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Schlag 12 - der Mittagskommentar zu Thüringen: Mach et, Bodo!

Bodo Ramelow - ein linker Ministerpräsident in Thüringen? Bevor wir den Untergang des Abendlands einläuten: tief durchatmen. Keine Panik. Dieses Land wird's überleben.

Von Axel Vornbäumen

Blickt zu sehr nach links, dieser Linke? Für viele, ja. Aber wichtiger: Kann er was?

Blickt zu sehr nach links, dieser Linke? Für viele, ja. Aber wichtiger: Kann er was?

Der letzte Bodo, der zu weit links stand und damit für Deutschland doch ganz erheblichen Schaden anrichtete, hieß mit vollständigem Namen Bodo Illgner. Im WM-Viertelfinale gegen Bulgarien war es, als ein Flugkopfball zum 1:2 neben dem deutschen Nationaltorwart rechts oben einschlug. Danach war Feierabend. Im Sommer 1994 war das. Schlimm!

Wenn man sich heute, da in Erfurt der Koalitionsvertrag einer rot-rot-grünen Regierung unterzeichnet wird, an Illgners Missgeschick erinnern sollte, dann vornehmlich aus zwei Gründen. Erstens: Wir haben es überlebt. Zweitens: Die Sache ist nun auch schon wieder über 20 Jahre her, woran man erkennen kann, dass Zeit viele Wunden heilt.

Bodo Ramelow heißt der Mann, der womöglich vom 5. Dezember an eine rot-rot-grüne Koalition als Ministerpräsident in Thüringen führen wird. Vielen steht er zu weit links - und dies offen zu artikulieren, steht auch jedem frei. Man muss ihn und seinen fatalen Hang zum Rollkragenpullover in der Tat nicht mögen, und dass er seinen Hund nach dem Hunnenkönig Attila nennt, auch nicht. Aber fest steht eben auch, dass dieser linke Christ aus Niedersachsen weder mit Mauerbau noch sonstigen Auswüchsen des DDR-Unrechts je zu tun hatte, was in der Waagschale der politischen Beurteilung dieses Mannes dann doch mehr Gewicht haben sollte. 25 Jahre nach Mauerfall wäre es an der Zeit, dass auch hier die Wunden, nun, zumindest vernarben.

Keine Panik. Lasst den Bodo erstmal machen

Einen Kulturkampf auf dem Rücken von Ramelow auszutragen ist jedenfalls unanständig. Das sei all denen gesagt, die nun befürchten, dass mit Ramelows Wahl der Untergang des Abendlandes bevorstünde. Und vor allem denen, die aus niederen Beweggründen nur so tun.

Ob Ramelow gewählt wird, am 5. Dezember im Erfurter Landtag, das ist längst noch nicht ausgemacht. Zu knapp ist die Mehrheit von einer Stimme, als dass der neue Stern der Linken jetzt schon sicher sein könnte. Wer ihm dann aus den Koalitionsfraktionen als "Bodo-Mörder" die Gefolgschaft verweigern sollte, der verwechselt Gewissensentscheidung mit knallhartem Machtkalkül. Was auch immer es ist: Ein Beitrag zur politischen Kultur wäre diese Gefolgsverweigerung im Geheimen nicht. "Thüringen, Thüringen, Thüringen", singt der Liedermacher Rainald Grebe, "ist eines von den schwierigen - Bundesländern. Denn es kennt ja niemand außerhalb von Thüringen". Da steckt viel Wahrheit drin - und ein Auftrag zur Gelassenheit. Auf fünf Jahre ist der heute in Erfurt unterzeichnete Koalitionsvertrag ausgelegt. Das ist zu wenig Zeit, um ein Bundesland zu ruinieren. Und Zeit genug, um hinzuschauen, was er kann, dieser Bodo, der vielen zu weit links steht. Man sollte ihn jetzt einfach mal machen lassen.

Axel Vornbäumen wettet gerne. Er ist gespannt, ob es Ramelow am 5. Dezember schafft. Einen größeren Betrag auf seine Wahl würde er aber nicht setzen. Dem Autor kann man auf Twitter folgen unter @avornbaeumen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(