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"Immense Schäden" Friedrich warnt vor Cyberattacken


Vor der Eröffnung des Cyber-Abwehrzentrums in Bonn hat Innenminister Friedrich vor zunehmenden Hackerattacken auf die Strom- und Wasserversorgung gewarnt. Sie könnten immense Schäden anrichten.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) befürchtet eine Zunahme von Cyberangriffen auf die Strom- und Wasserversorgung in Deutschland. "Kritische Infrastrukturen wie etwa die Strom- und Wasserversorgung kommen heutzutage ohne hochmoderne IT-Systeme nicht mehr aus", sagte er der "Frankfurter Rundschau". "Die Gefahr von Cyberangriffen auf diese Systeme wächst ständig." Derartige Attacken könnten nach Aussage des Ministers immense Schäden anrichten, die erhebliche Teile der Bevölkerung direkt betreffen würden. "Um dies zu verhindern, hat die Bundesregierung eine Cyber-Sicherheitsstrategie entwickelt."

Friedrich will heute in Bonn das Nationale Cyber-Abwehrzentrum eröffnen. Die Einrichtung soll die Zusammenarbeit staatlicher Stellen im Kampf gegen Bedrohungen aus dem Internet verbessern. Das Zentrum hat seine Arbeit schon Anfang April aufgenommen. Seitdem wurden dort täglich zwischen drei und fünf neue Fälle von Angriffen aller Art auf Computersysteme registriert. Federführend ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Auch Smartphones, Netbooks und Tablet-PCs in Gefahr

Die Methoden von IT-Angriffen "werden immer raffinierter, und die Abwehr von Angriffen erfordert einen immer höheren Aufwand", zitiert die "Frankfurter Rundschau" aus dem aktuellen Lagebericht IT-Sicherheit 2011, der heute vorgestellt wird. Angriffe auf IT-Systeme habe es zwar schon immer gegeben, jedoch habe sich deren Intensität und Charakter verändert, heißt es in dem Papier. "Zu der quantitativ hohen Zahl der Angriffe kommt eine neue Qualität zielgerichteter Attacken hinzu."

In dem Bericht wird laut "Financial Times Deutschland" vor Angriffen aus dem Internet auf mobile Kleincomputer gewarnt. "Eine zunehmende Herausforderung liegt in der raschen Verbreitung von Smartphones, Netbooks und Tablet-PCs, durch die die Angriffsfläche für Cyberkriminelle erheblich vergrößert wurde", zitiert das Blatt aus der Lageanalyse. Besonders für die Wirtschaft sei der Befund problematisch. "Da immer häufiger wichtige Geschäftsdaten auch von unterwegs genutzt, verarbeitet und über Mobilfunkschnittstellen übertragen werden, rechnet das BSI auch künftig mit einer Zunahme von Angriffen gegen mobile Endgeräte."

mad/DPA DPA

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