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Brasiliens Superstar Der Mann, die Show, das große Ziel - über den brillanten Neymar und seine Selbstvermarktung

Brasiliens Fußballstar Neymar erntet nach einer erneuten Showeinlage Spott und Hohn. Im WM-Achtelfinale gegen Mexiko tritt ihm Gegenspieler Miguel Layún auf den Fuß. Der Brasilianer krümmt sich im Anschluss minutenlang am Boden. Die dramatische Einlage sorgt im Netz für Unverständnis und Kritik. Der Kommentator des Spiels, Béla Réthy, findet deutlich Worte für Neymars Verhalten: "Als hätte er bei 1000 Volt die Finger in die Steckdose gesteckt, so hat er sich da aufgeführt." Mexikos Trainer Juan Carlos Osorio bezeichnet den Vorfall als "eine Schande für den Fußball". Neymar verteidigt sich mit den Worten: "So ein Tritt ist furchtbar." ZDF-Mann Béla Réthy schließt süffisant: "Wenn der Eiffelturm bei seiner Verpflichtung in Paris leuchtet, da muss man vielleicht durchdrehen."
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Er ist der teuerste Fußballer der Welt, und für ihn gilt: alles zeigen, alles vermarkten. Nebenbei aber spielt er brillant, und diese WM könnte die seine werden.

Natürlich hat er wieder eine goldene Designertasche mit zur WM gebracht und seine Haare vor dem ersten Spiel noch mal gelb gefärbt, und natürlich hat er schnell noch ein paar Werbeverträge abgeschlossen, um seine Stellung als bestbezahlter Fußballprofi auszubauen, und sogar einen Werbespot mit seiner Freundin produziert, der einem Softporno ähnelt.

"Macht ihr’s mit oder ohne Musik?" , fragt die Modefirma im Off.

"Mit Musik", sagt seine Freundin Bruna Marquezine. "Immer mit Musik", sagt Neymar.

"Was machst du, um ihn heiß zu machen?"

"Er liebt rote Dessous" , sagt seine Freundin. "Kompliziert" , sagt er andeutungsvoll, "aber es gibt Dinge, die sie verrückt machen."

Neymar trägt im Werbespot nur eine knappe Unterhose, seine Freundin BH und Tangaslip. Ihre Hände fahren in Zeitlupe über seinen Rücken.

Es lässt sich nicht anders sagen: Er ist bereit für die WM.

Neymar da Silva Santos Júnior ist 26 und weltweit die Nummer eins im Fußball, jedenfalls in den Kategorien Mode, Vermarktung, Glitzer, Celebrity-Bekanntschaften, Tweets, Werbepartner.

Neymar sagt: "Ich will, dass es meine WM wird." Damit meint er den Fußball.

Die gute Nachricht für Neymar ist: Die WM, sie könnte noch die seine werden. Die schlechte Nachricht: Bislang spricht die Welt eher über seine Showeinlagen als über seine Brillanz auf dem Platz. Neymar setzt bei der WM seinen Hang zu Drama und Theatralik fort. Nach Fouls krümmt er sich auf dem Platz, als müsse er sterben. Er schafft es stets, im Beinahe-Tod noch weiter über den Platz zu kugeln. Fünf, sechs Umdrehungen macht er dann nach einem Foul. Das hat ihm den Beinamen "cai cai" (Schauspieler) eingebracht. Natürlich provozieren ihn die Gegenspieler auch gern mit Tritten und Fouls. Minuten später lächelt er wieder. Er hat es geschafft, zum Bad Boy der WM zu werden.

Neymar, der Star, bei einer seiner Showeinlagen auf dem Platz
Neymar, der Star, bei einer seiner Showeinlagen auf dem Platz
© Maddie Meyer/Getty Images

Von den drei Superstars des Turniers – Messi, Ronaldo, Neymar – ist er der einzige, der noch die Chance hat, Weltmeister zu werden. Frankreich und England sind starke Ensembles - mit Stars, aber ohne den großen Superstar. Argentinien und Portugal hatten Superstars, aber keine starken Ensembles. Brasilien hat ein Ensemble mit Superstar.

"Du bist Brasilianer", sagt Neymar über sich. "Du darfst vom Titel träumen. Wir träumen mehr und mehr."

Brasilien: Trainer Tite und Neymars neue Rolle

Nationaltrainer Tite, 57, hat nach dem Debakel von 2014 einiges geändert. Vor vier Jahren bei der WM in der Heimat musste Neymar das emotionsüberladene Team allein tragen. Als er gegen Deutschland verletzungsbedingt ausfiel, liefen die anderen beim 1 : 7 so hilflos über den Platz wie hormongesteuerte Teenager. Tité hat jetzt ein solides Team um Neymar herum geschaffen und ihm vermittelt: Sei einfach frei. Du musst nichts mehr tragen, schon gar nicht die Hoffnungen einer ganzen Nation.

Neymar hat die Freiheit wörtlich genommen und die Monate vor der WM vor allem zur Verkaufe seiner selbst genutzt. Er erholte sich von seiner Verletzung, war aber vor allem in sämtlichen TV-Shows zu finden. In der Sendung "Caldeirão do Huck" ließen sie im Studio sein Kindheitszuhause nachbauen, eine bescheidene Zweizimmerwohnung in einem Armenviertel von São Vicente.

Die Amerikaner haben ein Kindheitszuhause zuletzt für Abraham Lincoln nachgebaut. Das ist in etwa Neymars Kategorie. Abraham Lincoln. Er lebt in einem Land, in dem es wenige Helden gibt, schon gar nicht in der Politik.

Neymar betrat das Set und weinte vor Rührung. Seine Mutter Nadine kam hinzu und weinte. Seine Schwester Rafaella kam hinzu und weinte. Sie erklärte den Zuschauern, dass damals alle in einem Raum schliefen: Vater, Mutter, Bruder, Schwester.

Neymar weinte unaufhörlich.

"Du bist ein weicher Typ", fragte der Moderator, "nah am Wasser gebaut?" "Bin ich" , sagte Neymar mit weicher, fast zärtlicher Stimme.

"Du bist ein sensibler Kerl?" – "Bin ich."

Da stand ein sympathischer Brasilianer, gefühlsselig, wenig machohaft. Ein Mann, der zu seinen Tränen steht. Ein Dressman, der seine Familie liebt und sein Haargel und seine Sonnenbrille und der sich die Silhouetten seiner Eltern auf seine Sporttasche nähen lässt. Die sanfte Ausgabe David Beckhams.

Die ganze Familie ist angestellt in seinen Unternehmen NJR Sports und N & N. Die Geschäfte bestehen darin, den Fußball- und Social-Media-Star Neymar Junior zu vermarkten. Sein Vater ist Manager und sein wichtigster Finanzberater; er wurde mehrfach der millionenfachen Steuerhinterziehung verdächtigt. Seine Mutter macht im Reality-TV gerade eine Reise durch Russland. Seine Freundin Bruna Marquezine, Star in Seifenopern, ist Teil der Neymar’schen Reality-Seifenoper. Die beiden haben sich dreimal getrennt und dreimal versöhnt und sind wie 2014 rechtzeitig zur WM wieder ein Paar.

Wer ist eifersüchtiger?

"Beide, aber ich etwas mehr" , sagt seine Freundin. "Da gewinnt sie", sagt Neymar.

Der Moderator der Sendung ist sein guter Freund. Neymar hat Freunde in jedem Segment des Showbusiness. Den besten Surfer Brasiliens. Volleyballstar Bruninho. Viele Schauspieler. Den Sänger Thiaguinho. Ney, wie sie ihn nennen, greift gern zum Mikrofon und legt für Thiaguinho eine Tanzeinlage hin und lässt seine Hüften kreisen. Die Freunde stellen das Video dann in die sozialen Medien. So steigern alle ihre Klicks und Follower und den Marktwert.

Neymar ist der erste Sportler, der Follower vor allem mit Nichtsportlichem geriert. Er ist die Kim Kardashian des Fußballs.

Seine besten Freunde sind ebenfalls Teil seines Unternehmens NJR Sports. Sie kennen ihn aus Kindheitstagen und aus der Kirche und sind heute seine Hoffotografen und Social-Media-Beauftragten. Sie leben bei ihm in Paris oder besuchen ihn ständig, sie machen ein Churrasco oder spielen Samba. Sie brasilianisieren seinen Alltag. Sie lassen Einsamkeit in Europa gar nicht erst zu. Sie haben eine Art Wellness-Funktion.

Betinho gehört zu diesem erweiterten Kreis. Er lebt in einem kleinen Haus in São Vicente, nicht weit von Neymars Geburtsort. Betinho, ein kleiner dicker Mann mit offenem Lachen, war Neymars Jugendtrainer und Entdecker und zwischenzeitlich Vaterersatz. Heute ist er Trainer im Instituto Neymar.

"Ich habe einen großen Vorteil. Ich kenne ihn von damals und heute", sagt Betinho. "Ney muss sich 100 Prozent wohlfühlen", flüstert er, als verrate er ein Geheimnis. "Er muss sich umarmt fühlen, ja eingekuschelt von Personen, die ihn lieben und beschützen. Als Kind war er sehr schmächtig, meine Frau und ich mussten ihn aufpäppeln wie ein Hundebaby. 2014 konnte er das Team auf seinen schmalen Schultern noch nicht tragen. Heute ist er so weit. Ich habe ihn in den letzten Monaten erlebt. Sein Moment ist gekommen."

"Er könnte Bürgermeister werden"

Das Instituto Neymar liegt mitten in der Siedlung, wo Neymar aufwuchs, ein weißer Kasten mit Fußballarena. Es klingt wie ein Forschungsinstitut, ist aber eher so etwas wie ein Nachbarschaftszentrum. Es ist der Mittelpunkt des Viertels wie früher eine Kirche oder der Marktplatz.

In dem dreistöckigen Gebäude gibt es Arztpraxen, eine Kieferorthopädie und Räume für Bibelschulung. Während Kinder Fußball spielen, können Erwachsene Fortbildungskurse belegen oder zu Jesus Christus finden. Es ist ein kleines Paradies für Familien, sie finden all das vor, was es sonst in den Armenvierteln Brasiliens nicht gibt.

Auch hier führen Familienmitglieder die Geschäfte. Neymars ganze Großfamilie ist bei ihm unter Vertrag. "Er hilft der ganzen Region", sagt seine Cousine Patty. "Er könnte sofort Bürgermeister werden."

Auch hier gilt das "Prinzip Neymar": alles zeigen. Alles vermarkten. Journalisten werden beim Rundgang gefilmt und mit positiven Aussagen auf die Website gestellt. Stellt man jedoch Fragen zum Steuerbetrug, weiß keiner etwas davon. Nur das Gute darf an die Öffentlichkeit.

Zu beobachten war das auch in Teresópolis, im Trainingslager der Brasilianer, einem Ort in den Bergen außerhalb Rios auf 870 Meter Höhe; kühler Wind, Fachwerkhäuser, Heimat deutscher Migranten, Brasiliens Ausgabe des Schwarzwalds.

Die Seleção war unter Problemen hingekommen. Ein Streik der Lastwagenfahrer hatte das Land lahmgelegt. Im Ort gingen Essen und Benzin aus. Wie so oft grätschte die brasilianische Realität dazwischen.

Brasilien geht es schlecht. Das Militär patrouilliert angesichts der starken Kriminalität in den Straßen. Die allgegenwärtige Korruption, auch im Fußballverband, erschüttert das Land. Im Präsidentschaftswahlkampf führt derzeit Jair Bolsonaro, eine Kopie Donald Trumps, der arme Menschen sterilisieren lassen will und die Zeit der Militärdiktatur großartig fand.

Eskapistisch haben sich Brasilianer früher gern in den Fußball gestürzt, aber für diese WM begeistern sich laut einer Umfrage nur 18 Prozent der Menschen. Sie haben die beste Mannschaft seit 1970, aber das größte Desinteresse. Es sagt mehr über Brasilien als über den Fußball.

Im Training zeigte Neymar den Zuschauern und Kindern wie immer seine Markenzeichen, viele Tricks, Hacke, Spitze, Tralala. Das, was sie auf der ganzen Welt brasilianisch nennen. Er könnte effizienter spielen, wenn er das wegließe, sagen Kritiker. Aber dann fehlt die Kunst, sagen Fußballliebhaber. Sein Trainer Tité sagt: "Ich weiß selber nicht, wo seine Grenzen liegen. Seine technischen und kreativen Fähigkeiten sind so beeindruckend."

Neymar: Sein Leben ist Reality-TV

Nach dem Training kickte Neymar mit seinem Sohn und einigen Kindern noch weiter. Der Abendnebel stieg schon auf. Die Sprinkler waren längst an. Er ging zu den Familien am Rand und schrieb Autogramme, bis nur die TV-Kameras noch Licht spendeten. Aus der Nähe wirkt er charmant. Viel Scherzen. Viel Strahlen. Augen, die sich stets zu Schlitzen formen.

Neymar weiß, dass die Kameras weiterlaufen. Sein Auftritt ist gleichzeitig Spaß und Vermarktung. Es ist Realität und Reality-TV. Leben und Show sind bei ihm verschmolzen. Es gibt nur noch die Öffentlichkeit. Er wollte es so.

In Brasilien ist Neymar in diesen Tagen überall auf Plakaten zu sehen. Am Flughafen wirbt er für eine Airline. In der Stadt wirbt er für Handys und Kopfhörer, auf dem Land für Autobatterien und Fuß-Deo. Er hat 16 Werbepartner, die ihm mehr als 40 Millionen Euro pro Jahr bezahlen, so viel wie der gesamte Spieleretat von Werder Bremen.

Deswegen passt sein Klub Paris Saint-Germain auch nicht zu ihm, wie er nach einem Jahr feststellen musste. Die Stadt vielleicht. Die Liga nicht. Der Klub nicht. Sie sind nicht Weltklasse. Es muss schon Real Madrid sein. Er will wieder wechseln, heißt es. Oder zurück zum FC Barcelona. Neymar verneint das nicht. Es gehört zur Marketingstrategie. Wenn die beiden besten Vereine einen wollen, steigert das wieder das Interesse an der Marke Neymar.

Der teuerste Spieler der Welt - "Ich persönlich hätte weniger gezahlt"

Beim Wechsel nach Paris kostete er 222 Millionen Euro, so viel wie nie ein Spieler zuvor. Ist er das wert?, wurde Neymar in Russland gefragt.

Er antwortete: "Ich bin nicht stolz auf die Transfersumme und dass ich der teuerste Spieler aller Zeiten bin. Ich persönlich hätte weniger für mich gezahlt."

In den letzten Stunden auf brasilianischem Boden besuchte Neymar mit dem Team das Fußballmuseum. Es steht in Barra da Tijuca, einem sterilen Vorort Rios, weit ab vom Volk. Neymar trat im schicken blauen Anzug mit fetten Ohrringen auf und einer Sonnenbrille, die sein halbes Gesicht bedeckte. Er würde es am Folgetag wieder auf die Modeseiten schaffen. Er sah aus wie ein Dandy. In anderen Ländern hätte er Probleme mit so viel Extravaganz, nicht aber in Brasilien. Ronaldinho lebt die Vielehe. Ronaldo hatte Sex mit einem transsexuellen Callboy. Pelé machte Werbung für Potenzmittel. Neymar macht erotische Werbeclips. Er setzt die Tradition nur fort.

Im Museum stehen all die Trophäen aus der glorreichen Vergangenheit, dieses ganze Gewicht der Fußballnation, das sie für Russland inspirieren soll. Auch der letzte WM-Pokal von 2002, 16 Jahre her, eine halbe Ewigkeit für Brasilien.

Neymar stellte sich vor die Vitrine mit dem WM-Pokal und griff wie ein Raubtier nach ihr. Er wartete auf den Fotografen. Er stellte das Foto von sich online mit dem Titel: "Ich gehe, um dich zu treffen. Ich werde das Unmögliche tun, um dich in meinen Händen zu halten. Auf dem Weg zu Ruhm, auf dem Weg zum sechsten Titel."

Bisher hat Neymar noch nicht viel gewonnen. Nicht den Titel Weltfußballer, nicht mal Fußballer Europas; er war nie Torschützenkönig, weder in Spanien noch in Frankreich oder Brasilien. Aber er trägt den Titel "teuerster Fußballprofi der Welt" .

Der stern stellte in den vergangenen Wochen vielen brasilianischen Nationalspielern die gleiche Frage – in Russland, Teresópolis, Barra und Berlin: Wie abhängig ist das Team 2018 von Neymar? Jeder sagte: weniger abhängig als 2014. Aber nicht einer sagte dies triumphierend. Sie werfen ihm seine Sonderstellung nicht vor. Jeder Einzelne würde es genauso machen.

Oder macht es schon. Sie sind ihre eigenen kleinen Neymars. Coutinho, der teuerste Wechsel in diesem Jahr, ist jetzt der Neymar beim FC Barcelona. Gabriel Jesus, Stürmer bei Manchester City, der bei der letzten WM noch die Straßen seines Armenviertels strich, hat das größere Märchen vorzuweisen als Neymar. Casemiro und Marcelo, Champions-League-Sieger mit Real Madrid, sind sportlich viel erfolgreicher als Neymar. Den Rest des Teams bilden viele solide Spieler – das, was Routinier Fernandinho ein deutsches Ensemble nennt.

Als Fernandinho das sagte, stand er in Berlin in den Katakomben. Es war nach dem 1 : 0 Sieg gegen Deutschland Ende März, bei dem Neymar nicht dabei war. Fernandinho ist der Anti-Neymar im Team. Ein Spieler ohne Drama und Allüren. Ein guter Analyst. Fernandinho sagte, es sei gut, Neymar zu haben, aber sie seien auch ohne ihn ein gefestigtes Team, ausgeglichen, gewappnet vor allem für die großen Spiele. Er hat das 7 : 1 der Deutschen miterlebt. "Heute sind wir mental stabil", sagt er. "So etwas passiert uns nicht noch mal. Wir hoffen auf Revanche."

Das 7 : 1 sitzt noch immer tief. "Sete a um" ist zu einem festen Begriff in Brasilien geworden. Es heißt so viel wie: Schande. Scham. Trauma.

Wie könnte die Revanche aussehen, wie könnte ein Triumph bei der WM 2018 Wirklichkeit werden? Fernandinho sagt: "Nüchtern. Bloß nicht mit zu vielen Emotionen. Wir sollten es deutsch angehen."

Nur Neymar sieht es etwas emotionaler. Angesprochen auf das "sete a um", sagt er: "Wir haben die Gelegenheit, die letzte WM vergessen zu machen. Dann nehmen wir hoffentlich richtig Rache."


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