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Chancen auf EU-Beitritt weiter gesunken Merkel kritisiert Vorgehen Serbiens im Kosovo


Serbien ist nach Ansicht von Angela Merkel derzeit nicht reif dafür, von der EU offiziell als Beitrittskandidat anerkannt zu werden. Derweil sind Verhandlungen zwischen Serben und Albanern unter EU-Vermittlung in Brüssel ohne Ergebnis geblieben.

Bei ihrer Regierungserklärung im Bundestag kritisierte Bundeskanzlerin Angela Merkel das Vorgehen Serbiens im Kosovo. Dies trage nicht dazu bei, den Kandidatenstatus für einen EU-Beitritt zu bekommen. Ein Weg Serbiens in die EU führe nur über eine Normalisierung der Beziehungen zum Kosovo. In den vergangenen Tagen habe Serbien zu einer Atmosphäre beigetragen, in der deutsche KFOR-Soldaten im Norden Kosovos angegriffen worden seien.

Derweil sind zweitägige Verhandlungen zwischen Serben und Albanern unter EU-Vermittlung in Brüssel ohne Ergebnis geblieben. Damit sind die Chancen Serbiens weiter geschwunden, in der nächsten Woche EU-Beitrittskandidat zu werden.

Der serbische Unterhändler Borislav Stefanovic berichtete am frühen Freitag in der belgischen Hauptstadt, es sei auch kein neues Treffen vereinbart worden. Bei den Verhandlungen ging es um die beiden seit Monaten umkämpften Grenzübergänge Jarinje und Brnjak zwischen dem Norden Kosovos und Serbien.

Die Serben wollten bei dem Ringen in Brüssel keinerlei Staatsgrenzen zwischen den beiden Ländern anerkennen, weil sie das vor knapp vier Jahren abgefallene Kosovo weiter als ihr Staatsgebiet bezeichnen. Die EU hatte die gemeinsame Kontrolle der beiden Grenzposten durch Albaner und Serben vorgeschlagen.

AFP/DPA DPA

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