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"heute wichtig" Abholzung des brasilianischen Regenwalds: Wie Bolsonaro die Welt für dumm verkaufen will

Jair Bolsonaro
Dem Regenwald geht es schlecht. Sehr schlecht. Der Südamerika-Experte Thomas Fischermann sieht den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro (im Bild) im Kampf gegen die Abholzung als "Schwindler". 
© Evaristo Sa / AFP
Weltweit wurden im vergangenen Jahr 25,8 Millionen Hektar Wald abgeholzt. Das ist nicht nur verheerend für das Klima, sondern auch lebensbedrohlich für viele indigene Völker. Mitschuld daran hat Brasiliens Präsident Bolsonaro. Bestseller-Autor Thomas Fischermann bezeichnet ihn daher als "Schwindler". 

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Brasiliens Anteil am Amazonasgebiet ist flächenmäßig so groß wie Westeuropa und daher global gesehen ein enorm wichtiger CO2-Speicher. Doch Präsident Jair Bolsonaro sieht das Gebiet in erster Linie als ungenutztes wirtschaftliches Potenzial und lässt es seit Jahren kontinuierlich abholzen. Das ist nicht nur eine Katastrophe für das globale Klima, es bedeutet auch den Untergang vieler indigener Völker, die dadurch vertrieben werden. "Bolsonaro ist ein Schwindler", sagt der Südamerika-Experte, Bestseller-Autor und "Zeit”-Korrespondent Thomas Fischermann. Wenn Bolsonaro merke, dass die Abholzung von Regenwald irgendwo illegal sei, dann mache er sie dort als Präsident eben legal. Die Folgen seien verheerend, so Fischermann: "Die Lage im Regenwald ist dramatisch, der Wald ist seit den 60er-Jahren allein auf den brasilianischen Gebieten um 20 Prozent geschrumpft." Damit verschwände nicht nur ein enorm wichtiger CO2-Speicher, es verschwänden auch Lebensräume, etwa die von indigenen Völkern. Fischermann hat sie besucht und gemeinsam mit einem Schamanen ein Buch geschrieben: "Der Sohn des Schamanen. Die letzten Zauberer am Amazonas kämpfen um das magische Erbe ihrer Welt." 

Michel Abdollahi
© TVNOW / Andreas Friese

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rw

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