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Russland Putin setzt auf Drohnen als neues Kampfmittel


Der russische Präsident hat eine modernisierung der Luftwaffe durch den Bau einer Drohnenflotte angekündigt. Somit zieht er den Amerikanern nach, die schon seit Längerem auf ferngesteuerte Kriegsführung setzen.

Mitten im Streit um eine Nato-Raketenabwehr in Europa hat Kremlchef Wladimir Putin den Bau unbemannter Flugzeuge angekündigt. Bis 2020 sollten umgerechnet rund zehn Milliarden Euro in das Drohnen-Programm fließen, sagte der russische Präsident am Donnerstag.

"Das ist nach Ansicht unserer Experten die wichtigste Richtung, in die wir unsere Luftwaffe entwickeln sollten", sagte Putin nach Angaben der Agentur Ria Nowosti bei einem Besuch des Luftwaffenstützpunktes Korenowsk in der Schwarzmeer-Region Krasnodar. Auch die großen Nato-Staaten setzen verstärkt auf Drohnen.

Zugleich drohte Putin erneut mit einer scharfen Reaktion Russlands auf die Nato-Raketenabwehr. Russland habe alle Möglichkeiten, um eine "angemessene Antwort zu geben", sollte das Bündnis seine Pläne umsetzen, sagte Putin. "Unsere Partner sollten dies besser nicht tun, da dieser Schritt unsere Antwort nur verstärken würde." Die Pläne für die Raketenabwehr in Europa blieben ungeachtet der Rhetorik westlicher Politiker "ein Teil des Wettrüstens", sagte Putin.

Russland lehnt das System als Gefährdung seiner Sicherheit vehement ab und hat wiederholt mit der Stationierung atomar bestückbarer Langstreckenraketem in der Ostsee-Exklave Kaliningrad rund um das frühere Königsberg gedroht.


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