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Golf: USA liegen beim Ryder Cup vorn - Kaymer spielt stark

Golfstar Martin Kaymer hat bei seinem Debüt im Ryder Cup das europäische Team im Spiel gehalten. Die US-Konkurrenten liegen zwar in Führung, aber noch ist nichts verloren.

Deutschlands Golfstar Martin Kaymer hat Europa beim 38. Ryder Cup in Wales gegen Titelverteidiger USA im Spiel gehalten. Der Major-Sieger sorgte am Samstag in Newport dafür, dass er und seine europäischen Teamkollegen nicht zu weit hinter die amerikanischen Spielern um Superstar Tiger Woods zurückfielen. Nach 10 von insgesamt 16 Vierern lagen die USA am Samstagnachmittag mit 6:4 im wichtigsten Teamwettbewerb vorn.

Am Vormittag hatte die USA noch nach vier Fourballs 2,5:1,5 vorn gelegen. Major-Sieger Kaymer und sein englischer Partner Lee Westwood bescherten dem Team von Kapitän Colin Montgomerie bis zum Nachmittag in Newport als erfolgreichstes Duo im Team bis dahin wenigstens 1,5 Punkte.

Kaymer: Ich bin stolz


"Ich bin so stolz und habe das Bad in der Menge genossen. Bei den ersten Löchern war ich noch nervös. Der Druck war völlig ungewohnt. Aber dieses Publikum ist unglaublich. Du denkst an jedem Loch, dass du ein Turnier gewinnst", meinte Debütant Kaymer nach seinem ersten Ryder-Cup-Punkt überhaupt gegen den Weltranglisten-Zweiten Phil Mickelson mit dessen Partner Dustin Johnson.

Danach dominierten die zur Zeit besten Golfprofis Europas auch gegen Ricky Fowler und FedEx-Cup-Sieger Jim Furyk in dem Foursome- Match bis zum 17. Grün. Aber am letzten Loch gelang Fowler der Putt zum Lochgewinn. Das reichte zur Punkteteilung. Am vierten Grün hatte der 21 Jahre alte Rookie den falschen Ball markiert und einen Strafpunkt verursacht, der Furyk vorübergehend außer Fassung brachte.

Für Europa lief es nicht


Die Sonne war nach einem Unwetter am Vortag herausgekommen, als sich Kaymer und Westwood am Samstagmorgen mit 3 und 2 gegen die Amerikaner Mickelson und Johnson durchgesetzt hatten. Anschließend lief es für Europa nicht mehr: Das nordirische Paar Rory McIlroy/ Graeme McDowell konnte gegen Stewart Cink/Matt Kuchar zwar noch ein halben Punkt retten. Doch Woods/Stricker gegen Ian Poulter/Ross Fisher und das US-Debütanten-Duo Bubba Watson/Jeff Overton gewannen gegen Luke Donald/Padraig Harrington ihre Partien.

Montgomerie zog seine Konsequenzen und mixte für die sechs Foursomes die Paarungen mit dem völlig enttäuschenden zweimaligen Major-Sieger Harrington und Ross Fisher neu. Dafür versuchten Donald und Poulter ihr Glück. Harrington und Rookie Fisher ließen den US- Neulingen Overton/Watson keine Chance. Doch Stricker/Woods deklassierten den Schweden Peter Hanson mit Partner Miguel Angel Jimenez 4 und 3 bis zum vorzeitigen Sieg am 15. Grün.

Die Molinari-Brüder patzten


Auch die erstmals im Ryder Cup aufgebotenen Molinari-Brüder Edoardo und Francesco verpatzten ihr Debüt. Die Teamweltmeister von 2009 verloren ihr Match gegen Zach Johnson und Hunter Mahan mit 2 auf für die USA. Die nordirischen "Zwillinge" McDowell/McIlroy vergaben die Partie mit 1 auf für Cink/Kuchar.

Nach kurzer Pause folgten die letzten sechs Vierer-Matches: Zwei Foursomes und vier Fourballs. Dabei riss Montgomerie das Duo Westwood/Kaymer auseinander. Kaymer ging mit Ian Poulter um 17.45 Uhr MESZ gegen Fury/Johnson auf die Runde im Fourball. Westwood war im Foursome mit Luke Donald gegen Stricker/Woods vorgesehen. Am Sonntag stehen 12 Einzel an, die eventuell erst am Montag beendet werden könnten, sollte das Wetter wieder nicht mitspielen. Den USA genügen 14 Punkte zur Titelverteidigung.

Rainer Fülscher/DPA / DPA

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