HOME

Trauerfeier von Nelson Mandela: Staatschefs verewigen sich auf "Selfie"

Es ist ungewöhnlich für eine Trauerfeier, doch der Abschied von Nelson Mandela war ein freudiges Gedenken an sein Lebenswerk. Auch bei einigen Staatschefs herrschte eine gelöste Stimmung.

Bei der Trauerfeier für den südafrikanischen Anti-Apartheitskämpfer und Politiker Nelson Mandela war die Stimmung trotz des traurigen Anlasses freudig. Wie auf diesem Schnappschuss zu sehen ist, verewigten sich David Cameron, Helle Thorning-Schmidt und Barack Obama auf einem "Selfie". Dies zeigt nicht nur die private Seite der Regierungschefs von Großbritannien, Dänemark und den USA, sondern zeugt auch von der generell positiven Stimmung im Stadion von Johannesburg. Man kann es als geschmacklos kritisieren, doch der Moment offenbart: Auch für Politiker von Weltrang war die Gedenkveranstaltung ein historisches Ereignis – von dem sie gerne ein Souvenir in Foto-Form behalten.

Ganz im Geiste des verstorbenen Friedensnobelpreisträgers bot die Feier auch die Chance für politische Entscheidungsträger aufeinander zuzugehen. Barack Obama, der in einem historischen Moment die Hand von Raul Castro schüttelte, erhielt einen tosenden Applaus für seine Laudatio auf Mandela. Der unter Korruptionsverdacht stehende Präsident Südafrikas, Jacob Zuma, war hingegen beim Publikum alles andere als beliebt und wurde laut ausgebuht.

Nicht mal das schlechte Wetter in und um die südafrikanische Metropole Johannesburg konnte die Stimmung trüben. Cyril Ramaphosa, Vizepräsident der Regierungspartei "ANC", hatte die Feier mit den Worten eröffnet: "Unsere Tradition besagt, wenn es während deiner Beerdigung regnet, heißen dich deine Götter im Himmel wilkommen". So tanzten und feierten die Menschen im Stadion und in den Straßen das Lebenswerk ihres "Tata". Ganz nach dem Motto: Man ist froh ihn gehabt zu haben.

amt