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Neuer CDU-Generalsekretär: Hermann Gröhe, der Frischling

Er ist Christ, er ist Schütze, er passt nicht so ganz zum schwarz-gelben Mainstream - deshalb ist die Berufung von Hermann Gröhe zum CDU-Generalsekretärs schon eine Überraschung. Wer ist Gröhe? Und warum wollte Merkel ihn?

Von Johannes Schneider

Das wirkt alles einen Tick zu bodenständig. "Mal ziellos durch die Stadt laufen oder einfach mal die Natur genießen", das sei für ihn Freude, bekennt der designierte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe in einem Imagevideo auf seiner Homepage – im Bild schnüffelt derweil ein Kaninchen an einem Erdloch, man sieht Neusser Bürgerhäuser, Parks und Landschaft. Und überhaupt: Mit dem Schützenzug den Neusser Markt hinauf - "de Maat erop", wie der heimatverbundene Gröhe, Mitglied des Schützenlustzuges "Die Frischlinge", das ausdrückt - sei sowieso das Größte. "Lebendige kleine Städte und Gemeinden, das zeichnet Deutschland aus", befindet ein "gut gelaunter Familienmensch" (Gröhe über Gröhe), dem christlicher Glauben den Kampf für eine gerechtere Welt diktiert.

Vielleicht liegt es ja daran, dass Politiker mit solcherlei Filmchen Wahlkampf machen, Gröhe spricht zu seinen bodenständigen Wählern zwischen Neuss und Grevenbroich. Dennoch erscheint die Personalie Gröhe nach Filmkonsum ein wenig bizarr: Ein gemütlicher Familienvater mit rosigen Wangen aus der Provinz soll also nun das Amt des CDU-Generalsekretärs bekleiden. Jenes Amt, in dem Heiner Geißler sich einst – bis Helmut Kohl ihn rasierte – als "geschäftsführender Parteivorsitzender" wähnte. Jenes Amt, das in den vergangenen vier Jahren Ronald Pofalla die exklusive Möglichkeit gab, gegen den Koalitionspartner zu ätzen. Bei Gröhe, dem Mitherausgeber des evangelischen Magazins Chrismon und Mitglied von Synode und Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, ist das Ätzende irgendwie schwer vorstellbar. Mit Typen wie Pofalla oder Peter Hintze, einem anderen rheinischen Protestanten im Amt des CDU-Generalsekretärs, scheint Gröhe auf den ersten Blick wenig gemeinsam zu haben. Er wirkt weich, ruhig, gelassen, zu deutsch: nicht wie ein Generalsekretär.

Beliebt, loyal und aus Nordrhein-Westfalen

Was von Gröhe zu erwarten ist, kann auch der Blick auf seine geradlinige politische Vita nicht wirklich beantworten: Von 1989 bis 1994 Vorsitzender der Jungen Union Deutschland wurde er gleich nach seinem Bundestagseinzug 1994 Sprecher der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Von da ging es schrittweise nach oben: 1998 wurde Gröhe Sprecher der Union im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, ab 2005 war er Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, außerdem Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Einer breiteren Öffentlichkeit dürfte er am ehesten noch als CDU/CSU-Obmann im BND-Untersuchungsausschuss aufgefallen sein – den Posten verließ Gröhe im Oktober 2008, als Angela Merkel ihn als Staatsminister mit dem Schwerpunkt Bund-Länder-Koordination ins Kanzleramt berief. Ganz unauffällig war der Kreisvorsitzende der CDU Neuss (bis heute) da in den engeren Zirkeln der Macht angekommen.

Wie Gröhe, den "Welt Online" bereits als "Glücksgriff für die CDU" bezeichnet, sein neues Amt interpretiert, bleibt abzuwarten. "Gröhe kennt die Partei nicht nur aus dem Effeff, er ist auch beliebt", zitiert das Hamburger Abendblatt einen führenden CDU-Politiker. Führenden Unionskreisen zufolge komme die Personalie Gröhe Angela Merkels Wunsch nach, die Schlüsselposition in der Partei "unbedingt wieder mit einem Vertrauten" zu besetzen. Ganz nebenbei hat Merkel mit Gröhe – neben Röttgen und Pofalla – einen weiteren Vertreter der nordrhein-westfälischen CDU in die Führung gehievt, der ihr eher verpflichtet ist als NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Insofern ist Gröhe zunächst einmal Figur einer weiteren taktischen Meisterleistung der Machtpolitikerin Merkel. Was von ihm erwartet wird, ist klar: Loyalität, vielleicht sogar Gehorsam.

Ein Gegengewicht zur neoliberalen Koalition?

Ob Gröhe die schwarz-gelbe Regierungsarbeit so handzahm begleiten wird wie offenkundig erwartet, bleibt allerdings abzuwarten: Immerhin ist der 48-jährige, laut "Welt Online" "sehr gläubig, gewitzt, und als Christ an der Bewahrung der Schöpfung interessiert", Mitbegründer der legendären "Pizza Connection". Der Austausch von Union und Grünen wurde seinerzeit ins Leben gerufen, um – auch auf der Basis kultureller Gemeinsamkeit (O-Ton Gröhe: "Wir sahen die gleichen Filme.") – Möglichkeiten für ein schwarz-grünes Bündnis zu sondieren. FDP-Politiker waren an diesen Pizza-Runden gemeinhin nicht beteiligt. Der wertkonservative und tiefgläubige Gröhe passt damit, obwohl auch er sie erklärtermaßen wollte, nicht ganz zur eher neoliberal gefärbten schwarz-gelben Koalition. Aber vielleicht ist auch das Teil eines größeren Plans der großen Vorsitzenden.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(