HOME

Die Höhle der Löwen: Frittenlove in der Höhle der Löwen: Können Pommes ohne Kartoffeln einen Investor locken?

Fritten ohne Kartoffeln? Schmeckt das überhaupt? Die Pommes vom ehemaligen Sternekoch Sascha Wolters sind unter anderem aus Kichererbsen und Trüffelöl gefertigt. Und könnten der nächste Beilagen-Trend werden.

Frittenlove bei "Die Höhle der Löwen"

Ina und Sascha Wolter (links) präsentieren ihre Gourmet-Fritten bei "Die Höhle der Löwen"

Klassische Pommes frites mit Ketchup und Mayonnaise liebt wohl jedes Kind (und mancher Erwachsene). Auch dem ehemaligen Sternekoch Sascha Wolters schmecken Fritten. Aber nicht die klassischen aus Kartoffeln, sondern aus anderen Zutaten.

Seit knapp einem Jahr widmet er sich Fritten. Zuvor war er knapp 25 Jahre im klassischen Kochbetrieb. Zuletzt hat er in einem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurant in Stuttgart gearbeitet, später dann in einem gehobenen Steakhaus. Dort erfand er auch die Fritten aus Kichererbsen, die sofort auf der Speisekarte landeten. Auf einem Streetfood-Festival hatten Wolters Fritten dann den Durchbruch: "Die Schlange wurde länger und länger, allerdings nicht wegen des Fleischs aus dem Smoker, sondern wegen der Fritten", sagt der Koch im Gespräch mit dem stern.

Sein Label "Frittenlove" beliefert bereits internationale Gastronomien mit seinen Fritten. Szeneläden, Burger- und Steakhäuser, Hotels und auch Cateringbetriebe sind die Abnehmer. Knapp zwei Tonnen stellt Wolters jeden Monat für seine Großkunden her. Das Besondere an den Fritten? Sie sind nicht klassisch aus Kartoffeln, sondern aus Kichererbsen, Trüffelöl und Rösti.

So schmecken die Pommes ohne Kartoffeln

 Wer keine Fritteuse hat, kann die Fritten sowohl im Backofen als auch mit etwas Fett in der Pfanne fertigbraten. Sie kommen tiefgefroren zum Kunden. Gemacht ist die Rösti-Fritte aus geriebenen gekochten und rohen Kartoffeln, Zwiebeln und Gewürzen wie Kümmel, Muskat, Ingwer und Pfeffer. Geschmacklich sind sie wie Kartoffelpuffer, nur eben in Pommes-Form.

Die Kichererbsen-Fritten werden mit klassischen Falafel-Gewürzen wie Kreuzkümmel, Ingwer und Knoblauch verfeinert. Dafür weicht Wolters Kichererbsen über Nacht ein, jagt sie durch den Fleischwolf und friert die Masse ein, bevor sie in Frittenform geschnitten wird. Erinnert an Falafel, sind aber Fritten.

Für Feinschmecker gibt es die Trüffel-Fritte. In der steckt Milch und Trüffelöl, für die Festigkeit verwendet der Koch Kichererbsenmehl. Die schwarze Farbe kommt von schwarzer Pflanzenkohle, die mit Mehl vermischt wird. Die Trüffel-Variante ist von der Konsistenz eher weich, schmeckt süßlich nach Kichererbsen und intensiv nach Trüffel. Die schwarze Kohle hingegen ist geschmacklos.

Neue Fritten, neue Saucen, gibt's einen Deal?

Im Moment tüftelt Wolters bereits an neuen Frittensorten, und auch an passenden Saucen, die häufig nachgefragt werden. Da der Qualitätsanspruch eines ehemaligen Sternekochs auch vor Fritten und Saucen keinen Halt macht, lässt das Ergebnis noch einen Tick auf sich warten. Hauptsache, die Fritten schmecken.

Der nächste Schritt von Sascha Wolters ist es, die Fritten in die Supermärkte zu bekommen. Dafür nutzt er natürlich auch das Start-up-Sprungbrett von "Die Höhle der Löwen": Zwar ist der ehemalige Sternekoch bereits in der Gastroszene gut vernetzt, dennoch fehlt es dem Produkt an Bekanntheitsgrad. Ob sich das Dienstagabend (20.15 Uhr bei Vox, Folge 7 von "Die Höhle der Löwen") ändern wird, bleibt abzuwarten. 

Die Höhle der Löwen "Luicella's"