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Entlassener Bundesumweltminister: Röttgen plant keine Stellungnahme

Hat Volker Kauders Aufruf Wirkung gezeigt? Über die "FAZ" rief der Fraktionschef der Union den geschassten Bundesumweltminister dazu auf, keine eigene Stellungnahme zu den Umständen seiner Entlassung zu veröffentlichen. Röttgen will nun schweigen.

Der scheidende Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will sich vorerst nicht zu den Hintergründen seiner Entlassung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußern. "Es gibt keine Stellungnahme zu den Vorgängen und auch keine Ankündigung - außer, dass Herr Röttgen im nächsten Jahr, 2013, wieder für den Bundestag kandidieren wird", sagte eine Ministeriumssprecherin in Berlin. Die Amtsübergabe an Peter Altmaier (CDU) solle am Dienstag im Bundesumweltministerium intern erfolgen, sagte sie.

Regierungssprecher Georg Streiter rechtfertigte erneut die Entlassung Röttgens nach der CDU-Pleite bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Der Schritt sei das Ergebnis eines Prozesses gewesen. "Die Bundeskanzlerin wünscht sich einen Neuanfang, und den wird sie dann auch bekommen." Auf Fragen, ob es wie kolportiert in der Energiewirtschaft tatsächlich Unzufriedenheit über Röttgens Kurs bei der Energiewende gegeben habe, ging Streiter nicht näher ein. Merkel hatte sich vor der Entlassung Röttgens öffentlich nicht unzufrieden gezeigt mit dessen Umsetzung der Energiewende.

ono/DPA / DPA