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Hauptversammlung in Berlin: Proteste während Rheinmetall-Versammlung – Aktivisten demonstrieren auch im Saal

Aktivisten haben während der Hauptversammlung des Rüstungskonzerns Rheinmetall gegen Waffenexporte in Krisenregionen demonstriert. Nicht nur am Rande der Veranstaltung, auch im Saal ist es zu Protesten gekommen.

Protest gegen Rheinmetall: Rüstungskonzern wegen Jemen in Kritik

Aktivisten von Greenpeace haben ein Plakat mit der Aufschrift "Rheinmetall-Bomben töten im Jemen!" am Veranstaltungshotel der Rheinmetall Hauptversammlung entrollt

DPA

Am Rande der Rheinmetall-Hauptversammlung in Berlin haben Kritiker des Konzerns gegen Rüstungsexporte in Krisenregionen protestiert. "Rheinmetall-Bomben töten im Jemen", hieß es am Dienstag auf einem Transparent, das die Organisation Greenpeace am Tagungshotel entrollte. Mehrere Organisationen warfen Rheinmetall vor, dass eine italienische Konzerntochter Waffen auf die arabische Halbinsel liefere.

Etwa 30 Frauen und Männer protestierten nach Polizeiangaben auch im Saal der Aktionärsversammlung, bis Beamte sie hinausbrachten. "Rheinmetall entwaffnen", forderten die Demonstranten auf ihrem Banner und stürmten das Rednerpult, wie stern-Reporter Hans-Martin Tillack beobachtete:

Für rein deutsche Produkte gilt ein Exportstopp für Saudi-Arabien, das seit Jahren Krieg im Jemen führt. Kritiker sehen Auslandstöchter als "Schlupflöcher", die zu schließen seien. Das Wirtschaftsministerium hatte dies im Januar abgelehnt.

Rheinmetall kritisiert "Störung"

Das Unternehmen kritisierte am Dienstag in einer Stellungnahme, die Hauptversammlung sei gestört worden. "Wir respektieren die Meinung Andersdenkender, bitten aber um Fairness in der Auseinandersetzung und verwahren uns gegen falsche Behauptungen." Welche Äußerungen gemeint sind, ließ das Unternehmen offen.

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG stellt neben Autoteilen Panzer, Munition und Flugabwehrsysteme her. Die weltweit steigende Nachfrage nach Militärgütern ließen den Umsatz der Rüstungssparte 2018 um 6,1 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro steigen, für dieses Jahr ist ein Plus von neun Prozent angepeilt. Für die Aktionäre steigt die Dividende.

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fs / DPA