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Martina Voss-Tecklenburg "Der Begriff Quotenfrau hat für mich einen negativen Beigeschmack"

Martina Voss-Tecklenburg kennt als ehemalige deutsche Fußballnationalspielerin Männerdomänen zu Genüge. Die Bundestrainerin der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft erzählt im Video, dass sie doppelt so viel leisten musste, um die gleiche Anerkennung zu erhalten.

"Der Begriff Quotenfrau hat für mich einen negativen Beigeschmack. Ich möchte mich nicht als Quotenfrau bezeichnen lassen. Ich möchte das Gefühl haben, ich bekomme den Job, weil ich am besten geeignet bin, weil ich mich mit meiner Qualität auch gegenüber den männlichen Kollegen durchgesetzt habe. Aber es ist ein Dilemma, in dem wir Frauen stecken, einerseits der eigene Anspruch, es aus eigener Kraft schaffen zu wollen und andererseits das Wissen, dass es offensichtlich nicht funktioniert.  

Mein Erfolgsgeheimnis: Bleiben, wie man ist, mit all den weiblichen Führungsstärken und Charaktereigenschaften. Authentisch sein und reflektiert. Sich der eigenen Stärken bewusst sein. Ich glaube das ist ein Thema, an dem wir Frauen echt arbeiten können.  Frauen sind das stärkere Geschlecht und diese Stärke müssen wir uns immer wieder bewusst machen.“ 

Uns interessieren auch Ihre Erfahrungen und Ihre Meinung. Wie sieht es in Ihrem Job aus? Könnten Sie mehr Frauen oder Männer gebrauchen? Schreiben Sie uns unter quotenfrau@stern.de


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