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FRITZ WALTER: »Lieber Fritz, ruhe in Frieden«

In einer bewegenden Trauerfeier hat Deutschland Abschied von seinem Fußballidol Fritz Walter genommen. Politiker, Sportler und 8.000 weitere Menschen waren in Kaiserslautern dabei.

In einer bewegenden Trauerfeier hat Deutschland Abschied von seinem Fußballidol Fritz Walter genommen. Zahlreiche Politiker und Sportfunktionäre gedachten gemeinsam mit rund 8.000 weiteren Menschen im Fritz-Walter-Stadion von Kaiserslautern des Kapitäns der legendären Weltmeisterelf von 1954 und Ehrenspielführers der deutschen Nationalmannschaft.

Zahlreiche Idole der Vergangenheit waren vertreten

DFB-Präsident Gerhard Meyer-Vorfelder und Franz Beckenbauer hatten extra ihren Aufenthalt bei der laufenden Weltmeisterschaft in Korea unterbrochen, um an der Trauerfeier teilnehmen zu können. Unter den zahlreichen Fußballidolen der Vergangenheit befanden sich auch Walters Bruder Ottmar, Horst Eckel und Hans Schäfer aus der WM-Mannschaft von 1954 sowie Uwe Seeler.

Auch zwei Spieler aus der Ungarn-Elf von 1954 dabei

Bundesinnenminister Otto Schily würdigte den Verstorbenen auch im Auftrag von Bundeskanzler Gerhard Schröder als ein sportliches und menschliches Vorbild, das »sich um unser Land verdient gemacht« hat. Der DFB-Präsident Meyer-Vorfelder hob in seiner Ansprache ausdrücklich die Teilnahme von Gyula Grosics und Jeno Buzansky an der einstündigen Feier im Stadion hervor. Die beiden alten Männer gehörten jener ungarischen Mannschaft an, die am 4. Juli 1954 in Bern sensationell der deutschen Elf 2:3 im WM-Finale unterlag.

Trauerbeflaggung in Rheinland-Pfalz

In einer sehr persönlich gehaltenen Ansprache würdigte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck besonders die menschlichen Qualitäten von Fritz Walter, der schon zu Lebzeiten eine Legende des deutschen Sports und Fußballs war. Beck schloss seine Rede mit den Worten: »Lieber Fritz, ruhe in Frieden«. Der Ministerpräsident hatte für den ganzen Sonntag landesweit Trauerbeflaggung angeordnet.

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