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Die Morgenlage: Merz? Laschet? Spahn? Oder gar Söder? CDU spricht jetzt von Teamlösung

Behinderungen bei der Bahn durch Unwetterschäden +++ Jetzt schon 1770 Corona-Tote in China +++ AfD-Rechtsaußen Höcke bei Pegida-Marsch in Dresden erwartet +++ Die Lage am Montag.

Spahn Laschet und Merz hinter CDU-Logo

Die drei von der Parteispitze: Sind Jens Spahn, Armin Laschet und Friedrich Merz im Team am stärksten? Die CDU denkt drüber nach.

DPA

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

wie soll es weitergehen mit der CDU nach dem Verzicht von Annegret Kramp-Karrenbauer auf Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur? Die Frage treibt die Regierungspartei um, und sie wird von ihr getrieben. Die große Angst geht um, den Neuen oder die Neue zu "verbrennen", ehe der Wahlkampf zur Bundestagswahl überhaupt begonnen hat. Entscheidungsfreude? Fehlanzeige! Und so passiert, was in solchen Fällen häufig geschieht: Immer mehr Spitzenpolitiker aus der Union denken an eine Teamlösung bei der Neuaufstellung. Parteivize Thomas Strobl betonte am Abend im ZDF, dass die CDU "drei exzellente Bewerber" habe. "Es könnte ja auch sein, dass wir in den nächsten Tagen uns darum bemühen, ein Team zu bilden, in dem die Stärken aller drei Bewerber zur Geltung kommen", sagte der baden-württembergische CDU-Chef. Denn, wie sagte Markus Söder am Abend bei "Anne Will" so schön: "Der Parteivorsitz ist das eine. Aber das andere ist die Kanzlerkandidatur." Ganz genau: Vor allem für einen Kandidaten aus der CSU. Heute wird in verschiedenen Gremien weiter getagt.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Unwetterschäden beeinträchtigen Bahnverkehr in mehreren Bundesländern

Unwetterschäden haben den Bahnverkehr in mehreren Bundesländern beeinträchtigt. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, entfielen auf der Strecke Münster/Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen mehrere Halte. Es sei mit einer Reisezeitverlängerung von bis zu 60 Minuten zu rechnen. Auch auf der Strecke Dortmund/Essen/Duisburg/Köln wurden Fernverkehrszüge umgeleitet. Dies führe dort zu etwa 20-minütigen Verspätungen. Beeinträchtigungen im Fernverkehr gab es laut Bahn auch in Niedersachsen und Bremen. Auf der Strecke von Hamburg nach Berlin wurden Fernverkehrszüge über Stendal umgeleitet.

Zahl der Coronavirus-Toten in China steigt auf 1770

Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus in China ist auf 1770 gestiegen. 105 weitere Menschen starben an den Folgen der Erkrankung, davon 100 in der besonders betroffenen Provinz Hubei, wie die nationale Gesundheitskommission am Montag mitteilte. Insgesamt wurden mehr als 2000 Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Krankheitsfälle in Festlandchina stieg damit auf mehr als 70.500. Die allermeisten Todes- und Infektionsfälle treten weiterhin in Hubei auf. Von dort wurden am Montag weitere 1933 Fälle von Ansteckungen mit dem Erreger gemeldet. Die Behörden haben die Provinz weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. Die USA haben unterdessen hunderte ihrer Staatsbürger von dem in Japan unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" geholt. 40 US-Passagiere hätten sich infiziert und müssten in Krankenhäusern in Japan bleiben, hieß es.

Sturm "Dennis" sorgt in Großbritannien für Flut und Chaos

Nach "Ciara" hat mit "Dennis" das zweite Wochenende in Folge ein schwerer Sturm Großbritannien heimgesucht und für Überschwemmungen, Verkehrschaos und Stromausfälle gesorgt. Hunderte Flüge wurden gestrichen, Soldaten mobilisiert, im Süden von Wales wurde wegen starker Regenfälle die höchste Warnstufe ausgerufen. Bis gestern Mittag zählte das Umweltamt eine Rekordzahl von fast 600 Flutwarnungen. Mindestens ein Mensch kam durch das Unwetter ums Leben. Sturm- und Flutwarnungen gab es vom Süden Schottlands bis Wales im Südwesten von England. 

Das wird heute wichtig:

Höcke zu Pegida-Marsch in Dresden erwartet – Protest formiert sich

Die islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bewegung geht am Montag zum 200. Mal in Dresden auf die Straße. Zu der Kundgebung wird auch der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke erwartet. In der sächsischen Landeshauptstadt hat sich breiter gesellschaftlicher Widerstand dagegen formiert. Unter dem Motto "Demokratie braucht Rückgrat" rufen die Dresdner Kreisverbände von CDU und FDP sowie die Sächsische Bibliotheksgesellschaft (SäBiG) zu einer Kundgebung auf. Die Organisatoren rechnen mit rund 1000 Teilnehmern. 

EU-Außenminister beraten über Waffenembargo gegen Libyen 

Die EU-Außenminister beraten am Montag (9.30 Uhr) über Möglichkeiten zur Überwachung des UN-Waffenembargos gegen Libyen. Dabei stand zuletzt auch eine Wiederbelebung einer EU-Marinemission im Raum. Dies dürfte jedoch am Widerstand weniger EU-Staaten scheitern. Für Deutschland wird Außenminister Heiko Maas zu dem Treffen in Brüssel erwartet. Neben der Libyenkrise soll es am Montag auch um die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten gehen. Außerdem wollen die Minister über die Lage in der umkämpften syrischen Provinz Idlib sowie in der Sahelzone beraten.

Politik: Münchner Sicherheitskonferenz zeigt Gräben zwischen EU, USA und China

Linke, SPD und Grüne sprechen mit der CDU über mögliche Ramelow-Wahl 

Über mögliche Wege aus der Regierungskrise in Thüringen wollen Vertreter von Linke, SPD und Grünen an diesem Montag mit CDU-Abgeordneten sprechen. Die Christdemokraten lehnen es bislang ab, den früheren Linke-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow aktiv in das Amt des Regierungschefs mitzuwählen. Die Linke dagegen besteht darauf, dass Ramelow im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt wird – ohne dabei von Stimmen der AfD abhängig zu sein. Den Christdemokraten verbietet ein Bundesparteitagsbeschluss jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD und den Linken. Linke, SPD und Grüne kommen im Parlament in Erfurt zusammen aber nur auf 42 Stimmen, für eine absolute Mehrheit wären 46 Stimmen nötig. 

Abriss der Brandruine im Zoo Krefeld beginnt - Mehr Tiere tot als bekannt

Gut sechs Wochen nach dem schweren Brand im Krefelder Zoo beginnen am Montag die Abrissarbeiten an dem ausgebrannten Affenhaus. Wie aus einer Vorlage für den Stadtrat hervor geht, sollen zunächst die stählernen Überreste des Dachs abgetragen werden. In dem Papier wird auch erwähnt, dass das verheerende Feuer mehr als 50 Tiere getötet habe. Bisher war von rund 30 Tieren die Rede gewesen.

Prozess um tödliches Autorennen in Moers: Urteil möglich

Im Prozess um ein mutmaßliches Autorennen mit einem unbeteiligten Todesopfer in Moers fällt das Landgericht Kleve womöglich am Montag ein Urteil. Angeklagt sind zwei 22 Jahre alte Männer aus Duisburg, ein Deutscher und ein Kosovare. Sie sollen sich im vergangenen April in Moers mit ihren über 550 und 600 PS starken Autos auf einer zweispurigen Wohnstraße ein Rennen geliefert haben. 

rös / dho / DPA / AFP