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stern-RTL-Wahltrend: Erstwähler lassen Martin Schulz links liegen

Die Talfahrt der SPD ist zwar vorerst gestoppt, doch Kanzlerkandidat Martin Schulz schwächelt weiter, wie der aktuelle stern-RTL-Wahltrend zeigt. Vor allem junge Wähler favorisieren Merkel statt Schulz.

Martin Schulz

Spricht die jungen Wähler nicht so an wie Angela Merkel: SPD-Kandidat Martin Schulz

Die Union aus CDU und CSU büßt im stern-RTL-Wahltrend einen Punkt ein auf 38 Prozent, die FDP gewinnt im Vergleich zur Vorwoche einen dazu und wäre mit 9 Prozent wieder drittstärkste Kraft. Mit zusammen unveränderten 47 Prozent lägen Union und FDP weiterhin klar vor SPD, Grünen und Linkspartei, die gemeinsam und unverändert auf 40 Prozent kommen – die SPD hält nach wie vor 24 Prozent, Grüne und Linke behaupten jeweils 8 Prozent. Die AfD stagniert bei 7 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 21 Prozent, ein Punkt mehr als in der Vorwoche.

Martin Schulz verliert Rückhalt bei den SPD-Anhängern

Bei der Kanzlerpräferenz ändern sich die Werte im Vergleich zur Vorwoche nicht. Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich 53 Prozent aller Wahlberechtigten für Angela Merkel entscheiden und 23 für SPD-Herausforderer Martin Schulz. Merkels Rückhalt bei den CDU- und inzwischen auch wieder bei den CSU-Anhängern ist mit 94 und 87 Prozent deutlich größer als der von Schulz bei den SPD-Anhängern, von denen 61 Prozent für ihn stimmen würden – sechs Punkte weniger als in der Woche davor.


Bei der britischen Unterhauswahl votierten die jungen Wähler offenbar mehrheitlich für Labour und nicht für die konservativen Tories. "Dass auch in Deutschland die Jungen so deutlich links wie im Vereinigten Königreich wählen, lässt sich mit unseren Daten nicht bestätigen", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. Bei den 18- bis 21-jährigen Erstwählern zum Beispiel läge Angela Merkel bei der Kanzlerpräferenz mit 57 Prozent klar vor Martin Schulz, der gerade mal auf 21 Prozent komme. "Die SPD erhält mit 25 Prozent nur einen Punkt mehr als im Schnitt aller Wahlberechtigten", so Güllner, "und für die Linke würden mit 7 Prozent sogar weniger stimmen als die Befragten insgesamt."

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 6. bis 9. Juni 2017 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2004 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische  Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.





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