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Terrorchef in Pakistan vermutet: Weiß die Nato, wo bin Laden sich versteckt?

Neue Spekulationen um Osama bin Laden: Der US-Nachrichtensender CNN meldete am Montag unter Berufung auf einen nicht näher bezeichneten hochrangigen NATO-Vertreter, der Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida halte sich im Nordwesten Pakistans auf.

Ein Nato-Vertreter hat laut einem Bericht des US-Fernsehsenders CNN detaillierte Informationen über das Versteck von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in Pakistan preisgegeben. Der international gesuchte Terroristenführer stehe in den nordwestlichen Stammesgebieten Pakistans unter dem Schutz der örtlichen Bevölkerung und einiger Vertreter des pakistanischen Geheimdienstes, zitierte CNN am Montag den Nato-Vertreter, dessen Name nicht genannt wurde. "Niemand von Al-Kaida lebt in einer Höhle", fügte er hinzu.

Der Nato-Vertreter führte laut CNN aus, bin Laden lebe in einem recht komfortablen Haus in der Nähe seines Stellvertreters Aiman el Sawahiri. Die pakistanische Regierung hatte wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, sie gewähre bin Laden Schutz.

Nach Angaben des Nato-Vertreters bewegte sich bin Laden in den vergangenen Jahren in den unwegsamsten Regionen Pakistans auf einer Fläche von mehreren hundert Quadratkilometern. Er hielt sich demnach zwischen der Bergregion Chitral unweit der Grenze zu China und dem Kurram-Tal auf, das an die afghanische Region Tora Bora angrenzt. Tora Bora war während des US-geführten Einmarschs in Afghanistan vor neun Jahren ein Rückzugsort der radikalislamischen Taliban. Dort soll sich auch bin Laden aufgehalten haben, bevor er angeblich Ende 2001 floh. Die USA haben auf bin Laden ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (18 Millionen Euro) ausgesetzt.

CNN zitierte den Nato-Vertreter überdies mit der Aussage, der Taliban-Chef Mullah Omar habe in den vergangenen Monaten zwischen den pakistanischen Städten Quetta im Nordwesten und Karachi im Süden gelebt. Der Nato-Vertreter wollte dem Bericht zufolge nicht sagten, wie die Nato an die Informationen gelangt sei. Er habe aber Zugang zu "einigen der sensibelsten Informationen des Nato-Bündnisses", erklärte CNN auf seiner Website. Der Nato-Vertreter zeichnete dem Sender zufolge ein düsteres Bild vom Kampf gegen islamistische Kämpfer. "Von Jahr zu Jahr kann der Aufstand mehr und mehr Personal hervorbringen", sagte er demnach.

AFP/APN