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Rede der First Lady: Melania Trump unterstützt Schüler-Proteste - und stellt sich indirekt gegen Donald

Melania Trump spricht selten in der Öffentlichkeit. Doch nun hat sie eine ihrer wenigen Reden gehalten - und sich dabei indirekt gegen das Verhalten ihres Mannes gestellt. Sie schickte unterstützende Worte für die Protestbewegung der Schüler in Florida.

"Sie verdienen eine Stimme": Melania Trump unterstützt Schüler, die schärfere Waffengesetze fordern

Die First Lady der USA hat ein Treffen mit Ehepartnern der US-Gouverneure im Weißen Haus genutzt, um einige Worte an die Öffentlichkeit zu richten. Dabei ging es um das brisante Thema Waffengewalt in den USA, wie der Fernsehsender "CNN" berichtet.

Den Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, bei dem 17 Menschen ums Leben kamen, bezeichnete Melania Trump als "sinnlosen Akt". Außerdem würde sie die Protestbewegung der Schüler für schärfere Waffengesetze unterstützen. "Sie sind unsere Zukunft, und sie haben es verdient, gehört zu werden", sagte sie im Hinblick auf die zahlreichen Menschen, die sich nach dem Massaker in Florida dem Protest angeschlossen hatten.


Weiter erklärte die First Lady: "Als Mutter kann ich mir die Trauer, die so eine Tragödie mit sich bringt, nicht vorstellen. Und ich weiß, dass wir uns fragen, was wir tun können, um zu helfen." Sie habe als First Lady gelernt, dass Tragödien oftmals "Stärke und Widerstandskraft" hervorbringen. 


US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Amoklauf als Schutzmaßnahme empfohlen, in Zukunft Lehrer an Schulen mit Waffen auszustatten, um gegen Angriffe gewappnet zu sein. Schülerproteste zu hören und unterstützen, davon war bei Trump bislang keine Rede.

Melania Trump appelliert an positiven Umgang mit sozialen Medien

In ihrer Rede kam die 47-Jährige auch auf das Thema "Soziale Medien" zu sprechen. "Als Erwachsene müssen wir vorangehen", sagte sie mit Blick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Facebook, Twitter und Co. Gemeinsam mit Donald Trump  hat sie einen Sohn, den 11-jährigen Bannon. Ihr Ehemann wird häufig für das Verbreiten seiner Tiraden via Twitter kritisiert. Es sei wichtig, Kindern Werte zu vermitteln, betonte Melania Trump. "Ich rufe heute alle auf, mitzumachen."

Die First Lady hatte kurz nach Beginn der Amtszeit ihres Mannes erklärt, sich vor allem gegen Cyber-Mobbing einzusetzen. An dieses Vorhaben hat sie vor einigen Tagen Lauren Hogg erinnert, eine Überlebende des Amoklaufs in Florida. 

"Hey FLOTUS (Abkürzung für "First Lady of the United States", Anm. d. Red.) Sie haben gesagt, dass es ihre Aufgabe als First Lady ist, Cyber-Mobbing zu stoppen", schrieb Lauren Hogg. "Glauben Sie nicht, es wäre gut gewesen, mit Ihrem Stiefsohn Donlad Trump Jr. zu sprechen, bevor er einen Post über eine falsche Verschwörungstheorie geliked hat, der mich zur Zielscheibe gemacht hat?"

Der Sohn des Präsidenten hatte sich bei Twitter geäußert, dass ihm Meldungen über Verschwörungstheorien in Bezug auf Überlebende des Parkland-Massakers gefallen würden. Beispielsweise wurde Lauren Hoggs Bruder David vorgeworfen, ein Schauspieler zu sein, der der US-Waffenlobby schaden soll.  

Eine Antwort der First Lady auf Lauren Hoggs Tweet gab es bisher noch nicht.

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vit