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Bus-Massaker in Pakistan: Täter gehen durch die Reihen und erschießen Passagiere

Ein Massaker erschüttert die Millionenstadt Karachi: Mehrere Bewaffnete haben in der pakistanischen Metropole einen mit Schiiten besetzten Bus angehalten und die Insassen niedergemetzelt.

Helfer stehen außen vor dem Bus. Für die Insassen kommt jede Rettung zu spät.

Helfer stehen außen vor dem Bus. Für die Insassen kommt jede Rettung zu spät.

In Pakistan haben unbekannte Bewaffnete ein Massaker in einem mit Schiiten besetzten Bus angerichtet. Bei dem Anschlag in der Millionenstadt Karachi wurden nach Behördenangaben mindestens 41 Menschen getötet.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, eröffneten mindestens sechs Bewaffnete in der Hafenstadt im Süden des Landes das Feuer auf den Bus. Die Attentäter hätten das Fahrzeug gestoppt und zunächst von außen geschossen, bevor sie im Innern des Busses das Massaker fortgesetzt hätten. Die Täter seien von Sitz zu Sitz gegangen, um sich zu vergewissern, ob es Überlebende gegeben habe.

Der Bus habe Plätze für 52 Passagiere, sei aber mit deutlich mehr Insassen unterwegs gewesen, sagte ein Polizeibeamter. Die meisten Opfer gehörten der Ismailitischen Gemeinde an. Sie sind eine religiöse Minderheit in Pakistan.

Der pakistanische TV-Sender Geo berichtet unter Berufung auf Polizeikreise, mehr als ein Dutzend Attentäter auf Motorrädern hätten aus allen Richtungen mit automatischen Gewehren auf den Bus geschossen.

In Karachi mit seinen 20 Millionen überwiegend sunnitischen Einwohnern kommt es immer wieder zu religiös oder politisch begründeter Gewalt.

mad/AFP/DPA / DPA
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