können.

US-Kampfflugzeuge bombardieren IS-Stellungen

Der IS hat laut Aktivisten am Donnerstag den nördlichen Sektor der nordsyrischen Stadt Kobane mit schwerer Artillerie angegriffen. Mit dem Dauerbeschuss sei es den Extremisten gelungen, die eingetroffene Verstärkung aus dem Irak aufzuhalten, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. Die kurdischen Selbstverteidigungskräfte (YPG) hätten eine IS-Offensive auf die Stadt aber erfolgreich abwehren können. Laut dem Direkter der in London ansässigen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, gab es auf Seiten der Dschihadisten mehrere Tote. Ihre Leichen hätten stundenlang auf den Straßen gelegen, bis sie geborgen worden seien, sagte er.

Die Verteidiger der belagerten syrischen Kurdenstadt Kobane bekommen wohl nicht nur am Boden Verstärkung, sondern werden auch weiterhin aus der Luft militärisch unterstützt. US-Kampfflugzeuge flogen am Dienstag und Mittwoch acht neue Luftangriffe auf Dschihadistenkämpfer nahe der Grenzstadt, wie das Truppenkommando mitteilte. Dabei seien sechs Fahrzeuge, mehrere Kampfstellungen und ein Gebäude der IS-Miliz attackiert worden. Im Irak bombardierten Kampfjets und Drohnen demnach sechs weitere Ziele im nördlich gelegenen Sindschar sowie in Falludscha westlich von Bagdad.

amt/DPA/AFP / DPA