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TV-Kritik

"Die Höhle der Löwen": "Respekt, Dagmar!" Erst einen im Tee und dann so gut verhandelt

Harte Verhandlungen in der Löwenhöhle: Dagmar Wöhrl läuft unter Alkoholeinfluss zur Höchstform auf. Ralf Dümmel fühlt sich wie auf dem türkischen Basar. Und Frank Thelens Deal ist schon wieder geplatzt.

Höhle der Löwen

Dagmar Wöhrl sicherte sich einen Deal mit den Gründern von Noveltea

TV Now

In der "Höhle der Löwen" ist es auch nicht anders als im normalen Leben: Ein bisschen Alkohol bringt Leben in die Bude. So geschehen beim Auftritt des Getränke-Startups "Noveltea", das Tee mit Schuss unters Volk bringen will. Die Gründer Lukas Passia und Vincent Efferoth mischen das britische Nationalgetränk mit Gin, Rum oder Whiskey – und konnten damit auf der Insel bereits einen erstaunlichen Erfolg verbuchen. Bei der britischen Ausgabe der "Höhle der Löwen" – genannt "Dragon's Den" – erhielt das deutsche Gründerduo gleich drei Angebote. Da sie mit den angebotenen Konditionen aber nicht zufrieden waren, kam es nicht zum Deal.

Nun also der zweite Versuch bei den deutschen Löwen, die alle mal tief ins Glas schauen dürfen und durchaus angetan scheinen. Aber 450.000 Euro für mickrige 10 Prozent der Unternehmensanteile? So locker sitzt die Geldbörse der Löwen auch nach einem Probierschluck dann doch nicht. Nur Dagmar Wöhrl zeigt sich interessiert und würde den Betrag für 20 Prozent an Noveltea locker machen. "Aber Dagmar, hast du alle Gläser ausgetrunken?", ruft Judith Williams entsetzt aus, die die Bewertung immer noch "viel zu frech" findet und fürchtet, dass sich ihre Mitlöwin hier unter den Tisch verhandeln lässt. "Mir hat's sehr sehr gut geschmeckt", erwidert die Angesprochene gut gelaunt. "Ich find's spannend." 

Dagmar Wöhrls cleveres Gegenangebot

Statt einzuschlagen wollen die Gründer nochmal nachverhandeln und bieten Wöhrl nur 15 Prozent für den angebotenen Betrag. Doch da haben sie die Rechnung ohne Dagmar Wöhrl gemacht, die trotz der zwei, drei Probierschlucke noch hellwach ist und mit einem cleveren Gegenangebot kontert: Von den ersten 450.000 verkauften Flaschen soll sie jeweils einen Euro am Erlös abbekommen. Deal. "Hab ich das jetzt richtig verstanden? Die kriegt die ganzen 450.000 Euro zurück?", flüstert Williams ungläubig ihrem Sitznachbarn Frank Thelen zu. "Respekt, Dagmar!", ruft Thelen und die Löwen stoßen auf Dagmar Wöhrls Verhandlungsgeschick an.

Harte Verhandlungen muss auch Ralf Dümmel erdulden, der sich für stolze 400.000 Euro an "Wingbrush" beteiligen will. Die Zahnpflege-Firma hat Interdentalbürsten entwickelt, mit denen sich die Zahnzwischenräume noch besser pflegen lassen als mit herkömmlichen Produkten. Statt 15 Prozent will er aber 25 Prozent an der Firma für den Betrag übernehmen. "Die machen jetzt türkischer Basar", befürchtet Dümmel, als sich die Gründer für eine kurze Beratung zurückziehen. Und tatsächlich: Statt einzuschlagen kommen sie mit einem Gegenangebot von 20 Prozent zurück – was Dümmel akzeptiert.

Frank Thelens Deal ist geplatzt

Unter keinem guten Stern stehen dagegen die Verhandlungen von Frank Thelen mit dem Näh-Start-up "Pattarina". Dabei handelt es sich um eine App, mit deren Hilfe sich Strickmuster vom Handy auf den Stoff übertragen lassen. Obwohl beide Löwen keine Ahnung vom Nähen haben, geben Carsten Maschmeyer und Frank Thelen konkurrierende Angebote ab. Nach einigem Hin und Her geben die Gründer Thelen den Zuschlag. Allerdings: Nach der Sendung zieht der Löwe sein Investment zurück – der Deal ist geplatzt.

Keinen Deal gibt es auch für Erfinder Dieter Mohn, der einen aufblasbaren Sichtschutz erfunden hat, der Gaffer an einer Unfallstelle fernhalten soll. Und auch die Tanz-Workout-Firma Rock the Billy muss ohne Löwenkohle versuchen, dem großen Vorbild Zumba nachzueifern.

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