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Massenschlägerei in Flüchtlingsheim: Flüchtlinge gehen mit Messern und Steinen aufeinander los

Am Samstagabend kam es zunächst im Flüchtlingsheim in Berlin-Spandau zu einer Massenschlägerei. Flüchtlinge attackierten sich mit Feuerlöschern. Am Sonntag eskalierte die Gewalt in der Unterkunft am Flughafen Tempelhof.

Polizisten stehen auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Berlin Tempelhof vor vorrübergehend festgenommenen Flüchtlingen.

Polizisten stehen auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Berlin Tempelhof vor vorrübergehend festgenommenen Flüchtlingen. Bei einer Massenschlägerei waren Flüchtlinge mit Messern und Stangen aufeinander losgegangen.

Zahlreiche Flüchtlinge haben sich in Berlin in der Unterkunft im Hangar des ehemaligen Flughafens Tempelhof eine Massenschlägerei geliefert. Die Beteiligten seien mit Messern und Stangen auf einander losgegangen, teilte die Tempelhofer Direktion der Gewerkschaft der Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zwei Wachleute seien verletzt und 14 Flüchtlinge festgenommen worden. Ein Polizeisprecher bestätigte diese Angaben auf Nachfrage nicht. Bei der Essensausgabe seien am Sonntagnachmittag mehr als 100 Bewohner aneinandergeraten, sagte er.

Zuvor hatte es bereits am Samstagabend eine Massenschlägerei und anschließende Panik in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Spandau gegeben. Dabei wurden nach Angaben eines Feuerwehrsprechers sieben Menschen verletzt. Die Flüchtlinge seien mit Feuerlöschern aufeinander losgegangen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Unter den insgesamt etwa 500 Flüchtlingen hätten zum Teil "Angst und Panik" wegen der Auseinandersetzung geherrscht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 80 Beamten vor Ort.

Am Samstagabend gegen 22.40 Uhr waren die Beamten nach Angaben der Polizei erstmals zu der Unterkunft gerufen worden, nachdem es dort zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Bewohnern gekommen war. Mit der Unterstützung von Sicherheitskräften machte die Polizei einen Verursacher ausfindig und nahm in fest.

Ermittlungen wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch

Danach beruhigte sich die Lage zunächst und die Polizei zog sich zurück. Schließlich kam es den Angaben zufolge wiederholt zu Schlägereien in einer großen Menschenmenge. Dabei wurden Fenster zerstört, Sitzgarnituren umhergeworfen und Feuerlöscher entleert. Schließlich verließen etwa 500 Menschen das Gebäude, weil ihnen der Staub aus den Feuerlöschern Angst machte. Dabei wurden einige Bewohner verletzt.

Die Feuerwehr kümmerte sich um die Verletzten, kurz nach Mitternacht konnten alle Bewohner wieder in die Gebäude zurück, so die Polizei. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs eingeleitet. Zum Grund der Auseinandersetzungen machte die Polizei keine Angaben.

Zwei Weitere Schlägereien unter Flüchtlingen

In einer weiteren Flüchtlingsunterkunft im Berliner Stadtteil Kreuzberg, gerieten ein 18- und ein 17-Jähriger in Streit. Dabei erlitt der Jüngere eine Kopfverletzung, nachdem der Ältere nach Angaben der Polizei mit einem Gürtel auf ihn eingeschlagen hatte.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren syrischen Flüchtlingen in Klietz bei Stendal in Sachsen-Anhalt wurden nach Angaben der Polizei fünf Personen verletzt. Die herbeigerufene Polizei konnte die Situation beruhigen und die beteiligten Syrer trennen. Der Streit hatte sich  demnach in den Duschräumen zugetragen.

ivi / AFP