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Jubiläum: 20 Milliarden Passagiere: Darum ist die Boeing 737 der beliebteste Jet der Welt

Die Boeing 737 ist das Arbeitstier der Lüfte und seit mehr als 50 Jahren in den verschiedensten Versionen im Einsatz. Anfangs verkaufte sich der Jet nur schleppend. Jetzt sorgt das Flugzeug für neue Rekorde.

Boeing 737

Fontänen für den Erfolgsflieger: Seit 51 Jahren wird die Boeing 737 in immer neuen Varianten gebaut. Jetzt steht das 10.000. Exemplar vor der Fertigstellung.

Picture Alliance

Der Rumpf schillert grün-metallisch und trägt die Seriennummer 42571. Gemeint ist eine ganz besondere Boeing 737, die zur Zeit in Werk Renton bei Seattle im Bundesstaat Washington endmontiert wird: das 10.000 Exemplar einer Boeing 737, das in Kürze der US-Billigfluggesellschaft Southwest Airlines übergeben wird.

Die magische Zahl von "10.000 Deliveries", so der Schriftzug an der Flugzeughülle, markiert eine Erfolgsgeschichte. Denn von keinem anderen Passagierjet wurden derart viele Maschinen produziert wie von der Boeing 737. Nur von der legendären Douglas DC-3, einer Propellermaschine, wurden bis 1945 mehr als 16.000 Exemplare gefertigt - auch als Militärversion für den Einsatz im Zweiten Weltkrieg.

20 Milliarden Passagiere

Seit mehr als 50 Jahren wird die Boeing 737 gebaut. Alle Flugzeuge diesen Typs haben zusammen die unvorstellbare Zahl von 20 Milliarden Passagieren transportiert. Für große und kleine Fluggesellschaften stellt der Zweistrahler das Rückgrat der Flotte dar, egal ob bei United Airlines, British Airways, KLM, Ryanair oder Tuifly.

Ausgerechnet die Lufthansa, die Mitte der 1960er Jahre die treibende Kraft bei der Entwicklung des Kurz- und Mittelstreckenflugzeuges war, stellte ihre letzte Boeing 737 im Herbst 2016 außer Dienst und stieg im Deutschland- und Europa-Verkehr auf Flugzeuge der A320-Familie von Airbus um.

Die erste Boeing 737-100 flog bei der Lufthansa ab 1968 im Liniendienst. Die insgesamt 148 Jets legten 2,3 Milliarden Kilometer zurück und beförderten ohne große Zwischenfälle nur bei dieser Airline 250 Millionen Fluggäste.

Doch zunächst verkaufte sich die kleinste und 29 Meter lange Boeing nur schleppend. Erst als die Ingenieure das Modell auf 33 Meter verlängerten und stärkere Triebwerke mit einer verlängerten Reichweite verpassten, wurde die 737-300 ein Verkaufserfolg.

Inzwischen konnte der Rumpf bei der 737-900 auf 42 Meter wachsen. Dadurch passen in diese Maschinen bei Lion Airlines aus Indonesien 214 Passagiere. Doch sind dem Wachstum Grenzen gesetzt, weil unter die Tragflächen keine vom Durchmesser größeren Triebwerke montiert werden können.

Ein Flugzeug in der vierten Generation

Auf die dritte Generation, der 737 Next Generation, folgt jetzt die vierte, die sogenannten MAX-Versionen. Die 737 MAX 8, die neueste Variante, ist bei den Airlines besonders beliebt. Boeing kann sich vor Bestellungen kaum retten. Im Werk Renton ist die Produktion der zwei parallelen Fertigungsstraßen in den letzten Jahren extrem hochgefahren worden: 2017 verließen 529 Maschinen die Werkshallen - macht fast eineinhalb Boeing 737 pro Tag.

Und dank der guten Vorbestellungen weiterer 4500 Maschinen dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Boeing mit der 737 auch die Produktionszahlen der Douglas CD-3 geschlagen hat.

+++ Lesen Sie auch: "An Bord einer Boeing 737 - Fliegt dieser Jet mit einem Fenster auf Kipp?" +++

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.