Trotz Madrider Kurswechsel Alliierte stehen zu Irak-Einsatz


Nach der angekündigten Kehrtwende Spaniens in seiner Irak-Politik haben zahlreiche Koalitionspartner der USA ihr weiteres Engagement in Irak bekräftigt - unter anderem Großbritannien, Dänemark und Polen.

Nach der angekündigten Kehrtwende Spaniens in seiner Irak-Politik haben zahlreiche Koalitionspartner der USA ihr weiteres Engagement in Irak bekräftigt. Ein Truppenabzug bedeute den Sieg für Terroristen, verlautete am Montag aus Polen. Der designierte spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hatte nach seinem überraschenden Wahlsieg erklärt, er wolle die Truppen bis Ende Juni abziehen, falls der Einsatz nicht unter die Kontrolle der Vereinten Nationen gestellt würde.

Der amerikanische Außenamtssprecher Adam Ereli sagte am Montag, die USA gingen davon aus, ein UN-Mandat für die Streitkräfte sei bereits in einer Resolution des Weltsicherheitsrats enthalten. Zudem könne bis Ende Juni eine neue Resolution verabschiedet werden.

US-Gratulation zum Wahlsieg

US-Präsident George W. Bush gratulierte Zapatero am Montag in einem Telefonat zu seinem Wahlsieg. Laut dem Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, spachen die beiden Politiker über den gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus, nicht jedoch über das Thema Irak.

Auch Großbritannien, Bulgarien, Dänemark, Tschechien und die Ukraine betonten, sie wollten an ihrer militärischen Präsenz in Irak festhalten. Der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi sagte, Zapateros Entscheidung ändere nichts an der geplanten Entsendung japanischer Truppen, die sich am Wiederaufbau Iraks beteiligen sollen.

Zapateros Sozialisten (PSOE) errangen bei der Parlamentswahl am Sonntag 164 der 350 Sitze im Parlament. Die bisher regierende konservative Volkspartei (PP) des scheidenden Ministerpräsidenten Jose Maria Aznar kam mit ihrem Spitzenkandidaten Mariano Rajoy auf 148 Sitze.

AP AP

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