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Sarrazin: Keine Abfindung im Falle eines Bundesbank-Rausschmisses

Sollte Thilo Sarrazin tatsächlich seinen Vorstandsposten bei der Bundesbank verlieren, wird er wohl keine Abfindung erhalten.

Der umstrittene Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin (SPD) kann bei einer Entlassung nicht mit einer Abfindung rechnen. Dies berichtet das "Hamburger Abendblatt" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf ein Antwortschreiben des parlamentarischen Staatssekretärs im Finanzministerium, Steffen Kampeter (CDU), an die Linkspartei. Darin heiße es, dass Sarrazin "für den Fall der Vertragsauflösung keine Abfindung vertraglich zugesichert" worden sei.

Die stellvertretende Linken-Parteivorsitzende Katja Kipping mahnte die Bundesregierung dennoch, keinerlei finanzielle Entschädigungen für Sarrazin in Betracht zu ziehen: "Alle Verantwortlichen in Regierung und Bundesbank sind in der Pflicht, einen goldenen Handschlag für Sarrazin auszuschließen", sagte sie der Zeitung. "Ich fordere die Offenlegung aller diesbezüglichen Angebote und Absprachen."

Sarrazin hatte mit seinen Thesen zur angeblich mangelnden Integrationsfähigkeit von Migranten und weiteren provokanten Äußerungen für heftige Kritik gesorgt. Derzeit bereitet das Bundesfinanzministerium eine Stellungnahme zum Fall Sarrazin vor. Diese will Bundespräsident Christian Wulff einsehen, bevor er über die mögliche Abberufung Sarrazins entscheidet.

AFP / AFP