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"Die Höhle der Löwen": Dieses Thema ist für Dagmar Wöhrl eine Herzensangelegenheit

Als Dagmar Wöhrl im vergangenen Jahr in die "Höhle der Löwen" einzog, gab es viele Skeptiker: Kann sie das? Doch Wöhrl ist in der Sendung gewachsen und hat ein neues Wirkungsgebiet: Frauen beim Gründen unterstützen.

Dagmar Wöhrl in der Höhle der Löwen

Dagmar Wöhrl in der Höhle der Löwen

MG RTL D

"Die Höhle der Löwen" ist eines der großen Erfolgsformate im deutschen Fernsehen der vergangenen Jahre. Stetig steigende Einschaltquoten, ein junges Publikum - die Show von Vox hat sich etabliert. Gründer stellen ihre Ideen vor, die Investoren lassen Geld fließen - oder eben auch nicht. An dem Format hat sich seit der ersten Staffel nichts verändert - allerdings auf den Jurorensesseln umso mehr.

Denn bei den Löwen wurden schon einige Köpfe ausgetauscht. Vural Öger, Lencke Steiner und Jochen Schweizer haben die Jury verlassen. Eine der Nachrücker war die Politikerin Dagmar Wöhrl. Und das rief schnell Skeptiker auf den Plan: Kann die das? Wittert sie gute Geschäftsideen? Und welche Geschäftsfelder sind für Wöhrl spannend? 

Dagmar Wöhrl in "Die Höhle der Löwen"

Während Frank Thelen häufig in Food und noch lieber in Technik investiert, steht Carsten Maschmeyer bislang für die großen Investments. Ralf Dümmel setzt auf einzelhandelsfähige Produkte, die sich schnell und günstig produzieren lassen. Und Judith Williams fungiert als Beauty- und Gesundheitskönigin. Doch wo ist da Platz für Dagmar Wöhrl? 

Der Start der vierten Staffel gab den Kritikern Auftrieb, denn Wöhrl wirkte unsicher im Vergleich zu den anderen Löwen. Doch sie entwickelte sich, suchte ihre Nische und investierte in Produkte. Insgesamt sieben Deals blieben übrig, sie steckte mehr als 650.000 Euro in die Firmen.

Po-Dusche, Blumensträuße, Einstecktücher - einen roten Faden kann man bei ihren Investments zwar nur erahnen. Doch dafür hat Wöhrl abseits der "Höhle der Löwen" ihr Steckenpferd gefunden: Frauen als Gründerinnen unterstützen.

Seit dem Frühjahr 2018 ist Wöhrl Schirmherrin von "StartupSpot Female Founders". Diese Datenbank will Frauen in Start-ups zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Dahinter stecken selbst zwei Frauen: Sanja Stankovic und Sina Gritzuhn mischen mit "Hamburg Startups" schon seit Jahren die Szene der Hansestadt auf. "Weibliche Gründer treten nicht so oft in den Vordergrund wie ihre männlichen Kollegen, was für ein schiefes Bild in der Gesellschaft sorgt”, so Sanja Stankovic. Tatsächlich ist bei jedem vierten Start-up eine Gründerin im Team - doch das öffentliche Bild gibt das selten wieder.

Warum Dagmar Wöhrl Frauen unterstützt

"Man darf Frauen nicht unterschätzen. Sie haben viel Empathie, sind bodenständig", sagt Dagmar Wöhrl dazu. "Aber sehen Sie sich doch in der Gründerszene oder in den Chefetagen der Wirtschaft um: ein Meer aus Krawatten!", so Wöhrl zu "t3n". 

Wöhrl glaubt an die Power von gemischten Teams. Das zeigt sich auch bei ihren Investments bei der "Höhle der Löwen". Von ihren sieben Deals waren zumindest vier von Frauen oder Teams mit weiblicher Beteiligung. Ob sie auch in der neuen Staffel Frauen mit Investments unterstützt, zeigt sich ab dem 4. September, wenn die "Höhle der Löwen" in die nächste Runde geht. 

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