34. Spieltag VfB Meister, Auge weg, HSV im UI-Cup

Stuttgart im Freudentaumel: Mit einem 2:1-Sieg gegen Energie Cottbus ist der VfB neuer deutscher Meister. Es gab auch zwei Verlierer am letzten Spieltag: Klaus Augenthaler und Michael Frontzeck müssen ihre Trainerstühle in Wolfsburg bzw. Aachen räumen.

Der VfB Stuttgart hat sich zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte den Titel des deutschen Fußball-Meisters gesichert. Die Schwaben feierten am Samstag im letzten Saisonspiel beim allerdings mühsamen 2:1 über Energie Cottbus ihren achten Sieg in Serie und beendeten die 44. Spielzeit mit 70 Punkten als Erste. Dahinter belegte der FC Schalke 04 (68) durch das 2:1 über Arminia Bielefeld den zweiten Platz und erkämpfte sich damit das direkte Startrecht in der Champions League. Werder Bremen (66) muss als Dritter in die Qualifikation zu Europas Königsklasse.

Neben der seit Wochen als Absteiger feststehenden Borussia aus Mönchengladbach müssen der FSV Mainz 05 und Alemannia Aachen, die ohnehin nur noch theoretische Rettungschancen hatten, den Weg in die 2. Liga antreten.

Kurz nach dem Abpfiff der Saison gaben der VfL Wolfsburg und Coach Klaus Augenthaler am frühen Samstagabend ihre Trennung "in beiderseitigem Einvernehmen bekannt". Wenige Minuten später trat dann auch Michael Frontzeck bei Absteiger Aachen zurück. Es waren die Trainer Nummer elf und zwölf, die vorzeitig ihren Platz räumten.

Khedira erlöst VfB

In Stuttgart versetzte nach einer starken, aber erfolglosen VfB- Anfangsoffensive Sergiu Radu den Schwaben mit dem 0:1 in der 19. Minute zunächst einen Schock. Nationalspieler Thomas Hitzlsperger schaffte acht Minuten später mit einem Volley-Tor des Monats den wichtigen Ausgleich, der die Gemüter etwas beruhigte. Nach der Pause verstärkte VfB-Coach Armin Veh mit der Hereinnahme von Spielmacher Antonio da Silva und Torjäger Mario Gomez den Druck - und wurde durch das von da Silva vorbereitete Siegtor Sami Khediras (63.) belohnt.

Auf Schalke sorgten ausgerechnet Spielmacher Lincoln (11.), der nach der 0:2-Pleite in der Vorwoche in Dortmund zum Sündenbock gemacht wurde, und der zuletzt zum Edelreservisten degradierte Halil Altintop (16.) per Doppelschlag für die beruhigende Führung des Revierclubs - und für neue Titelhoffnungen. Danach verpassten es die Knappen, weitere Treffer nachzulegen. Radim Kucera (90.) konnte für die Bielefelder noch verkürzen. Hinter den Schalkern belegte Werder Bremen, das dank Markus Rosenberg (54./87.) mit dem 2:0 beim VfL Wolfsburg einen wertlosen Sieg holte, den dritten Platz.

HSV zieht in UI-Cup ein

Der Hamburger SV beendete mit dem ungefährdeten 4:0-Heimsieg über Absteiger Aachen eine ziemlich verkorkste Saison versöhnlich als Siebter und sicherte sich damit sogar noch die Chance auf den Uefa-Pokal-Einzug über den UI-Cup-Wettbewerb. Ivica Olic (15./27.) und Juan Pablo Sorin (54./86.) stellten mit ihren Treffern den Sieg sicher. Richtig wertvoll wurde dieser "Dreier" aber erst durch die Punktverluste von Hannover 96 (0:3 gegen den 1. FC Nürnberg) und von Borussia Dortmund, das 1:2 bei Bayer Leverkusen verlor. Marek Mintal (54.), Marco Engelhardt (62.) und Ivica Banovic (90.+3) trafen für Nürnberg, Stefan Kießling (45.) und Simon Rolfes (54.) waren für die Leverkusener erfolgreich.

In der Münchner Allianz Arena wurden vor Anpfiff der Partie des FC Bayern gegen Absteiger Mainz (5:2) Mehmet Scholl, der an Stelle des verletzten Keepers Oliver sein 392. und letztes Bundesliga-Spiel als Kapitän bestritt, und andere verdiente Profis verabschiedet. Im Spiel sorgten dann Roque Santa Cruz (30.), Scholl (33.) mit seinem 98. Tor im Oberhaus, sowie Marc van Bommel (38.), Ali Karimi (63.) und Claudio Pizarro (74.) für den glatten Heimsieg des in dieser Saison enttäuschenden deutschen Rekordmeisters. Chadli Amri (55.) und Markus Feulner (76.) betrieben für die Gäste noch etwas Ergebniskosmetik.

Während Hertha BSC sich bei Eintracht Frankfurt 2:1 durchsetzte, beendete das abgeschlagene "Schlusslicht" Borussia Mönchengladbach die triste Spielzeit mit einer weiteren Enttäuschung. Gegen den VfL Bochum setzte es eine 0:1-Heimniederlage. Christoph Dabrowski (24.) und Dariusz Wosz (82.) in seinem letzten Bundesliga-Spiel bescherten dem in der Rückrunde ganz starken VfL den 13. Saisonerfolg.

DPA/kbe DPA

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