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Verhandlungen in Istanbul: Türkei im Kampf gegen den IS weiter zurückhaltend

US-Vizepräsident Joe Biden hatte sich mehr erhofft: Bei Gesprächen mit dem türkischen Präsidenten wollte er den Nato-Partner zu mehr Entschlossenheit gegenüber dem IS bewegen - doch Erdogan zögert.

Der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (l.) und US-Vizepräsident Joe Biden in Istanbul: "Wir haben auch über die Zukunft Syriens gesprochen".

Der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (l.) und US-Vizepräsident Joe Biden in Istanbul: "Wir haben auch über die Zukunft Syriens gesprochen".

Die Türkei und die USA sind sich in der Position gegenüber der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zwar näher gekommen, eine aktivere Beteiligung Ankaras an der Koalition gegen die Dschihadisten bleibt aber weiter aus. Nach mehrstündigen Gesprächen von US-Vizepräsident Joe Biden mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Istanbul gab es lediglich "einen Konsens in mehreren regionalen Fragen", wie der türkische Staatschef erklärte.

Auch Biden sagte lediglich, dass er mit Erdogan Gespräche über die Arbeit der internationalen Koalition "mit dem Ziel der endgültigen Niederlage des IS" geführt habe. "Und wir haben auch über die Zukunft Syriens gesprochen", fügte er hinzu. Weitere Details über die Unterredung wurden nicht genannt.

135 Millionen Dollar für Flüchtlinge

Die USA wünschen sich von Ankara ein stärkeres Engagement im Kampf der internationalen Gemeinschaft gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Unter anderem möchten die USA auch den Stützpunkt Incirlik für Luftschläge gegen die Dschihadisten nutzen.

Biden kündigte am Samstagabend noch eine weitere Millionenhilfe der USA für die vom Bürgerkrieg betroffene syrische Bevölkerung an. Die Summe von 135 Millionen Dollar (110 Millionen Euro) sei für Flüchtlinge im eigenen Land wie auch in Nachbarländern wie der Türkei bestimmt, teilte das Weiße Haus am Samstag in Washington mit.

amt/DPA / DPA