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SACHSEN: »König Kurt« nimmt seine Krone

Nach mehreren Affären und innerparteilichem Druck gibt Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf heute sein Amt vorzeitig auf. Morgen wird sein Nachfolger gewählt.

Nach mehreren Affären und innerparteilichem Druck gibt Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) heute sein Amt vorzeitig auf. Am Vormittag will der 72-Jährige im Landtag seine letzte Regierungserklärung halten, bevor er dem Parlamentspräsidenten seinen Rücktritt erklärt. Am Donnerstag wählt dann der Landtag einen neuen Ministerpräsidenten. Die mit absoluter Mehrheit regierende CDU hat als Nachfolger ihren Parteivorsitzenden Georg Milbradt vorgeschlagen. Biedenkopf regierte die Sachsen seit 1990.

Politprominenz kommt zum Abschied

Zur Verabschiedung Biedenkopfs werden unter anderen die CDU- Bundesvorsitzende Angela Merkel sowie die Ministerpräsidenten von Thüringen und Brandenburg, Bernhard Vogel (CDU) und Manfred Stolpe (SPD), erwartet. Nach Angaben des Landtags wollen 50 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und von Kirchen die Regierungserklärung im Landtag verfolgen. Sie sind anschließend auch Gäste eines Abschiedsempfangs.

Amtsübergabe am Donnerstag

Biedenkopf wird sich am Nachmittag offiziell von seinen Mitarbeitern in der Staatskanzlei verabschieden. Am Abend will er in Berlin an einem Festakt zum 50. Jubiläum der Atlantik-Brücke teilnehmen. Die Amtsübergabe an seinen Nachfolger ist für Donnerstagnachmittag geplant.

Dabei ist Milbradt nicht sein Wunschkandidat. Biedenkopf konnte den Aufstieg seinen langjährigen Finanzministers in der CDU nach seiner Affäre um zu geringe Mietzahlungen und anderen Vorwürfen aber nicht mehr verhindern.

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