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Aschewolke über Süddeutschland: Flughäfen verärgert über Luftraumsperrung

Die Betreiber der Flughäfen Friedrichshafen, München und Karlsruhe haben das teilweise Flugverbot der Deutschen Flugsicherung als "schwer nachvollziehbar" kritisiert. Auf den Airports München, Stuttgart, Friedrichshafen und Karlsruhe/Baden-Baden fielen insgesamt über 600 Flüge aus.

Durch die mehrstündige Sperrung des Luftraums am Sonntag wegen Vulkanasche sind an den Flughäfen Stuttgart, Friedrichshafen und Karlsruhe/Baden-Baden rund 90 Flüge ausgefallen.

Das Vorgehen der Flugsicherungsbehörden wurde am Montag kritisiert. "Die Entscheidungswege sind schwer nachvollziehbar", sagte Friedrichshafens Flughafenchef Hans Weiss der Nachrichtenagentur dpa. Im benachbarten schweizerischen Altenrhein am Bodensee sowie in Zürich war der Luftraum freigegeben. Auch dass Sichtflüge nicht erlaubt waren, konnte Weiss nicht nachvollziehen.

Ähnliche Kritik äußerte auch ein Sprecher vom Baden Airport, der auf den unmittelbar nebenan gelegenen freien elsässischen Luftraum hinwies. Bei Sichtflugerlaubnis hätten die Maschinen über die Schweiz oder Frankreich anfliegen können und nach den letzten wenigen Kilometer im Sichtflug an Bestimmungsort landen können. So fanden sich Gran Canaria-Urlauber in Zürich, Saarbrücken und Altenrhein wieder statt in Friedrichshafen oder Rheinmünster. Auch kleine Privatflugzeuge durften nicht fliegen, die meist mit Kolbenmotoren ausgestattet sind, denen die Asche nichts anhaben kann, monierte Weiss. Am Vortag hatten Lufthansa und Air Berlin bereits die Sperrungen heftig kritisiert.

"Die Sperrung kam für uns sehr überraschend, wir hatten knapp eine halbe Stunde Vorlaufzeit, um überhaupt reagieren zu können. Das war zu wenig", rügte Ralf Schmid, Geschäftsführer des Flughafens Memmingen. Der Münchner Flughafen sah es ähnlich: "Es war nicht so viel Vorlauf dieses Mal und das hat es etwas erschwert", erklärte ein Sprecher. Der Airport war Sonntag von 15.00 Uhr bis 21.00 Uhr gesperrt. Schmid forderte für die Zukunft ein abgestuftes Informationssystem zur besseren Vorbereitung. Der Flughafen Memmingen war von 14.00 Uhr bis 22.00 Uhr gesperrt.

DPA, Reuters / DPA / Reuters