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Ukraine: Timoschenko will sich an Charité behandeln lassen

Seit ihrer Haft leidet Julia Timoschenko unter starken Rückenschmerzen. Bald wird die ehemalige ukrainische Regierungschefin nach Berlin reisen, um sich in die Obhut der Charité-Ärzte zu begeben.

Die neue, alte ukrainische Hoffnungsträgerin Julia Timoschenko will ihr Bandscheibenleiden in Deutschland behandeln lassen. Im März wird sie deswegen nach Berlin reisen und dort die Charité konsultieren. Die bis vor wenigen Tagen noch Inhaftierte Ex-Regierungschefin habe eine Einladung von Angela Merkel angenommen, teilte Timoschenkos Vaterlandspartei mit. Demnach will die 53-Jährige zunächst den Gipfel der Europäischen Volkspartei am 6. und 7. März in Dublin besuchen. "Danach fährt sie in die Charité für eine unverzügliche Behandlung", hieß es. Timoschenko war während ihrer Haft an dem Rückenleiden erkrankt und dort bereits von Experten der Charité behandelt worden.

Merkel habe außerdem an Timoschenko appelliert, sich für den Zusammenhalt des Landes und der bisherigen Opposition einzusetzen und auf die Menschen im Osten des Landes zuzugehen. Timoschenko war am Samstag nach zweieinhalb Jahren Haft freigelassen worden. "Die Diktatur ist gestürzt", verkündete die 53-Jährige auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Die Ex-Regierungschefin will möglicherweise für die Präsidentschaftswahlen kandidieren, die das ukrainische Parlament für den 25. Mai angesetzt hat.

nik/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters