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Annette Widmann-Mauz: Eine Weihnachtskarte ohne "Weihnachten" - Integrationsbeauftragte im Kreuzfeuer der Kritik

Annette Widmann-Mauz, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, hat Ärger wegen einer Weihnachtskarte. Denn auf der Karte kommt das Wort "Weihnachten" gar nicht vor. Das stößt vielen übel auf.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, legt vor einer hellblauen Wand den Kopf schräg

Annette Widmann-Mauz, die  Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, hat Ärger wegen ihrer Weihnachtskarte

DPA

"Egal woran Sie glauben... wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit und einen guten Start ins neue Jahr", heißt es auf einer Karte der CDU-Politikerin Annette Widmann-Mauz, die Staatsministerin bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist. Dafür erntet Widmann-Kauz viel Kritik. Denn die gerade verschickte Karte ist eine Weihnachtskarte, die ohne das Wort "Weihnachten" auskommt.

Besonders stößt einigen auf, dass Widmann-Mauz mit anderen religiösen Glückwünschen keine Probleme hatte: Zum Beginn des jüdischen Lichterfestes Chanukka schrieb sie auf Twitter: "Chanukka Sameach! Ich wünsche allen Jüdinnen und Juden ein frohes und gesegnetes Chanukka". Und zum islamischen Ramadan twitterte sie: "Ich wünsche allen Musliminnen und Muslimen in Deutschland anlässlich des Ramadan eine gesegnete und besinnliche Fastenzeit."

Sevim Dagdelen, Migrationsexpertin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, kritisierte in der "Bild": "Es ist bedauerlich, dass falsch verstandene Toleranz augenscheinlich dazu führt, dass Weihnachten, das Fest der Liebe, unsichtbar wird."

Widmann-Mauz hört Kritik von allen Seiten

Den Psychologen, Autoren und Islam-Experten Ahmad Mansour zitierte "Bild" mit den Worten: "Selbstbewusst ist anders! Selbstverständlich muss man Christen beglückwünschen können, vor allem als Politikerin und als Integrationsbeauftragte!"

Auch aus der eigenen Partei gibt es Kritik. Sylvia Pantel (CDU), Mitglied im Familienausschuss des Bundestages, sagte: "Wer als Regierungsmitglied in der Weihnachtszeit eine Grußkarte mit den Worten 'Egal woran Sie glauben' verschickt, muss sich fragen lassen, für welche Werte er steht und welche Bedeutung die Karte haben soll." CDU-Innenexperte Marc Henrichmann meinte: "Integrieren kann nur, wer eigene Werte nicht ausblendet, sondern sie überzeugt vertritt."

Ein Foto der Karte, auf dem Widmann-Mauz mit ihrem Team zu sehen ist, postete die Politikerin am Dienstagabend selbst auf Twitter und Facebook. Dazu schrieb sie: "Fröhliche Weihnachten allen in Deutschland!" Am Sonntag hatte sie bei Facebook außerdem gepostet: "Ich wünsche Ihnen einen schönen 3. Advent!"

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Quellen: Widmann-Mauz auf Twitter, Bild.

tkr mit / DPA