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Nach Tod Assauers: "Ein großer Sportsmann hat die Fußball-Bühne verlassen" - So nehmen die Fans Abschied von Schalkes Ex-Manager

Rudi Assauer ist mit 74 Jahre gestorben. Doch nicht nur die Schalker Fans reagieren mit Trauer auf die Nachricht. Auch die Anhänger von Dortmund und Bayern sind ergriffen.

Rudi Assauer: "Gute Reise, lieber Rudi": Stars trauern um Schalke-Legende

Der Eintrag auf der Facebook-Seite des FC Schalke 04 war noch keine halbe Stunde alt, da hatten ihn über 12.000 Menschen schon gelesen. Der Verein aus dem Ruhrgebiet hatte kurz vor 20 Uhr bestätigt, dass sein langjähriger Manager Rudi Assauer verstorben ist.

Seine Nachricht hatten bis zum späten Abend 21.000 Menschen erreicht, mehr 1500 bekundeten ihr Beileid. Quer durch alle Fanlager bleiben seine Verdienste um den Verein in den Kommentar-spalten unvergessen. "Traurige Grüße und Glück auf aus Dortmund Rudi, du warst einer der ganz Großen, die Dortmunder Fangemeinde ist zutiefst bestürzt das nun DU auch nicht mehr da bist. Ich hoffe das du deinen Frieden gefunden hast", schreibt Thomas Schmidt.

Du hast unseren Verein geprägt wie kaum ein Zweiter. Ruhe in Frieden, Rudi Assauer! 🙏

Gepostet von FC Schalke 04 am Mittwoch, 6. Februar 2019

Henryk Sieja pflichtet ihm bei: "Auch einen BVBler trifft die Nachricht sehr hart. R.I.P Rudi, auch damaliger Dortmunder Spieler. Warst noch einer mit Profil und Character. Solche Typen gibt es immer weniger. In den Farben getrennt - in der Sache vereint. Mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl allen Angehörigen, Freunden und den Blau-Weißen Fans von neben an."

"Ein herber Verlust für den gesamten Fußball"

Dem schließen sich auch Fans des FC Bayern Münchens an. "Am Samstag werde ich im Stadion an ihn denken. Ein große Persönlichkeit des FC Schalke 04 und des deutschen Fußballs wird stets in guter Erinnerung bleiben“, so Matthäus PA: Ich schließe mich als Bayernfan."

Aber auch in Mönchengladbach reagieren die Fans mit großer Trauer. Toni Kasper kommentiert "Ein großer Sportsmann, hat die Fußball Bühne verlassen  Liebe Schalker, holt jetzt den Pokal, für Rudi Assauer. Das wünscht euch ein Borussia Mönchengladbach Fan!!! In den Farben getrennt, in der Sache vereint." Ähnliches ist auch aus Duisburg zu hören: "Beileid und tiefstes Mitgefühl von einem MSV Fan! Er hat den Fußball so geprägt wie kein 2ter! Ein herber Verlust für den gesamten Fußball und vor allem für den FC Schalke!", schreibt Thorsten Dornbach.

1997 folgte einer der größten Triumphe

Rudi Assauer wechselte 1981 als Manager von Werder Bremen zu Schlake. Es folgten fünf wechselvolle Jahre, ehe er nach Differenzen mit dem damaligen Präsidenten Hans-Joachim Fenne den Dienst quittieren musste. Danach war er im Immobilienbereich und auch als Manager beim damaligen Zweitligisten VfB Oldenburg tätig.

1993 kehrte Assauer zurück, blieb bis 2006 und sorgte für den Schalker Höhenflug. In der Saison 1995/1996 schaffte das Team mit Trainer Jörg Berger als Bundesliga-Dritter den Einzug in den UEFA-Pokal.

Doch Assauer überzeugte den damals unbekannten Trainer Huub Stevens, von Kerkrade nach Schalke zu wechseln. Mit dem Niederländer eroberten die Eurofighter um Olaf Thon und Marc Wilmots die europäischen Stadien. "Der Huub hat mich angerufen. Die Eurofighter waren ja Assauers Mannschaft und wir möchten gerne für die Beerdigung etwas organisieren", sagte Thon. Der Schalke-Höhenflug endete mit dem legendären UEFA-Cup-Sieg bei Inter Mailand am 21. Mai 1997 - bis heute der größte Erfolg der Clubgeschichte.

sos mit DPA

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