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Internationale Pressestimmen

Irres Formel-1-Rennen: Sebastian Vettels beispiellose Aufholjagd in Hockenheim: "Mehr Wahnsinn? Geht nicht!"

Der vielleicht vorerst letzte Formel-1-Grand Prix auf dem Hockenheim-Ring war ein verrücktes Rennen. Sebastian Vettel raste von Platz 20 aufs Podium, für Mercedes war es ein Heim-Debakel. Die Pressestimmen.

Sebastian Vettel bejubelt mit dem Ferrari-Team die Aufholjagd von Hockenheim

Wann wäre ein 2. Platz je enthusiastischer gefeiert worden? Sebastian Vettel bejubelt mit dem Ferrari-Team die beispiellose Aufholjagd von Hockenheim.

DPA

Selten dürfte ein Grand-Prix der Formel 1 die Motorsportfans mehr in ihren Bann gezogen haben als der vielleicht letzte Große Preis auf dem Hockenheim-Ring. Chaotisch, spannend, faszinierend sind die Vokabeln, die am meisten verwendet werden. Dass Lokalmatador Sebastian Vettel eine beispiellose Aufholjagd hinlegt, während Mercedes beim Heim-Grand-Prix ein Debakel erlebt, passte in die Dramaturgie dieses Rennens.

Die internationalen Pressestimmen:

Großbritannien

"The Guardian": "Was für Mercedes ein Heimsieg hätte werden sollen, verwandelte sich in eine aschfahle Niederlage, wie sie das in den vergangenen fünf Jahren dominierende Formel-1-Team selten erlebt hat. In dieser Zeit hat das deutsche Team fast wie eine Gottheit an der Spitze dieses Sports gestanden, aber unter einem Unheil verkündenden, grauen Himmel griff Teamchef Toto Wolff zu apokalyptischen Bildern und sprach von einem "Armageddon-Wochenende". Red Bulls Max Verstappen holte den Sieg mit dem wohl beeindruckendsten und kontrolliertesten Fahrstil, den der 21-Jährige in seiner Karriere geliefert hat, und dies unter tückischen Bedingungen, die weitaus ältere und erfahrenere Fahrer erwischt hatten."

Italien

"La Repubblica": "Ein verrückter Großer Preis von Deutschland. Regen, Safety-Car und Aufgaben - in Hockenheim passierte alles. Am Ende ist es der niederländische Formel-1-Pilot, der dem Ferrari des Deutschen und dem Toro Rosso von Kwjat zuvorkommt. Es war ein elektrisierender Großer Preis, der bisher spannendste der Saison."  

"Corriere dello Sport": "Max Verstappen gewinnt einen unglaublichen deutschen Grand Prix. Der niederländische Red-Bull-Pilot triumphiert im strömenden Regen von Hockenheim in einem Rennen voller Wendungen, Aufgaben und riskanten Strategien. Von ganz hinten gestartet, erobert Sebastian Vettel noch den zweiten Platz auf dem Podium."

Spanien

"Marca": "Max Verstappen hat die Konkurrenz im Regen stehen lassen. In einem ebenso chaotischen wie spektakulären Rennen holte er seinen zweiten Saisonsieg - an einem Tag, der auch die große Aufholjagd von Vettel bis auf den zweiten Platz sah. Das Mercedes-Team stand am Ende des Rennens mit null Punkten da, doch eine nachträgliche Strafe für Alfa Romeo ließ Lewis Hamilton doch noch zwei Punkte mitnehmen."

Österreich

"Kleine Zeitung": "Es war ein dramatisches Rennen, dieser möglicherweise letzte Formel-1-Grand-Prix auf dem Hockenheimring, aber einer fand sich im Chaos am besten zurecht. Max Verstappen, schon Sieger des Österreich-GP in Spielberg, gewann im Red Bull den Großen Preis von Deutschland nach einer grandiosen Fahrt durch Regen und zahlreiche Boxenstopps."

Schweiz

"Blick": "Eines der irrsten Formel-1-Rennen der letzten Jahre ist Geschichte! Max Verstappen gewinnt den GP Deutschland im Red Bull vor Sebastian Vettel, der vom 20. Platz gestartet ist. Und am späten Abend fallen die beiden Sauber aus den Punkten. Mehr Wahnsinn? Geht nicht! Was für ein Rennen, was für eine Spannung, was für ein Chaos - und was für ein Debakel für Mercedes! Die Silberpfeile kassieren ausgerechnet beim 200. GP eine schallende Ohrfeige."

dho / DPA

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