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Medienbericht: USA arbeiten Angriff auf Iran aus

Das US-Verteidigungsministerium hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Sonderplanungsgruppe eingerichtet, um einen Angriff auf den Iran vorzubereiten. Die Gegenseite scheint dies nicht zu überraschen: Der Iran ist offenbar bereits für einen Krieg gerüstet.

Das US-Verteidigungsministerium hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Sonderplanungsgruppe eingerichtet, um einen Angriff auf den Iran vorzubereiten. Die Arbeitsgruppe im Amt der Generalstabschefs habe den Auftrag, Bombenangriffspläne zu erstellen, die binnen 24 Stunden nach Anordnung von Präsident George W. Bush umgesetzt werden könnten, berichtete die Zeitschrift "The New Yorker". Das Blatt beruft sich auf nicht näher genannte Geheimdienstvertreter.

Arbeitsgruppe soll Ziele ausmachen

Ursprünglich habe die Arbeitsgruppe den Angriff auf atomare Anlagen im Iran und einen Regimewechsel im Visier gehabt. Zurzeit gehe es jedoch darum, Ziele ausfindig zu machen, die Aufständische im Irak versorgten. Bei der Verfolgung iranischer Agenten hätten US-Sondereinheiten vom Irak aus auch die Grenze zum Iran überschritten.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Bryan Whitman, wies den Bericht zurück. "Die Vereinigten Staaten planen nicht, gegen den Iran in den Krieg zu ziehen. Alle gegenteiligen Behauptungen sind schlicht falsch, irreführend und bösartig." Nach Angaben von Ministeriumsvertretern gibt es für dutzende potenzielle Krisengebiete Notfallpläne der USA. Diese würden regelmäßig aktualisiert.

Iran in Atomstreit auf Krieg vorbereitet

Der Iran ist einem Agenturbericht zufolge im Streit um sein Atomprogramm "sogar auf Krieg" vorbereitet. Auch weitere Sanktionen der Vereinten Nationen (UN) würden die Islamische Republik nicht zum Stopp der Arbeiten führen, sagte der stellvertretende Außenminister Manuchehr Mohammadi laut der Nachrichtenagentur Isna. Auch der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad zeigte sich in der Atomfrage entschlossen. Der Iran bewege sich bei diesem Thema wie ein Zug ohne "Bremsen und Rückwärtsgang", zitierte Isna den Politiker.

Die UN hatten im Dezember Sanktionen gegen den Iran wegen dessen Atomprogramm verhängt. Am Montag wollen die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland Beratungen über eine Verlängerung oder Verschärfung der Strafmaßnahmen aufnehmen, nachdem der Iran eine Frist zum Stopp seiner Urananreicherung verstreichen lassen hat.

Reuters / Reuters
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