Zwischenfall Russland soll Georgien bombadiert haben


Georgien wirft seinem Nachbarn Russland vor, das Land mit Kampfflugzeugen angegriffen zu haben. Dem Innenminister Georgiens zufolge, soll die Bombe, andere Berichte sprechen von einer Rakete, aber nicht explodiert sein. Russland dagegen sagt, es wisse von nichts.

Georgien hat Russland vorgeworfen, mit Hilfe von zwei Kampfflugzeugen in seinen Luftraum eingedrungen zu sein und eine Rakete auf ein Dorf im Nordosten des Landes abgefeuert zu haben. Anderen Berichten zufolge soll es sich um eine 700 Kilogramm schwere Bombe gehandelt haben.

Die Waffe sei wenige Meter von einem Haus entfernt zu Boden gegangen und glücklicherweise nicht explodiert, auch sei niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Tiflis. Innenminister Wano Merabischwili sprach von einem "Akt der Aggression". Der Zwischenfall ereignete sich demnach am Montagabend.

Russland hat Vorwürfe allerdings zurückgewiesen. "Die russische Luftwaffe hat weder am Montag noch am Dienstag Einsätze über Georgien geflogen", sagte Oberst Alexander Drobischewski der Nachrichtenagentur Reuters.

Russland unterstützt die abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien moralisch und finanziell. Die Regierung in Moskau hat Georgien wiederholt vorgeworfen, eine anti-russische Politik zu betreiben. Georgien betrachtet die Provinzen hingegen als Teil seines Landes und ist strikt gegen eine Unabhängigkeit.

Vor fünf Jahren beschuldigte Georgien schon einmal das Nachbarland, Kampfflugzeuge über sein Territorium zu schicken. Russland bestritt dies stets.


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