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Weimers Woche: Die Gewinner des Wahlkampfs

Wahlkämpfe können Karrieren vernichten und Karrieren beflügeln. Wer hat bei den Parteien bislang die beste Figur gemacht? Wolfram Weimer zieht Bilanz - und benennt einen Überraschungssieger bei den Linken.

In Wahlkämpfen werden Karrieren gemacht und vernichtet. Sie sind "defining moments" ihrer Parteien. Wer sich in diesen Schlachten gut schlägt, der wird häufig mit künftiger Macht belohnt. Und umgekehrt. Darum lohnt eine personelle Bilanz des Bundestagswahlkampfes 2009. Verlierer gibt es viele, schillernd-peinliche wie Ulla Schmidt, Pechvögel wie Franz Josef Jung, tragisch-tapfere wie Frank-Walter Steinmeier und still-entmachtete wie Wolfgang Schäuble.

Interessanter ist der Blick zu den Gewinnern, denn sie verkörpern die Zukunft.

Der große Durchstarter auf Seiten der geprügelten SPD heißt

Sigmar Gabriel

. Er hat sich als mit Abstand bester Wahlkämpfer seiner Partei entpuppt. Er ist zwar kein Sympath, neigt zur Polemik und in Berlin schwankt sein Image zwischen "dem Lothar Mathäus der deutschen Politik", "der letzten roten Dampframme" und "der Roland Koch der SPD". Doch anerkennen alle seine Mobilisierungskraft und seine rhetorische Wucht. Er hat der verzweifelt defensiven SPD mit der Atomkraft-Debatte das einzige Offensivthema beschert und es mit diabolischer Lust geschickt platziert. In jedem Fall hat Gabriel seine Position im anstehenden Machtkampf um die SPD-Spitze deutlich verbessert. Seine Konkurrenten Nahles, Wowereit und Scholz sind dagegen allesamt blass geblieben.

Der große Wahlkampfgewinner der Union heißt

Karl-Theodor zu Guttenberg

. Da sein spektakulärer Aufstieg in den Sympathie-Rankings nicht nur etwas mit Stil und Rhetorik, sondern vor allem mit Haltung zu tun hat, ist er auch perspektivisch zu einer Schlüsselfigur des bürgerlichen Lagers geworden. Er wird neben Angela Merkel am häufigsten zitiert wie plakatiert und ist nach dem Abtritt von Friedrich Merz ins ordnungspolitische Vakuum der Union vorgestoßen. Heute gilt er als die klare Nummer zwei der CSU, als der logische Nachfolger von Horst Seehofer in dessen Ämtern.

Bei der FDP heißt der Sieger

Guido Westerwelle

, denn erst jetzt akzeptieren auch die hartnäckigsten Kritiker seine Leistung. Der große Neu-Aufsteiger der Liberalen aber ist

Otto Fricke

. Der Krefelder Rechtsanwalt war bislang nur den Politprofis in Berlin bekannt. In diesem Sommer aber erlebte der Blitzgescheite seinen politischen Durchbruch. Als Vorsitzender des Haushaltsausschusses wurde er zu einer Schlüsselfigur nicht nur der Dienstwagenaffäre. Er beeindruckte vor allem in einer fulminanten Serie von TV-Auftritten durch seine seltene Kombination aus verbindlicher Sachkenntnis und warmer Rhetorik. Zuweilen wirkt er noch wie der bebrillte Ethik-Fachreferent auf evangelischen Kirchentagen. Aber seine junge Seriosität hat ihn zum ernsten Ministerkandidaten werden lassen. Fricke könnte in einer schwarz-gelben Kabinettsbildung sogar dem altgedienten Hermann Otto Solms als künftiger Finanzminister gefährlich werden.

Bei den Grünen trägt der Sommersieger Kotelleten.

Cem Özdemir

hat mit einem deutlich konzilianteren Duktus als Trittin, Roth und Künast gepunktet. Er war wie ein Außenseiter seiner eigenen Partei gestartet und verkörpert jetzt ein Gutteil seiner Zukunft. Denn die Generation Roth-Trittin ahnt, dass ihre Tage altersbedingt, aber auch ideologisch gezählt sein könnten. Özdemir ist hingegen ein Mann mit Perspektive, vor allem wenn es künftig häufiger darum geht, auch schwarz-grüne Optionen zu entfalten.

Bei den Linken kommt der große Wahlsommergewinner aus der Provinz:

Bodo Ramelow

. Ihm wird nicht nur der Sturz von Dieter Althaus zugeschrieben, er verkörpert vor allem eine unbelastete Zukunftsoption für die Post-Kommunisten. Dort ist der Generationenwechsel von den betagten Stasi-Freundeskreisen besonders dringlich. Auf das Demagogendoppel Gysi-Lafontaine könnte Bodo Ramelow als starker Mann einer neuen Linke folgen. Oskar Lafontaine hingegen droht vom gefühlten Gewinner zum großen Verlierer zu werden, denn hinter seinem Rücken wetzen die Ostdeutschen bei den Linken schon die Messer für einen Königsmord.

Diesmal ist es nach der Wahl genauso spannend wie davor.

Gefunden bei Cicero

Cicero
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(