Luftangriff von Kundus Spezialeinheit "Task Force 47" koordinierte Luftschlag


Die Bundeswehr-Elite-Einheit KSK ("Kommando Spezialkräfte") hatte nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung maßgeblichen Anteil an dem Angriff auf zwei Tanklastzüge nahe Kundus am 4. September. Das Blatt meldete am Donnerstag unter Berufung auf Bundeswehrkreise und -berichte, im deutschen Feldlager Kundus sei der gesamte Einsatz aus einem Kommandostand einer geheimen Einheit "Task Force 47" (TF47) geführt worden.

Bei dem Bombenangriff waren bis zu 142 Menschen getötet worden, darunter viele Zivilisten. Das beziehe sich auf alle Entscheidungen vom ersten Hinweis eines afghanischen Informanten bis zur abschließenden Entscheidung zu bombardieren.

Die Task Force bestehe zur Hälfte aus KSK-Elite-Soldaten. Der Einsatz des KSK in Afghanistan wird normalerweise offiziell mit dem Hinweis auf notwendige Geheimhaltung weder bestätigt noch dementiert; diesmal zitierte die "Bild"-Zeitung aber einen Sprecher des Ministeriums mit den Worten: "Die Task Force 47 war auch Thema der Unterrichtung der Obleute des Verteidigungsausschusses am 6. November" durch Minister Karl-Theodor zu Guttenberg, also zwei Monate nach dem Luftangriff. Dass es sich dabei auch um KSK-Soldaten gehandelt habe, sei nicht erwähnt worden.

Während des Einsatzes sei der verantwortliche Oberst Georg Klein zugleich auch Chef dieser TF47 gewesen, berichtet die Zeitung. Er sei dabei von fünf weiteren Offizieren und Unteroffizieren beraten und betreut worden, die allesamt der TF47 angehörten, einer von ihnen nachweislich auch der KSK.

AP AP

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