VG-Wort Pixel

Seehofer kritisiert Gabriels Gespräch mit Pegida "Nicht mit diesen Leuten"


Sollten Politiker mit Pegida-Anhängern sprechen? CSU-Chef Horst Seehofer lehnt dies ab und distanziert sich vom Pediga-Dialog des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel. Auch in der SPD ist man sich uneins.

CSU-Chef Horst Seehofer lehnt Gespräche der Politik mit Anhängern der Pegida-Bewegung ab. Damit ging er am Montag deutlich auf Distanz zum SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, den er für dessen Dialog mit Pegida-Anhängern kritisierte. Doch auch in den eigenen Reihen der SPD bekam Gabriel nicht nur Zuspruch.

"Ein führender Politiker muss immer wissen, welche Eindrücke er damit auslöst", sagte Seehofer am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München vor Journalisten. Er halte nichts davon, sich mit diesen Leuten zusammen zu setzen und habe bei solchen Kontakten "große Skepsis".

Gabriel hatte am Freitagabend in Dresden an einer Diskussion der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung mit Anhängern und Gegnern von Pegida teilgenommen.

Uneinigkeit in der SPD

Selbst in den eigenen Reihen der SPD gab es Uneinigkeit über den Umgang mit Pegida. Während Generalsekretär Yasmin Fahimi eine Teilnahme an solchen Veranstaltungen kürzlich als "falsches Zeichen" bezeichnete, zeigte sich Fraktionschef Thomas Oppermann offen für den Dialog. Außenminister Frank-Walter Steinmeier lehnte zumindest die Gespräche mit den Pegida-Funktionären entschieden ab.

Gabriel betonte: "Ich würde jetzt auch nicht mit Organisatoren reden, die im Neo-Nazi-Raum stehen. Aber mit den Menschen, die dort hingehen, die Sorgen haben, und die verärgert sind über die Politik, natürlich muss man mit denen reden."

Seehofer: Nicht mit diesen Leuten

Seehofer betonte: "Ich habe ja immer gesagt, man muss die Sorgen, die Menschen umtreiben, immer zur Kenntnis nehmen als Politik. Das ist ja unser ständiger Auftrag. Aber ich halte nichts davon, dass man sich mit den Leuten zusammensetzt." Der CSU-Chef fügte hinzu: "Schauen Sie mal manche Lebensläufe an von führenden Leuten bei Pegida - man muss schon wissen, mit wem man es zu tun hat."

lie/AFP/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker