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Kommentar

"Witze" gegen Martin Schulz: Von Schafen und Göttern: Der alberne Wahlkampf der Jungen Union

Wie nervös ist die Union? Das Umfragehoch der SPD und ihres Kanzlerkandidaten Martin Schulz hält an. Im Vor-Wahlkampf setzt die Junge Union vermehrt auf Klamauk, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Paul Ziemiak, Vorsitzender der Jungen Union, hat vor allem SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz im Visier (Archivbild).

Paul Ziemiak, Vorsitzender der Jungen Union, hat vor allem SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz im Visier. Um Inhalte geht es erst einmal nicht (Archivbild).

Noch rund sechs Monate sind es bis zur Bundestagswahl am 24. September und schon jetzt steht fest: Der Wahlkampf findet nicht nur auf Marktplätzen und in Fußgängerzonen statt, sondern verstärkt auch im Netz. Dass es dabei nicht immer nur sachlich zugeht, zeigen die Parteien jetzt schon. Vor allem die Junge Union (JU) hat sich in den vergangenen Tagen auf SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz eingeschossen. Die JU bezeichnet ihr Vorgehen selbst als "ironisch", man kann es aber auch albern und verleumderisch nennen.

Während aus der Union immer wieder der Vorwurf laut wird, die SPD und ihr Kandidat würden keine Inhalte bieten, sind die Aktionen der CDU-/CSU-Jugendorganisation zum Teil genau das: inhaltsleer.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz

Junge Union im Wahlkampf-Modus: Martin Schulz als Zielscheibe

Los ging es am vergangenen Dienstag: Die Junge Union postete auf ihrer Facebook-Seite ein Bild in Anlehnung an das bekannte Sheepworld-Motiv ("Ohne dich ist alles doof!"). Martin Schulz als Zeichnung eines kugelrunden Mannes, der Deutschland doof findet, der den Fußball-WM-Titel für die DFB-Elf doof findet, der mehr Beamte bei der Bundespolizei doof findet und der sinkende Arbeitslosenzahlen doof findet. Dass sich Martin Schulz dahingehend geäußert hat, ist indes nicht bekannt. Fake-News im ironischen Gewand.


Für den Facebook-Post gibt es neben etwas Zuspruch vor allem ablehnende Reaktionen:


Und auch die JU-Aktion am Rande des SPD-Sonderparteitages am Sonntag in Berlin diente offenbar nur dazu, Martin Schulz lächerlich zu machen. Mit einer Barkasse ging es für Abgesandte der Jungen Union über die Spree. Fotos und Videos zeigen ihre Plakate auf dem Schiff: „Wasserschulzpolizei“, „Hey #Gottkanzler! Wenn du übers Wasser laufen kannst, komm rüber!“, „Möge die Bessere gewinnen!“ Inhalte? Fehlanzeige.


Fake-News im ironischen Gewand

Auch in diesem Fall fühlen sich sogar angeblich CDU-affine Menschen eher an einen Kindergarten erinnert als an eine politische Auseinandersetzung.


Zuletzt hat Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union, ein Zitat in den sozialen Netzwerken verbreiten lassen: „Hart arbeitende Menschen werden in Zukunft noch härter arbeiten müssen, um Schulz (sic!) Pläne mit ihren Steuern zu bezahlen.“


Zur Erinnerung: Noch hat die SPD - genauso wie die Union - noch gar kein Wahlprogramm vorgelegt. Die Pläne von Schulz, die Kosten für die Umsetzung von Wahlversprechen und deren Finanzierung können also noch gar nicht feststehen. Auch die Union will ihre Agenda erst im Sommer vorstellen. Bis dahin wird es also in den sozialen Netzwerken wahrscheinlich weiterhin eher um Phrasen und Klamauk als um Fakten gehen.

Auch die SPD mischt mit 

Allerdings ist diese Form der politischen Auseinandersetzung kein Alleinstellungsmerkmal der Jungen Union: Mit ihrem jüngst veröffentlichten Schulz-Zug-Handy-Spiel haben auch SPD-Anhänger bewiesen, dass sie die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten können. Die Android- und iOS-App ist vor rund zwei Wochen im Willy-Brandt-Haus entstanden. Die User müssen in ihr eine virtuelle Lok steuern, in deren Führerstand ein Pixel-Martin-Schulz sitzt. Unter anderem geht es darum, einen der AfD-Chefin Frauke Petry ähnlich sehenden Avatar zu überfahren.

Vielleicht sollten sich die Parteien einmal daran erinnern, was SPD-Chef Martin Schulz und CDU-Generalsekretär Peter Tauber versprochen haben: Einen fairen Wahlkampf. Und dazu gehören auch Respekt und Ehrlichkeit.


Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.